Samstag, 25. Oktober 2008

Südinsel ich komme!

Seit Freitag bin ich nun schon in Wellington. Nach dem Farmerlebnis ist das mal wieder eine richtige Stadt. Allerdings ist mir das ganze hier schon wieder zu groß. Mich hält hier irgendwie nichts. Das "Hobbiton", welches ich hier erkunden wollte, hat sich als "nicht vorhanden" herausgestellt. Die haben das ganze nicht hier in Wellington sondern südlich vom grausigen Auckland installiert. Ich war so sicher dass das hier in Wellington war, wo kommen denn eigentlich diese ganzen Fehlinformationen her?

Naja jedenfalls habe ich jetzt eine Fähre rüber zur Südinsel gebucht. Die Fähre geht Montag früh um 8 Uhr und wird mich und meinen kleinen schnuckeligen Mitsubishi Van direkt bis nach Picton im Norden der Südinsel bringen. Dort wartet dann vorraussichtlich schon Timo darauf ein bisschen mitgenommen zu werden. Pläne kann man aber kaum machen, daher wart ich mal lieber ab, bis ich auf der Südinsel angekommen bin.

Freitag, 24. Oktober 2008

Blue Duck Lodge

Noch in Taupo beschlossen Jussi (aus Finnland) und ich für eine Woche auf eine Farm in der Mitte des Whanganui Nationalparks zu gehen. Eine Woche auf der Farm war definitiv zu wenig! - für mich jedenfalls. Trotzdem konnten wir sehr viele Dinge erleben, welche ich jetzt mal kurz wiedergeben werde...

Die Farm ist eine Schaffarm welche nebenbei auch noch als Gästelodge betrieben wird und in ein Conservationproject zum Schutze der "Blue Ducks" involviert ist. Ausserdem kümmert sich der Owner auch noch um die Aufbereitung der zahlreichen Wanderwege und "historischen" Gebäude in der Region.

Am erste Tag fing es gleich schonmal mit der ersten Herausforderung an. Wir haben einige Hundert Ratten -und Possumfallen gecheckt. Das sah so aus, dass wir in drei Teams zu je zwei Leuten mit Quads durch die Gegend gebrettert sind und ca. alle 100 Meter bei einer Falle angehalten haben um diese zu checken und ggf. wieder neu zu spannen. Dort kam man dann gerne mal mit 2 Wochen alten, toten, stinkenden Ratten in Berührung - was einen auch nicht um bringt. Das Farmland besteht aus felsigen, steilen Hügeln und kleinen Bergen, welche man wirklich nur per Quadbike befahren kann. Da kommt es dann auch schon mal vor, dass man oben auf einem Hügel auf einen ca. 5 Meter breiten Pfad per Quadbike lang donnert, während auf beiden Seiten der Hügel fast senkrecht 50 Meter abfällt.

Eine weitere Herrausforderung war das sog. "docking". Dabei werden alle Schafe zunächst zusammengetrieben und in einem Paddock zwischenplatziert. Dann werden Lämmer und ausgewachsene Schafe getrennt. Anschließend werden alle Lämmer markiert, bekommen eine Spritze und der Schwanz wird abgeschnitten. Männliche Lämmer werden ausserdem noch kastriert. Dabei kommt man zur Genüge mit dem Kot und Blut dieser lämmerlichen Tiere in Berührung. Eine super Erfahrung, die einen nur stärker macht. Mir hats daher gefallen, dem Finnen eher nicht so...

Ausserdem haben wir auch noch bei der Renovierung eines neuen Wohnhauses mitgeholfen, einen neuen Zaun gebaut und alle möglichen anderen Arbeiten um Haus und Hof erledigt.

Trotz all der Arbeit kam der Spaß sicherlich nicht zu kurz. Erstmal hat man sowieso schon während der Arbeit Spaß und da die Kiwis ja alles sehr gelassen angehen, wird auch nicht grade im Akkord gearbeitet.
Nach der Arbeit sind wir mehrfach auf Ziegenjagd gegangen. Auf der Farm wurde ein neues Baumprojekt gestartet und da die Ziegen die ganzen Sprößlinge fressen, werden diese einfach kurzerhand abgeknallt. Diese Ziegen sind sowieso eher wild und unerwünscht. Auch Hasen werden gerne als Zielscheibe genutzt. Sobald mal ein Reh oder Wildschwein über den Weg läuft, wird auch dieses zum eigenen Verzehr geschossen.
Auch ich kam in den Genuss die Durchschlagkraft des Gewehrs zu testen und schoss einen Hasen und eine Ziege.
Als weitere Aktivität auf der Farm gab es das Tontauben schießen. Insgesamt kam ich fünfmal dazu mit der Schrotflint auf die fliegenden Teller zu schießen. Ich muss hier noch erwähnen, dass ich nach der ersten Runde keine Tontauben mehr verfehlt habe, was den Farmer sehr beeindruckte, der mich kurzerhand als Maschine bezeichnete.
Nebenbei konnte man sich immer eine Wurfaxt greifen und sich damit ein wenig die Zeit vertreiben. Das werfen der Wurfaxt funktioniert deutlich einfacher als das eines Wurfmessers.

Als ein Highlight konnte ich hier auf der Farm das erste mal mein erworbenes Kajak auf einen Fluss testen. Die Rapids hier im Retaruke river waren nicht so besinders schwer, aber dennoch richtig spaßig und so war es mir möglich erst Erfahrungen im "White Water" zu machen.

Alles in allem hat mir der Farmaufenthalt sehr viel Spaß gemacht und ich bin um Erfahrungen reicher. Leider habe ich kaum Fotos von der Farm, ein paar konnte ich allerdings doch machen.

Für alle die noch mehr über die Blue Duck Lodge wissen wollen gibts hier ein kleines Youtube Video: click hier











Dienstag, 14. Oktober 2008

Skiing...

So nun ist wieder einige Zeit vergangen und es wird Zeit, dass ich die letzten zwei Wochen mal nachbearbeite und hier berichte.
Wie ich ja schon im letztem Blogeintrag erwähnt hatte, habe ich Taupo nun nach fast 9 Wochen wieder verlassen. Montag vor zwei Wochen bin ich mit meinen 6 Cleaningkollegen (Sarah, Nicky, Timo, Marcel, Jussi und Jessica) aus meinem alten Hostel von Taupo aufgebrochen und habe mich auf den Weg zum Mt.Ruhapehu gemacht. Ziel war der kleine Ort Ohakune am südlichen Hang des Ruhapehu. Hier wollte ich mich ganz der Kunst des Skifahrens widmen...
Gleich am nächsten Morgen ging es mit unserem ausgeliehenen Equipment hinauf zu der Piste. Ich hatte keine Ahnung auf was ich mich da eigentlich eingelassen hatte, ich war allerdings fest entschlossen keinen Anfänger Skikurs zu belegen, der mich nur weitere wertvolle Dollars gekostet hätte. Also hab ich mir die Bretter untergeschnallt und schon gings ab in den Lift, zusammen mit Timo und Marcel, welche mir anboten das Skifahren in einem Crashkurs beizubringen. Oben angekommen war mir ja schon ein wenig mulmig zumute, aber dank meiner Intruktoren wusste ich zumindest, was ich ungefähr zu tun hatte. Immer schön am Hang entlang kurven und wenn ich zu schnell werde dann halt den Hang wieder hinauf fahren. Ich versuchte das ganze zwar, kam allerdings doch recht schnell aus der Kontrolle und schon fand ich mich im nächsten Moment nicht auf den Skiern wieder, sondern schlitterte stattdessen auf dem ganzen Körper den Hang hinunter. Doch das konnte mich ja nicht davon abhalten mir die Skier wieder anzuschnallen und weiter mein Glück zu versuchen.
Nach einigen Stürzen und vielen Guten Ratschlägen von Timo und Marcel gelang es mir das Ski fahren dann schon etwas besser. Zwar wurde der Spaß immer wieder durch ein paar Stürze unterbrochen und so elegant sah das sicherlich auch noch nicht aus, aber ich hatte eine Menge Spaß und war froh das Geld für einen Anfängerkurs gespart zu haben. Auch probierte ich immer mehr Pisten aus und verbesserte mich weiter, bis um 16.00 Uhr die Lifte schlossen.
Auch den nächsten Tag nutzten wir wieder komplett zum Skifahren aus. Ich konnte mich weiter verbessern und denke, dass ich mal öfter die Berge in Europa nutzen soltle um Ski zu fahren. Es hat einfach eine Menge Spaß gemacht!






























































"Safety first". Timo und Marcel brachten mir das Skifahren mittels eines 10 Minuten "Crashkurs" bei.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Skydiving - und ich willl mehr...

Ja jetzt ist es soweit! Ich bin infiziert und weiß nicht, ob ich damit wieder aufhören kann. Alles fängt so harmlos an, aber wenn man das einmal gemacht hat, dann kommt man davon nicht wieder los!

Da ich ja Taupo am Montag verlasse, musste ich den Skydive also noch davor absolvieren. Nach zwei Tagen Aufschub war das Wetter endlich wieder gut genug um skydiven zu gehen.
Gestern war es dann soweit. Um 13.00 Uhr wurde ich zusammen mit Sarah und Nicky (zwei meiner Cleaningkollegen) vom Hostel abgeholt und direkt zum Airport kutschiert. Dort angekommen bekamen wir unsere Ausrüstung. Eine kurze Einweisung wie man sich zu verhalten hat folgte. Dann gings los, und zwar mit dem Flugzeug. Das Ziel waren 15.000ft - das sind ca. 5000 Meter. Dort angekommen beginnt der ganze Spaß und ist nach ca. 8 Minuten auch schon wieder vorbei.

Das Skydiving was man hier als normaler Reisender machen kann ist das "Tandemskydiving". Dabei springt man mit einem erfahrenen Instructor hinter sich todesmutig aus maximal 15.000ft Höhe aus einem Flugzeug. Man verlässt sich nur auf die Tatsache, dass sich im Rucksack des Instructors ein Fallschirm befindet, der hoffentlich bei 5000ft Höhe aufgehen wird ;-).

Bei 15.000ft angekommen wurde die Seitentür des Flugzeugs geöffnet und ich habe mich zusammen mit meinem Instructor zu eben dieser Tür hin "geschoben", und dann darüber hinaus.
Sobald man aus dem Flugzeug raus ist erfährt man eine unglaublich schnelle Beschleunigung bis man ca. 200km/h erreicht. Das ist der absolute Adrenalinrush! Man sieht den Lake Taupo und die Landschaft ganz winzig unter sich. Eine super tolle Aussicht, die man allerdings kaum auf einmal geniessen kann, denn alles geht wahnsinnig schnell! Nach ca. 60 Sekunden ist der freie Fall vorbei und der Instructor öffnet den Fallschirm. Dann noch ein paar Minuten Aussicht genießen und schon ist man wieder unten auf der Erde. Ein Hammer Erlebnis!

Nach dem ersten Sprung war ich irgendwie infiziert. Jedenfalls glaube ich das, denn anders kann ich mir den zweiten Sprung nicht erklären.
Heute morgen bei der Cleaningpause endschied ich mich dann zu dem zweiten Sprung. Sehr spontan, aber ich habe es nicht bereut. Eigentlich wollte ja nur Sarah einen zweiten Sprung machen, da sie so begeistert war. Ich sagte: "Wenn du springst, spring ich auch nochmal", und schon waren wir eingebucht ;). Auch Marcel ist noch mitgekommen...
Diesmal haben wir eine andere Company gewählt. Wieder der gleiche Spaß aus 15.000ft. Diesmal war allerdings das Wetter etwas besser. Bei wärmeren Temperaturen und mehr Sonne habe ich also meinen zweiten Sprung gemacht. Und wieder ein unbeschreiblich großer Spaß. Diesmal hatte ich auch die Chance den Fallschirm ein wenig selbst zu steuern. Zu schade nur, dass so ein Skydive immer so schnell vorbei ist! Das war so einfach und ich würde gerne mehr davon haben!

Ich habe mich vorsorglich schonmal ein wenig informiert. So eine Skydivelizenz hier in Neuseeland kostet zwischen 3000-4000NZ$ und kann bei guten Wetterverhältnissen innerhalb von 3 Wochen absolviert werden. Hier in Taupo gibt es neben den beiden von mir getesteten Skydive Unternehmen auch noch eine dritte Company, die auch die Lizenz anbietet. Ein Schelm wer böses dabei denkt ;-)...

Hier noch ein paar Bilder meines zweiten Sprungs. Neben mir und meinem Instructor ist auch noch Taupo und der riesige Lake Taupo zu erkennen:





















































Solltet ihr mal irgendwann die Chance bekommen einen Skydive zu machen, dann nutzt diese Chance! Das muss man einfach mal erlebt haben! Ausreden gibt es eigentlich keine, und wer nach Neuseeland geht kommt sowieso nicht drum herum! ;-)

Dienstag, 7. Oktober 2008

What comes next?

Ja nun wird es Zeit sich mal Gedanken darüber zu machen, was ich als nächstes machen werde hier in Aotearoa. Ich bin nun schon fast seit 6 Wochen hier in Taupo und es wird Zeit wieder aufzubrechen. Der Aufbruch ist für nächsten Montag geplant, aber man weiß hier nie...
Wenn alles gut geht werde ich zusammen mit den anderen Cleanern hier in Hostel zum Ski fahren zum Mt. Ruhapehu aubrechen. Geplant sind ein oder zwei Tage. Danach werde ich mit einem Backpacker aus Finnland für mindestens eine Woche auf eine Farm in der Mitte des Wanganui Nationalparks gehen. Das ist momentan die Planung, aber die kann sich hier immer ändern.

Noch habe ich allerdings etwas sehr wichtiges vor hier in Taupo. Ich werde irgendwann die nächsten Tage einen Skydive machen. Eigentlich sollte dieser schon gestern stattfinden, mangels gutem Wetter wurde das allerdings nichts. Skydives hier in Taupo sind deutlich billiger als auf der Südinsel und daher sollte man sich diese Chance nicht entgehen lassen. Bilder und mehr Infos folgen sobald ich den Skydive hinter mir habe ;-)

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Wasser und Berge

Hallo allerseits,

ist schon wieder lange her, dass ich hier was gepostet habe. Naja die letzen Wochen und Tage habe ich einige erlebt, sodass es sich wieder lohnt was zu schreiben ;-).
Hier in Neuseeland ist momentan der Frühling komplett angekommen. Sonnen- und Regentage wechseln sich hier momentan ab.

Letzten Freitag waren wir Raften. Im nahe gelegenen Rotorua, ca. 1 Stude entfernt, gibt es den Kaituna River, der sich wunderbar zum Rafting eignet. Morgens war alles noch ganz normal. Um 9 Uhr aufstehen, frühstücken und anschließend ab 10 Uhr cleanen im Hostel. Bei der sog. "smoko"(eine 30 minütige Pause) haben wir dann überlegt, was wir machen können. Nach kurzer Überlegung war klar, dass wir raften gehen. Nach dem cleanen also schnell was gegessen und dann nach Rotorua gefahren. Dort angekommen kurz gewartet und dann gings los. Erstmal bekahmen wir Neoprenanzüge, Rettungswesten und Helm und dann gings zu den Instruktionen. nach einer kurzen Einweisung wie man sich zu verhalten hat gings dann los. Sechs unerfahrene Cleaner und ein Instruktor im Heck des Bootes. Der Instruktor war recht lässig gestrickt, hatte Spaß an der Sache und steuerte das Boot anfangs scheinbar komplett alleine, da sämtliche Anweisungen wegen der Umgebungsgeräusche untergingen und z.T. wegen Unkenntnis falsch umgesetzt wurden.
Die raftingstrecke war jedenfalls der Hammer und beinhaltete de höchsten kommerziell raftbaren Wasserfall. Einfach ein Hammer Erlebnis, dass man mal gemacht haben muss, wenn man hier in Neuseeland ist!

Paar Tage später bin ich ich einen Kajakshop gegangen, in dem ich schon am ersten Tag in Taupo nach einem Kajak gefragt hatte. Diesmal jedoch mit der Ansicht ein Kajak zu kaufen. Das Kajak was ich schon damals gesehen hatte war immernoch dar und schwups war es gekauft und auf meinem ebenfalls neu erworbenen Dachgepäckträger festgeschnürt. Nun besitze ich ein eigenes Kajak.


Gestern sind wir mal zu den nahe gelegenen Bergen gefaren und haben uns dort ein wenig umgeschaut, Fotos gemacht und Landschaft bestaunt. Einfach eine unbeschreiblich schöne Natur. Ich kann es kaum erwarten auf die Südinsel zu wechseln und dort noch mehr Berge zu bawundern und auf meinen digitalen Fotosensor zu bannen.

Mittwoch, 17. September 2008

Impressionen

So da bin ich wieder. Da ich momentan allerdings zu faul bin einen längeren Eintrag zu schreiben, stelle ich nur mal ein paar Bilder in den Blog. Bilder sagen ja bekanntlich sowieso mehr als alle Worte.

Hier ein Blick auf den Lake Taupo. Das Wasser hier ist wunderbar klar, blau und voll mit Forellen:














Der "Waikato River" Neben im Bild sieht man noch eine Absprungstelle für Bungy-Jumper:














Der berümtestes Wasserfall Neuseelands, die "Huka Falls":














Ich auf einem Berg nahe Taupo (der exakte Name ist mir grade entfallen):



















Und Taupo ber Nacht:

Montag, 8. September 2008

Noch immer kein Job

So nun sitz ich grade wieder einmal im Internetcafe und wollt mal berichten was ich so grade mache.
Ich habe mich mittlerwile in Taupo ganz gut eingelebt. Zwar habe ich noch immer keinen richtigen Job gefunden, aber immerhin muss ich für meine Unterkunft nichts mehr bezahlen. Ich lebe hier zur Zeit in einem ganz netten Hostel, welches hier in Taupo sehr populär ist. Hier habe ich seit einer Woche einen cleaningjob. Das heißt ich putze jeden Tag um 10 Uhr für ca. zwei Stunden und bekomme im Gegenzug freie Untekunft. Ausserdem habe ich noch weitere Vorteile wie z.B. freie Benutzung der Wäscherei, billigeres Internet und weitere Vergünstigungen. Dadurch habe ich meine Lebenshaltungskosten stark reduzieren können, allerdings brauch ich immernoch Geld für Nahrung und all die Aktivitäten die wir hier machen.
Vorgestern waren wir z.B. Paintball spielen. Das macht irre Spaß, verschlingt aber leider auch gleich das wöchentliche Nahrungsbudget. Folglich versuche ich mich weiterhin nach einem Job umzuschauen. Doch wirklich sorgen brauch ich mir nicht machen, dazu hat man hier einfach zu viel Spaß!

Freitag, 29. August 2008

Travelling to Taupo!

Am Montag den 18. bin ich endlich aus Kerikeri aufgebrochen. Ich wollte weiterreisen und mal was von Neuseeland sehen. Hier eine kleine Zusammenfassung:

Von Kerikeri aus hab ich mich hinters Steuer meines kleinen, roten Vans geklemmt und bin Richtung Süden losgefahren. Das Ziel für diesen Tag war Mt.Manganui. Nach einen ganzen Tag auf den Strassen Neuseeland habe ich abends im Hostel eingecheckt. Ich bin insgesamt drei Tage in Mt.Manganui geblieben und habe einige Aktivitäten gemacht. Ich bin ein Motorflugzeug geflogen, habe in einem Jetsimulator mein Können unter Beweis gestellt, habe den Mount bewandert und die Strände genossen.

Nach den drei Tagen bin ich weiter gezogen nach Whakatane in der Bay of Plenty. Hier habe ich zwei Tage in einem Hostel verbracht und habe eine Tour zur „White Island“ gemacht. Das ist der enzige aktive Seevulkan in Neuseeland und die Tour war echt gigantisch!
Danach bin ich zur Ostküste nach Gisborne gefahren, habe eine Nacht dort verbracht. Weil mir Gisborne allerdings nicht so gefalen hat, bin ich am Sonntag dann aufgebrochen und bin zuerst hoch zum „East Cape“ gefahren und dann in einem Rutsch runter nach Taupo. Nach diesem langen Ritt habe ich hier im Hostel in Taupo eingecheckt, wo ich nun schon seit ca. einer Woche lebe.
Ich habe in der letzten Woche nach einem Job hier gesucht, doch leider gibt es hier in Taupo nahezu nichts. Ich möchte allerdings nicht weg, da mir die Stadt hier sehr gefällt mit dem See und den Bergen im Hintergrund. Ich werde hier hoffentlich doch noch was finden und länger bleiben.





Sonntag, 17. August 2008

Goodbye Kerikeri!

Diesen Montag ist es endlich soweit. Ich verlasse Kerikeri und mache mich langsam auf den Weg in den Süden. Meine nächste Sation ist Mt. Manganui in der „Bay of Plenty“.
Nach ca. 8 Wochen in Kerikeri habe ich erstmal genug vom Norden Neuseelands. Ich habe hier meine ersten Jobs gehabt, viele neue Menschen kennen gelernt und viel Spaß gehabt. Ich habe Mandarinenbäume geprunt und Kiwiäste zurechtgebunden. Ich habe die Nordspitze Neuseelands gesehen, konnte einen Rest des noch verbliebenen Regenwaldes von Neuseeland bewundern und habe zahlreiche wunderschöne Strände besucht. Ich habe mich in schwefelhaltigen „Hot-Pools“ entspannt, bin riesige Sanddünen auf einen Sandboard hinabgesurft, habe in der „Bay of Islands gefischt“, habe viele Eindrücke gesammelt und zahlreiche Erfahrungen gemacht.
Ich habe ein wenig Geld sparen können um noch mehr Aktivitäten machen zu können.
Morgen ist es soweit und ich werde gegen Abend in einem neuen Hostel einchecken, neue Menschen treffen und hoffentlich auch einen Reisegefährten finden, denn das spart ernorm Kosten und es macht zudem noch viel mehr Spaß zu zweit zu reisen! Auch möchte ich mir ein eigenes Kajak kaufen. Ich bin gespannt was auf mich zukommt und was mich erwartet...

Donnerstag, 7. August 2008

Fishing in der Bay of Islands

Zusammen mit drei Freunden, mit denen ich auch das Mandarinenpruning bestritten habe, bin ich am Montag zum fischen in die Bay of Islands gefahren. Mit einem kleinen Boot und mit Angelruten ausgestattet ging es von Pahia aus hinaus in die Bay of Islands. Der Trip dauerte rund 4 Stunden und kostete uns je 100$. Es hat sich allerdings wirklich gelohnt. Dank der Erfahrung des Skippers und der Erfindung des Echolots konnten wir einige Fische an Land, oder eher an Bord des Schiffes ziehen. Unzählige weitere, Fische hatten wir zwar am Haken, mussten wir allerdings wegen der gesetzlichen Bestimmungen und der leider zu geringen Größe der Fische wieder zurück ins kühle Nass abtauchen lassen.

Das Fischen in der Bay of Islands war eine Abschlussaktion nach vollendetem Mandarinenpruning. Nach knapp 6 Wochen ist das Mandarinenpruning endlich vorbei, was bedeutet, dass die Prunergemeinschaft sich hiermit auflöst. Es war trotz der Strapazen am Anfang eine sehr spaßige Zeit! Mittlerweile sind meine Pruningkollegen alle abgereist, nur ich bin noch hier in Kerikeri. Ich bin zu der Fraktion der Kiwipruner gewechselt um noch ein paar Dollar mehr zu sparen. Bis nächsten Freitag verbringe ich die Werktage noch damit Kiwiäste runter zubinden, danach verlasse auch ich endlich den Norden Neuseelands!






Montag, 21. Juli 2008

Cape Reinga

Gestern haben wir endlich mal einen Ausflug nach Cape Reinga gemacht. Cape Reinga ist der nördlichste betretbare Punkt neuseelands und ist etwa zweieinhalb Stunden von Kerikeri entfernt. Zu fünft haben wir uns in einen PKW gequetscht, wodurch die Kosten für jeden von uns recht gering blieben. Die Strasse nach Cape Reinga ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Gerade die letzten 20 Kilometer haben es in sich! Dort existiert keine asphaltierte Strasse mehr, sondern es geht über eine mit Schlaglöchern übersäte Schotterstrasse. Dort oben im Norden von Neuseeland ist wirklich gar nichts mehr los, nur Landschaft, ab und zu mal ein paar Farmen und ab und zu sieht man auf dem Weg nach Cape Reinga den blauen Ozean...

Endlich am Cape Reinga angekommen bot sich ein super Ausblick und jede Menge Wind. Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten den Nordzipfel neuseelands bei Sonnenschein geniessen. Ein paar Fotos sagen hier mehr als alle Worte.

Auf dem Rückweg haben wir noch einen Zwischenstop bei den Sandddünen im Norden des 90Miles Beaches gemacht. Diese Dünen sind einfach riesig, sehr steil und ideal zum sandboarden geeignet. Einfach ein ultimativer Spass!







Samstag, 12. Juli 2008

Ein Monat in Neuseeland!

Das ist echt unglaublich wie schnell die Zeit vergeht! Nun bin ich schon länger als ein Monat in Neuseeland und es wird dringend Zeit, dass ich hier mal wieder was poste.

Ich mache das Pruning nun schon seit drei Wochen und werde noch mindestens eine Woche dran hängen. Der Job ist ziemlich hart und der Verdienst ist auch nicht gerade das, was man für einen derartigen Job erwartet. Ich arbeite mit einer kleinen einhand Gartenschere (made in Germany). Nach acht Stunden Dauerpruning ist die Hand dann ziemlich zerstört. Über Nacht bleibt ein wenig Zeit zur Regeneration und dann geht’s wieder von vorne los. Pro Baum bekommen wir 1,60$-2,20$. Da wir pro Reihe immer mit zwei Leuten arbeiten, wird das Geld nochmals geteilt. An guten Tagen schaffen wir so um die 140 Bäume. Allerdings kommt das wirklich nur sehr selten vor...

Gestern bin ich mit 6 weiteren Leuten aus dem Hostel mal in die Bay of Islands in den kleinen Ort „Russel“ gefahren. Die Bay of Island kann man eigentlich nur an sonnigen Tagen richtig geniessen. Wir hatten leider nicht ganz so viel Glück mit den Wetter, ein paar Fotos konnte ich allerdings trotzdem machen.

Morgen geht’s wieder mit dem Pruning weiter. Die Motivation ist grade bei uns allem auf einem „Low-Level“, aber irgendwie muss ja Geld reinkommen;-). Ich weiß nicht, wie oft ich in nächster Zeit hier posten kann. Aber ich versuche wenigstens die wichtigen Events hier zu berichten...


Hier noch ein paar Eindrücke vom Hostel und Russel:





Freitag, 27. Juni 2008

Pruning

Seit Mittwoch habe ich hier in Kerikeri einen Job. Das ganze war wirklich sehr einfach. Das Hostel in dem ich zur Zeit wohne hat ein paar Verbindungen zu Farmen und Plantagenbetreibern. Ein Kontaktmann kam dann hier vorbei und hat gefragt, wer an „Pruning“ interessiert ist. Ich und noch 5 weitere Leute aus dem Hostel haben sich gemeldet. Eigentlich sollte es ja Dienstag schon losgehen, aber wie das halt hier so wurde das ganze kurzerhand wegen einem Regenschauer auf Mittwoch verlegt.

Die Obstplantage auf der das ganze stattfindet ist ca. 10 Kilometer entfernt. Wir fahren morgens mit zwei Autos hier vom Hostel los und treffen bei der Obstplantage auf weitere Saisonarbeiter aus anderen Hostels. Dann wird bis 4.30 Uhr gearbeitet. Wenn es zu stark regnet wird die Arbeit allerdings frühzeitig abgebrochen.

Pruning ist nichts anderes, als das Zurückschneiden der Obstbäume (Mandarinen- und Kiwibäume) nach der Ernte. Die Bäume sind meist sehr buschig und dicht gewachsen und müssen dann ausgedünnt werden, so dass überall Licht reinkommt. Der Job ist eigentlich ganz in Ordnung.
Zu der Bezahlung weiß ich noch nichts genaues. Ich weiß nur, dass wir ab Montag pro beschnittenem Baum bezahlt werden. Je mehr man schafft, desto mehr verdient man...

Ich werde wohl mindestens für die nächsten vier Wochen hier in Kerikeri bleiben und hier arbeiten.

Donnerstag, 19. Juni 2008

On the road to Kerikeri

Nach der Übernachtung auf dem Rasthof bin ich dann Mittwoch morgen noch bei Dunkelheit wieder losgefahren. Mein Tagesziel hieß Kerikeri in der Bay of Islands. Ein Etappenziel war die Stadt Whangarei, wo ich Proviant und ein wenig Bettzeug einkaufen wollte.
Ich bin die ganze Zeit nur auf dem Highway Nummer 1 immer nach Norden gefahren. Diese Landstrasse schlängelt sich durch Wälder, über Wiesen und je weiter man nach Norden kommt, desto weniger Autos sind unterwegs. Kaum nimmt man eine kleinere Seitenstrasse, sieht man ausser ein paar vereinzelten Häusern und Farmen nichts mehr ausser Wiesen, Bushland und Wäldern.

Gerade als es einigermaßen Hell wurde, habe ich einen kleinen Rastplatz am Strassenrand gefunden, wo ich gefrühstückt habe. Direkt neben dem Parkplatz fing ein dichter Wald an. Aus dem Wald kamen scheinbar wild lebende Hühner rausgelaufen und auch aus dem Wald krähte es die ganze Zeit.
Ich bin dann immer weiter auf der Strasse gefahren, bis ich irgendwann Whangarei erreicht habe. Diese Stadt ist weitaus kleiner als Auckland, trotzdem reichte der Verkehr und die Anzahl der Strassen aus um mich wieder paar mal im Kreis fahren zu lassen. Allerdings habe ich diesmal kein Hupkonzert mehr geerntet, was auch schon was wert ist.

Hier habe ich Reiseproviant gekauft, eine Schlafunterlage, Kopfkissen und einen Schlafsack. Ich habe hier das günstigste genommen was ich finden konnte.
Wieder draussen aus der Stadt ging es weiter nach Norden immer Kerikeri als Ziel vor Augen. Am Nachmittag habe ich dann endlich Kerikeri erreicht. Der erste Eindruck von Kerikeri war sehr gut. Es gibt eine Hauptstrasse, an der sich auch die meisten Geschäfte befinden. Man findet hier eigentlich alles was man braucht. Auch ist Kerikeri für die hohe Anzahl an Farmen in und um Kerikeri bekannt. Zwar ist die Erntezeit gerade vorbei, aber irgendwann in der nächsten Woche soll angeblich das so genannte „pruning“ starten. Das heißt die Bäume und Sträucher werden zurück geschnitten. Ich habe jetzt in einen relativ großen Hostel eingecheckt und hoffe dann irgendwie die nächste Woche einen Job zu bekommen.


Bilder und weitere Informationen folgen die nächsten Tage.





Mittwoch, 18. Juni 2008

Abschied mit Hindernissen!

Am Dienstag sollte es dann endlich soweit sein. Der Mechaniker meinte, dass das Auto sicherlich bis um 10 Uhr morgens fertig sei. Insgeheim dachte ich mir allerdings schon, dass ich die Zeitangaben der Kiwis nicht so ernst nehmen sollte. Mit dieser Annahme behielt ich leider auch Recht.

Ich checkte aus meinem Hostel aus und ging zur Werkstatt, wo die Reparaturen allerdings noch in vollem Gange waren. Es hieß ich solle mal in drei Stunden wiederkommen. Ich nutze diese Zeit um noch in einem Supermarkt einzukaufen und dem Treiben auf dem Containerhafen von Auckland zuzusehen.

Als ich dann nach drei Stunden wieder zurück zur Werkstatt ging, waren die Reparaturen immer noch nicht fertig. Ich musste nochmal warten und lernte während dessen einen anderen Backpacker aus Deutschland kennen. Von ihm bekam ich einige Tipps und er verkaufte mir auch einen Adapter, mit dem ich Elektrogeräte auch im Auto laden kann.

Eigentlich hatte ich ja vor Auckland am Vormittag bei Tageslicht zu verlassen, schlussendlich kam ich allerdings erst so um ca. 5 Uhr Abends bei einsetzender Dämmerung los. Mein Plan war dann kurz zur nächsten Tankstelle zu fahren, denn der Tank war KOMPLETT leer. Anschliessend wollte ich dann sofort auf dem nächsten Highway möglichst weit nach Norden zu fahren. Aber es kam alles nochmals anders...


Es muss hier auch erwähnt werden, dass ich zuvor noch nie mit dem Auto gefahren bin und auch eine Einweisung in die Eigenarten des Autos habe ich nicht bekommen! Das Auto hat eine manuelle Schaltung, die allerdings links an der Lenksäule angebracht ist (ähnlich wie ein überdimensionierter Blinkgeber). Dazu herrscht hier ja natürlich Linksverkehr. Zusätzlich dazu haben die Neuseeländer noch eine eigenartige aber einleuchtende Vorfahrtsregel. Diese Regel besagt, dass an einer Kreuzung ein entgegenkommendes Fahrzeug das nach rechts abbiegen will Vorfahrt hat, wenn ich an der Kreuzung nach links will. Das leuchtet ein, man hat aber am Anfang so seine Schwierigkeiten damit.


Ich habe schließlich den Automarktbesitzer gefragt, ob er mir das Auto noch aus der wirklich sehr, sehr engen Einfahrt rausfahren kann. Natürlich hat er mir dabei geholfen, doch anstatt das Auto vor dem Gebäude zu parken, steigt er einfach mitten auf der Strasse aus. Bei laufendem Motor werde ich also ins kalte Wasser geschmissen und muss losfahren.

Ähnliche Situationen hat man hier jeden Tag. Doch dadurch lernt man auch unglaublich schnell dazu und kommt mit den Leuten in Kontakt! Man wird hier am Anfang wohl mindestens einmal täglich ins kalte Wasser geschmissen!


Nach einer kleineren Irrfahrt erreichte ich schließlich die ersehnte Tankstelle. Doch als ich tanken wollte trat schon das nächste Problem auf. Ich bekam den Tankdeckel nicht auf. Obwohl ich mir dachte, dass es da einen versteckten Hebel geben muss, habe ich diesen nicht gefunden. Nach ca. 30 Minuten habe ich dann aufgegeben und bin zurück zur Werkstatt gegangen (Die Tankstelle war zum Glück nur 5 Minuten von der Werkstatt entfernt). Auch hatte ich Glück, dass ich den Besitzer noch getroffen habe, denn dieser hatte schon seit einigen Minuten Feierabend. Kurzerhand ist er dann mitgekommen und hat mir den wirklich sehr versteckten Hebel zum öffnen der Tankklappe gezeigt.

Nach dem Volltanken fing das Problem allerdings erst richtig an. Ich wusste, dass ich Highway Nummer 1 nach Norden brauchte. Das Problem ist nur, dass ich Auckland nicht kenne, die vorher zurecht gelegte Route schon lange wieder vergessen hatte, Grade in dieser Zeit noch die Rush-Hour dazu kam und ich ausserdem noch mit neuen Verkehrsregeln und Linksverkehr zu kämpfen hatte. Einen Beifahrer zum checken der Strassensnamen hatte ich ja auch nicht und so sah das ganze so aus, dass ich mehr oder weniger ziellos die Strassen hin und her und im Kreis gefahren bin. Ich weiß auch nicht mehr wie, aber nach einer schier endlos scheinenden Zeit, zahlreichen – sicherlich berechtigten – Hupattacken und einem fast verursachten Unfall ;-) sah ich schließlich das so ersehnte Highway Schild vor mir. Sobald ich auf dem Highway war, ging das ganze auch schon wieder einfacher. Einfach immer geradeaus...

In Auckland ist der Highway bis zu 5 Spuren breit, wobei die Spuren allerdings deutlich schmaler sind als in Deutschland. Doch sobald man ein paar Kilometer fährt beginnt sich der Highway deutlich zu verkleinern. Schon an der Stadtgrenze sind es dann nur noch 2 Spuren, welche dann auch relativ schnell in eine Spur zusammen laufen. Der sogenannte Highway ist dann nichts weiter als eine Landstrasse in relativ schlechtem Zustand.


Da es mittlerweile ja schon dunkel war, habe ich bei der ersten Raststation angehalten und dort in meinem Auto geschlafen. Das ist der Vorteil von dem Van. Blöde nur, dass ich keine guten Bettsachen dabei hatte, Die Matratze, die schon im Auto lag. War übelst modrig und auch der Rest des Bettzeugs stank extrem! Naja da muss man wohl durch ;-)...

Montag, 16. Juni 2008

Gefangen in Auckland!

Schon seit der Ankunft in Auckland am Mittwoch weiß ich, das ich aus Auckland raus möchte. Auckland ist die größte Stadt in Neuseeland und gefällt mir persönlich nicht. Ich bin einfach nicht der Großstadt-Typ! Ein sehr wichtiger Grund warum es unbedingt Neuseeland sein musste, war ja gerade die einmalige Flora und Fauna Neuseelands. Auckland bietet sicherlich andere Reize, aber mich zieht es in die Wildnis!

Auch wenn ich mir Anfangs noch nicht ganz sicher war, führt kein Weg drum rum. Ich muss ein Auto kaufen um Neuseeland ausreichend bereisen zu können.

Es gibt in Neuseeland gerade einmal zwei Bahnstrecken, die die großen Städte miteinander verbinden. Dann wären da noch die zahlreichen Busse, die quer über das Land fahren. Man kann mit flexibel gestalteten Tickets quer durch Neuseeland reisen, allerdings wird das auf die Dauer sehr teuer und durch die festen Routen kann man das Land nicht erkunden, wie es einem gerade passt. Das Fliegen ist in Neuseeland sehr günstig. Ein anderer Backpacker hat das hier mal anschaulich dargestellt. Der Flug von Wellington nach Auckland kostete ihn ca.160 NZ$, das Taxi vom Flughafen Auckland zum Zentrum der Stadt ca.30 NZ$. Fliegen ist also sehr günstig, jedoch kein Option, wenn man wie ich ganz Neuseeland bereisen möchte.

Es bleibt also nur noch das gute alte Auto als beste Reisemöglichkeit übrig! Eigentlich sah mein Plan ja so aus, dass ich mir erst das Geld für das Auto verdienen wollte, aber da ich ja so dringend aus Auckland raus muss, geht das nicht. Ich kaufe mir also erst das Auto und werde dann im Anschluss schauen, ob ich das Geld wieder rein bekomme. Genau betrachtet geht das Geld ja sowieso nicht wirklich verloren – hoffe ich mal! Ich werde das Auto ja vor der Abreise wieder verkaufen, und dann kommt das Geld spätestens wieder zurück - theoretisch. Dazu kommt noch, dass momentan im Winter vergleichsweise wenige Backpacker unterwegs sind. Viele reisen ab, was zu einem Überangebot führt und die Preise purzeln lässt. Schließlich will ja jeder sein Auto verkaufen. Da ist ein halbierter Preis immer noch besser, als ohne Erlös wieder abzureisen.

Am Samstag bin ich mal zu dem „Backpacker Car Market“ hier in Auckland gegangen um nach einem Auto zu suchen. Im Endeffekt viel die Auswahl auf einen roten Van von Mitsubishi. Das Gerät sollte 1850 NZ$ kosten, was wirklich nicht so viel ist. Allerdings kommen da nochmal einige Kosten dazu. Hier in Neuseeland läuft das mit dem Auto kaufen etwas anders als in Deutschland. Jedes Auto wird vor der Zulassung von einem Mechaniker durchgecheckt. Wenn alle Mängel im Rahmen bleiben, bekommt man die W.O.F. (Warrant of Fitness). Mit dieser Bestätigung, kann man dann zum Postoffice gehen und das Auto für einen bestimmten Zeitraum anmelden. Ist eigentlich eine unkomplizierte Sache.

Um zu wissen was auf mich zu kommt, habe ich das Auto erstmal im Vorfeld anschauen lassen. Bei diesem „Pre-Check“ wurden auch prompt einige Mängel festgestellt, was bei diesen Autos allerdings scheinbar mehr als normal ist! Die wichtigsten Punkte waren die Bremsen vorne und der Keilriemen, welcher komplett verölt war. Dazu kamen noch einige anderen Sachen... Alle diese Mängel müssen behoben werden, sonst kann das Auto nicht zugelassen werden. Die gesamten Reparaturen sollen so ca. 800 NZ$ kosten. Mit dieser Info in der Hand habe ich dann nochmal mit dem Verkäufer gesprochen. Dieser hat sich dann dazu bereit erklärt die Reparaturen zu übernehmen, wenn ich 200$ mehr bezahle. Offizieller Preis für das Auto ist nun also 2050$. Dabei bleibt es allerdings nicht! Es kommen noch sämtliche Gebühren für die WOF, Registration, Versicherung, Service, usw. dazu. Ich reche momentan damit, dass ich im Endeffekt ca. 3000$ für das Auto ausgeben werde. Auch werde ich noch ein bisschen Campingzeugs kaufen, damit ich mir auch mal für ein paar Nächte die Übernachtung im Hostel sparen kann – das spart Geld!

Für den Anfang ist das jetzt schon einiges an Investition, aber ich denke mal, dass es sich im Endeffekt rechnen wird. Ausserdem ist das wirklich die einzige Art Neuseeland total frei und unverbindlich nach Lust und Lauen zu bereisen!

Eigentlich wollte ich ja schon Samstag direkt aus Auckland raus, aber durch die Reparaturen bin ich immer noch hier in Auckland gefangen und kann nicht weg. Voraussichtlich morgen früh wird es dann allerdings soweit sein und ich werde endlich abreisen!


Hier nochmal paar Fotos aus dem winterlichen Auckland: