Montag, 6. Juli 2009

Zurück in Deutschland!

So da nun schon wieder viel Zeit verstrichen ist und ich die gesamte Zeit zu faul war hier einen Eintrag zu schreiben möchte ich dies jetzt nachholen und den Blog damit offiziell schließen.
Ich bin nun schon fast einen Monat wieder zurück in Deutschland und passe mich wieder an die guten alten Strukturen an. Eigentlich bin ich ganz froh wieder hier zu sein. Klar war Neuseeland ein tolle Zeit, aber nach einem ganzen Jahr ist es schön wiederzurück zu sein und zu wissen was man an seiner Heimat hat. Neuseeland wäre aus mehreren Gründen nicht das Land wo ich mein ganzes Leben verbringen könnte...

Um nochmal die Zeit von meiner Tongareise bis jetzt zusammenzufassen hier ein kurzer Überblick:
Unser Tongaurlaub war sehr gut was das Segeln betrifft, jedoch auch sehr lehrreich, was die übrige Zeit betrifft. Wir hatten optimistischerweise zwei ganze Wochen Tongaurlaub gebucht, konnten uns jedoch nur drei Tage ein Segelboot leisten. Wir gingen davon aus die restlichen Tage mit anderen Aktivitäten füllen zu konnen, jedoch wussten wir noch nicht, dass es auf Tonga nichts anderes gibt ;-)
Wir waren so ziehmlich die einzigen Touristen auf der Vavau Inselgruppe und irgendwie kamen wir uns ziemlich verlassen vor....
Naja wie den auch sei, am Montag den 4. Mai flogen wir wieder zurück nach Neuseeland, wo schließlich Marcels und meine gemeinsame Reise endete. Wir trennten uns auf und Marcel blieb in Auckland um wieder zurück nach Deutschland zu fliegen, ich hingegen hatte noch einen Monat Aufenthalt in Taupo geplant. Mein Plan war es wärend diesen Monats noch eine Fallschirmausbildung zu machen, was - um es kurz zu halten - mir auch gute gelungen ist. Ich darf mich nun selbst aus Flugzeugen stürzen und dem Boden entgegen jagen. Einfach eine unglaublich tolle Sache!
Nach diesem Taupo Aufenthalt trat auch ich schließlich meine Rückreise am 5. Juni an. Nach weiteren 3 Tagen zwischen Flugzeug und Airport kam ich am Morgen des 7. Junis in Deutschland an und fand all die vertrauten Dinge vor, die mir zu dem Zeitpunkt allerdings schon irgendwie fremd erschienen.
Nach ein wenig Bahnfahrt stand ich schließlich in Goslar.

Nun bin ich schon wieder einen Monat zurück in Deutschland, wie schnell die Zeit doch vergeht!
Meine nächsten Pläne sehen folgendermaßen aus: Da die Lufthansa zur Zeit eine enorme Wartezeit von 16 Monaten auf die Einstellungstests aufweist, habe ich kurzerhand umgesattelt und werde im Oktober ein Maschinenbaustudium anfangen.

Soviel erstmal meinerseits, vielleicht werde ich zu anderen Themen wieder mal einen Blog schreiben, wenn sich was spannenden in meinem Leben ergibt und ich wieder ein wenig schreibmotivierter bin^^.
Ich bedanke mich bei allen Lesern dieses Blogs und hoffe dass dieser Blog auch trotz einiger größerer Wartezeiten zwischen den einzelnen Einträgen gut angekommen ist.

Viele Grüße und bis zum nächsten Blog! ^^

Donnerstag, 16. April 2009

Auf nach Tonga!

Einen schönen Gruß von Christchurch, der zweitgrößten Stadt Neuseelands. Hier ein kleiner Statusbericht...

Von Nelson ging es innerhalb von zwei Tagen direkt nach Christchurch. Hier wollten wir das Auto verkaufen, allerdings musste ich direkt nach unserer Ankunft leider feststellen, dass meine Preisvorstellung nicht zu halten war. Mir war nicht bewusst wie sehr die gesamte Situation mal wieder von der Saison Neuseelands abhängt. Das Problem ist, dass die Saison in Neuseeland vorbei ist und nun so ziemlich jeder Reisende das Land verlässt. Noch dazu verlassen die meisten das Land genau von Christchurch aus, wodurch hier ein totales Überangebot von Fahrzeugen vorhanden ist. Es gibt massig Campervans an jeder Ecke zu kaufen. Durch dieses Überangebot ist hier momentan kein Geld für Autos zu bekommen - gut für die paar Reisenden die genau jetzt ankommen, leider schlecht für mich und meine Finanzen. Ich musste also in den sauren Apfel beißen und mein Auto quasi verschenken :-(

Einen sehr positiven Aspekt hat die gesamte Sache allerdings dennoch. Ohne Auto muss man sich um weniger sorgen und ist frei für neue Aktivitäten. In unserem Fall heißt das, dass wir in zwei Tagen, am19. April, unsere Reise nach Tonga vortsetzen.
Das kleine Königreich Tonga besteht aus mehreren Inselgruppen und verspricht mit traumhaften Stränden und blauem Ozean echtes Südseefeeling. Ausserdem gilt Tonga als eines der besten Segelgebiete der Welt. Da wir unseren Segelschein nun in der Tasche haben fehlt uns nurnoch ein kleines Boot um um die Inseln herum zu schippern. Wir werden sehen ob alles gut geht!

Ich weiß nicht ob ich auf Tonga Internet haben werde, aber irgendwann werd ich mich bestimmt nochmal hier melden ;-)

Freitag, 3. April 2009

Jetzt ist es schon wieder mehr als einen Monat her seitdem ich hier den letzten Eintrag geschrieben habe - wie kann das sein?! ;-) Mal schauen ob ich die wichtigsten Ereignissse noch zusammen bekomme... Hier eine kurze Zusammenfassung...

Also von Dunedin ging es ein Stück die Ostküste hinauf bis nach Timaru. Dann schlugen wir wieder einen westlicheren Kurs ein und durchquerten das "MacKenzie Country" mit den imposanten Südalpen und dem Mount Cook im Hintergrund.
Nach zwei Tagen in dieser Gegend und einem kleinen Abstecher zum Mount Cook ging es wieder zurück nach Queenstown wo wir typischerweise mit Regen empfangen wurden. Drei Tage später ging es weiter zum nahe gelegenen Wanaka. Da das Wetter nicht zu schlecht war und wir die Gelegenheit nutzen wollten sprangen wir kurzerhand in ein Flugzeug und flogen zum Mount Cook. Um viele Fotos reicher reisten wir am nächsten Tag schon wieder weiter die Westküste hinauf zum Franz Joseph Glacier. Am nächsten Tag ging es dort für ein paar Stunden aufs Eis und den Tag darauf weiter die Westküste rauf. Die Westküste imponiert mit sehr viel Regen und dementsprechend atemberaubenden Regenwald und Wasserfällen.
Nächste Station war Nelson im Norden der Südinsel in der Tasman Bay wo wir uns auch momentan noch aufhalten.














Zahme Ente im MacKenzie Country





























Mount Cook














Lake Matheson (Mirror Lake) an der Westküste. Leider an diesem Tag ohne Spiegeleffekt.



















Ich auf dem kümmerlichen Rest des einst so riesigen Franz Joseph Glaciers.














Pancake Rocks an der Westküste.


Nelson:

Nelson liegt in der Tasman Bay im Norden der Südinsel und hat so ziemlich die meisten Sonnentage hier in Neuseeland. Seit unserer Ankunft in dieser Region vor drei Wochen gab es nicht einen wirklichen Regentag!
Allerdings war nicht die Sonne der Grund der uns nach Nelson trieb. Der wahre Grund war, dass wir einen Segelschein brauchten und hier in Nelson gibt es eine gute Segelschule. Wir meldeten uns für ein 5 tägiges Training ab dem 30. März an sodass wir nun gut zwei Wochen Zeit hatten die wir irgendwie totschlagen mussten. Wir entschieden uns daher zu einer nahe gelegenen Woofing Farm zu gehen, doch da die Besitzer grade dabei waren in Urlaub zu fahren verbrachten wir dort nur zwei Tage. Weiter ging es zur "Golden Bay", doch nach zwei weiteren Tagen Aufenthalt hatten wir auch dort alles gesehen. Also ging es weiter nach Picton. Hier wollten wir an einer Regatta teilnehmen um uns ein wenig auf unser Segeltraining vorzubereiten, doch das Rennen fand erst ein paar Tage später statt. Daher fuhren wir schließlich weiter nach Blenheim um Freunde zu besuchen. Dort verbrachten wir einige Tage und die Langeweile kam schließlich zu einem Höhepunkt als wir eines Tages nichts weiter machten als lange zu schlafen, essen zu kochen und auf den Abend zu warten! Es ist wirklich schwierig die Zeit totzuschlagen wenn man alle Orte gesehen hat und nur auf ein bestimmtes Ereignis wartet...
Irgendwie ging aber auch diese Zeit vorbei und schließlich fuhren wir wieder zurück nach Nelson um uns auf das Segeln vorzubereiten.

Das Segeltraining startete am 30. März und fand für 5 Tage auf See an Board einer Segelyacht statt. Wir segelten zum Abel Tasman National Park, zur Golden Bay und wieder zurück. Dabei brachte uns unser Skipper alle Tricks bei die man braucht um eine Segelyacht sicher zu steuern. Die Zeit ging bei all dem irgendwie viel zu schnell vorbei, keine Spur mehr von Langeweile.
Nun besitze ich meine "Day Skipper" Lizenz. Diese erlaubt es mir Segelyachten tagsüber als Skipper zu steuern...













Unsere Yacht und Segelschule im Hafen...


















...und hier in Action.













Abel Tasman, unser hauptsächliches Trainingsgebiet. Die Insel im Hintergrund war häufiges Übungsobjekt.


Was steht nun als nächstes an?
Wir werden morgen wieder aus Nelson aufbrechen und nach Blenheim fahren und uns von Freunden verabschieden. Dann geht es weiter nach Christchurch. In Christchurch werden wir dann versuchen das Auto so schnell wie möglich zu einem möglichst guten Preis zu verkaufen...

Ich werde dann sicherlich aus Christchurch das nächste mal berichten. ;-)

Montag, 2. März 2009

Milford Sound und Southland

So hier ein kurzer Zwischenbericht von unserer Reise.

Vor gut 1 1/2 Wochen aufgebrochen starteten wir unserer Reise von Queenstown aus zuerst ins Hinterland von Queenstown. Bei sehr zugezogenem und regnerischem Wetter ging es nach Glenorchy. Die Gegend ist bei gutem Wetter eigentlich wirklich schön, allerdings konnten wir davon nur einen Teil erleben, da sämtliche Berge ringsum durch Wolken verdeckt wurden.

Nach rund drei Tagen Glenorchy Erfahrung gings dann zurück und in einem Rutsch in einem großen Bogen nach Te Anau, dem Ausgangpunkt zur Reise zum so berühmten und immer empfohlenen Milford Sound.
Allein der Weg zum Milford Sound ist wirklich sehr schön, nur hatten wir immernoch mit zahlreichen Regenschauern und grauer Wolkendecke zu kämpfen. Schließlich, letzten Montag, sind wir in Milford Sound angekommen und hatten unsere Bootstour durch den Sound für den nächsten Tag gebucht. Und tatsächlich hatten wir wie geplant absolut tolles Wetter, strahlender Sonnenschein und blauer Himmel! Bei Durchschnittlich 220 Regentagen im Milford Sound pro Jahr kann man sich da schonmal freuen. Die Bootstour durch den Sound war schon sehr beeindruckend und genial, allerdings hatte ich mir ein wenig mehr vorgestellt. Es war alles in allem einfach viel kleiner als ich erwartet hatte. Trotzdem ein sehr eindrucksvolles Erlebnis.
Weiter ging es Richtung Süden und schließlich durch die "Catlins" immer auf der Suche nach tollen Stellen die es zu entdecken gibt. Nach rund 2 regnerischen Tagen dort und vielen weiteren Fotos erreichten wir Dunedin an der Ostküste. Hier werden wir morgen auch wieder aufbrechen und uns in einem großen Bogen wieder Richtung Queenstwon bewegen. Anschließend wird es dann die recht eindrucksvolle Westküste hinauf gehen...















Glenorchy Hinterland bei zugezogenem Wetter














Bachlauf auf dem eindrucksvollem Weg zum Milford Sound.














Aushängeschild des Milford Sounds: der mächtige "Mitre Peak"














Blick in den Fjord...















...und der größter Wasserfall des Sounds.




















"McLean Falls" in den Catlins















südlichster Punkt der Südinsel: "Slope Point"















Relaxing am "Tunnel Beach" bei Dunedin.



Soweit erstmal mein Bericht. Bei Gelegenheit gibts mehr ...

Mittwoch, 18. Februar 2009

Campingtour!

Okay jetzt kurz bevor wir zu unserer großen Campingtour aufbrechen hier nochmal kurz ein Eintrag.
Den Van habe ich glücklicherweise grade noch rechtzeitig diesen Morgen fertig stellen können. Nun ist dre Van mit einem extravaganten Bett und schönen selbst genähnten Vorhängen ausgestattet und fertig zum reisen.
Unsere Reiseziele stehen bis jetzt noch nicht fest, wir haben nur ganz grobe Vorstellungen von den Orten die wir unbedingt sehen wollen, alles andere kommt dann auf der Reise!

Hier nochmal ein paar Fotos vom restlichen Umbau des Vans:














In langwieriger Arbeit wurde ein aufweniger Bettunterbau konstruiert und fest im Holzboden festgedübelt.














Anschließend wurde die Bettebene konstruiert.














Da die Polsterei hier in Queenstown übelste Preise verlangte, entschloss ich mich kurzerhand den Job selbst zu erledigen. Schaumstoff aus Matratzen wurde mit Vinyl überzogen.













Hier das fertige Bett. Die Vorhänge fehlen zu diesem Zeitpunkt allerdings noch und wir haben nurnoch zwei Tage bis wir Queenstown verlassen.














Dank der Nähmaschine meines Flatmates konnte ich die Vorhänge selber nähen.














Heute Morgen wurden dann die restlichen Vorhänge fertig gestellt und der Van den gesamten Nachmitteg gesäubert und gepackt.














Nun ist alles im Van verstaut und Marcel und Ich sind fertig Queenstown zu verlassen. Nur ich schreibe grade noch diesen Blogeintrag den ich kurz fasse, um endlich von hier abzureisen.

Wir werden einfach mal ins Blaue hinein fahren und überall dort halten wo es uns gefällt.

Ich wünsche alles Gute!

Freitag, 30. Januar 2009

Wakeboarding

So hier mal ein kleiner Bericht was ich sonst noch so treibe, wenn ich grade mal zufällig nicht arbeite oder am Van schraube oder sonst mir die Zeit mit anderen Dingen vertreibe...
Letzten Sonntag war ich mit meinen Flatmates auf dem See und konnte mich in der Kunst des wakeboardens versuchen. Ich habe hier übrigens vier Flatmates (Teri und Evan und Nicole und Jörg) mit denen ich unter einem Dach lebe.
Das tolle ist, dass wir den See direkt vor unserer Haustür haben und mein Flatmate ein eigenes Boot hat, wofür man hier in Neuseeland übrigens keinerlei Führerschein benötigt. Da der See auch ruhig genug fürs wakeboarden war, haben wir also spontan entschlossen raus zu fahren.
Ich bin zwar noch nicht der Profi im wakeboarden, aber Spaß macht es trotzdem eine Menge! Hier ein paar Bilder...















Ich im Wasser mit angeschnalltem Wakeboard...














Zwar kann ich noch nicht all die Tricks die mein schweizer Kollege drauf hat,...




















...aber auf dem Board stehen klappt schon ganz gut.



















Und Spaß macht es offenbar auch! ;)




















Und unser Kapitän des Tages, Evan. Immer gut drauf der Junge...

Vielen Dank auch an Teri für die Fotos! Hast dich selbst aber vergessen zu fotografieren, Teri. Da müssen wir wohl nochmal mit dem Boot raus^^

Sonntag, 25. Januar 2009

Umbauarbeiten

Hallo nach Deutschland, muss wohl mal wieder was schreiben, damit mir die Leserschaft nicht untreu wird ;-)
Also wie einige von euch ja schon wissen bastel ich gerade an meinem Van. Ich baue den kompletten Innenraum zu einem Campermobil um - zumindest habe ich das vor.
Mein Van wurde in früheren Zeiten von einem Mahlerunternehmen genutzt was die vielen Farbspritzer und den leeren Innenraum erklärt. Als ich den Van am Anfang in Auckland gekauft habe, wahren noch alte vermoderte Matratzen und Bettzeug vom Backpacker vor mir drin. Ich habe dann recht schnell alles entsorgt und hatte eigentlich schon seit Anfang an vor den Van zu einem Campingvan umzurüsten.
Man sieht hier in Neuseeland so viele Campingvans ganz unterschiedlicher Preisklassen. Von superteuren all-inclusive Wohnmobilen über günstigere Budget Campingvans bis hin zu den Backpacker Vans, die man hier wohl mit Abstand am häufigsten sieht. Eines haben alle diese Vans gemeinsam: Man reist mit totaler Freiheit und schläft immer dort wo es einem gefällt. Man wird nicht von der Zeit gedrängt bis zum Abend das nächste Hostel zu erreichen.

Was ich schon Anfangs in Kerikeri geplant hatte und in Taupo leider noch nicht umsetzen konnte wird scheinbar nun hier in Queenstown realisiert. Das Problem ist wenn man ein Projekt wie dieses startet dann braucht man auch eine feste Wohnung um all die Materialien zu lagern und auch Platz um sich für die verschiedenen Arbeitsschritte auszubreiten.
Hier im Flat habe ich einen großen Raum nur für mich und habe auch sonst genügend Platz mich mit meinen Materialien auszubreiten. Da ich mich ausserdem auch bei der Arbeit für knapp 3 Monate verpflichtet habe, habe ich genügend Zeit eine solches Projekt auch fertig zu stellen - und auch wieder nicht, denn die meiste Zeit geht wegen meiner Arbeit ja wieder flöten.
Mir bleiben im Groben und Ganze zwei Tagen pro Woche an denen ich was am Auto basteln kann und natürlich die Abende, solange sich nichts anderes ansammelt was erledigt werden muss. Allerdings gibt es immer was zu erledigen und irgendwelche spontanen Aktivitäten, sodass im Endeffekt kaum mehr Zeit zum basteln übrig bleibt!
Zusätzlich dazu besteht das Problem, dass es hier in Neuseeland kaum gute Materialien gibt um Projekte wie dieses zu realisieren. Es gibt hier im knapp neuntausend Einwohner Städchen zwar rund 4 Baumärkte, aber die haben im Grunde alle das gleiche Sortiment, welches evtl. grade mal auf ein Viertel des Umfanges eines deutschen Baumarktes kommt und sich zudem eher auf den Bereich "Hausbau" konzentriert. Hier in Neuseeland werden Häuser ganz übel aus Baumarktmaterialien zusammengezimmert. Was solides gemauertes gibt es hier nicht.
Lange Rede kurzer Sinn: Ich finde kaum die Materialien die ich für den Umbau gebrauchen kann. Das Sperrholz für die Seiten musste ich über eine Tischlerei aus Übersee anschiffen lassen, bei sämtlichen Schrauben muss ich permanent Kompromisse eingehen und normale Winkel zum Beispiel gibt es gar nicht.
Noch dazu besteht das Problem, dass fast alle Läden hier um spätestens 5.30 Uhr schließen. Da ich meist bis um 5.00 arbeite erschwert das die Materialbeschaffung enorm!

Trotz all dem bin ich schon relativ weit gekommen mit dem Umbau. Allerdings kann ich nur hoffen, dass ich alles bis zum 15. Februar fertig habe, denn dann hauhen wir hier ab und gehen auf Campingtour!

Bilderserie:














Der Inneraum noch ganz am Anfang. Man sieht noch die hässlichen grauen Seitenteile.














Der Innenraum nach Beginn des Umbaus. Die Seitenteile wurden abmontiert, die Heckklappe (nicht im Bild) wurde bereits erneuert. Noch dazu hatte ich dank Silvester und Glasscherben auf der Strasse einen platten Reifen!














Lackierarbeiten in meinem derzeitigen Raum. Als neue Innenraumverkleidung kommt 6mm starkes Marinesperrholz zum Einsatz - überzogen mit einer dreifachen Schicht aus seidenmattem Lack.














Hier das rechte Seitenteil fertig zur Montage. Als Dämmung wird eine sauteure Dämmwolle aus Fibreglas verwendet. Leider das einzige Material was hier in Neuseeland zu bekommen ist.














Für den guten Ton beim reisen werden noch zwei neue Sony XPlod Rearspeaker eingesetzt. Damit hat mein Van nun ein neues Sony mp3 fähiges Radio und insgesamt vier neue Lautsprecher.














Der Inenraum nach fertig montierten Seitenteilen und installierten Lautsprechern.














Der Inneraum fertig gesäubert für den nächsten Arbeitsschritt.














Für bessere Geräuschdämmung wird eine Schaumstofflage als Basis für den neuen Boden zugeschnitten.














Hier wird das erste Sperrholzteil zugeschnitten. Leider bekommt man Sperrholz nicht in größeren Maßen. Daher muss ich eine Naht setzen die man aber später sowieso nicht warnehmen wird.














Aus zwei mach eins: Der Boden meines Vans besteht aus zwei Sperrholzteilen die mit Dübeln zusammengesetzt sind. Dübel bekommt man hier leider nur in einer einzigen Größe...














Hier der Boden fertig gedübelt und verklebt. Nach 24 Stunden Trockenzeit kanns weitergehen...














...mit dem verkleben des Teppichs. Diese ganze Kleberei hat mich ganz schön genervt, was nicht zuletzt auch an dem unverschämt teuren und herzlich schlecht klebenden Kontaktkleber liegt.














Aber auch der Klebstoff musste sich beugen und schließlich landete der komplette Boden im Fahrzeug.














Der Boden wurde dann schließlich mit Schlossschrauben mit dem Van verschraubt, sodass da nichts auch nur ansatzweise verrutschen kann. Alleine die Suche nach geeigneten Schlossschrauben ist hier in Neuseeland eine Odysse...


Jetzt kann man sich natürlich fragen: "Wozu das ganze?". Naja ich werde ein Bett oben drauf bauen und da ist es deutlich einfache einen Holzboden als Grundlage zu haben um das Bett zu befestigen. Ausserdem ist der Van dadurch um ein vielfaches leiser geworden und der nette Teppich verleiht eine gewisse Wohnlichkeit, auch wenn man ihn später kaum noch sehen wird.

Mittlerweile habe ich damit begonnen Teile für das Bett anzufertigen. Dazu werden ich dann demnächst berichten...

Donnerstag, 1. Januar 2009

Jahresrückblick

Ich wünsche allen Lesern ein ganz gutes und gesegnetes neues Jahr! Ich habe das letzte Jahr viel erlebt, das größte Highlight war natürlich der Anfang meiner Neuseelandreise.
Hier mal ein Rückblick im Schnelldurchlauf...

Alles begann mit dem Abschied am Goslarer Bahnhof am 9. Juni 2008 mittags. Rein in den Zug, schnell nach Frankfurt. Einchecken und direkt nach Singapur, zwei Stunden Aufenthalt und weiter nach Sydney. Dort umsteigen und weiter nach Auckland - angekommen! Mit drei Miteisenden erstmal umgeschaut...
Die ersten drei Tage Formalitäten in Auckland. Steuernummer, Konto, Handynummer. Auto gekauft und alleine weiter nach Kerikeri. Dort zwei Monate geblieben, auf der Mandarinen- und Kiwiplantage gearbeitet - durchschnittlicher Verdienst und viele Erfahrungen gesammelt. Weitergereist Richtung Süden - noch immer alleine. Schnell durch Auckland durch und weiter nach Mt. Maunganui. Auf dem Weg noch zwei Freunde aus Kerikeri besucht. In Mt. Maunganui ertse Flugstunde gehabt und nach drei Tagen weiter nach Whakatane. Hier die White Island besucht. Auf der Suche nach neuer Arbeit treibt es mich weiter nach Gisbourne, doch hier halte ich es nur einen Tag aus. Weiter zum EastCape, schlechtes Wetter, und wieder runter nach Taupo. Schnell ins populärste Hostel eingecheckt und die folgenden Tage nach Arbeit gesucht. Saison bietet kaum Arbeit, kann aber einen Job im Hostel als Cleaner ergattern, reduziere daher meine Lebenshaltungskosten enorm. Viele Freunde kennen gelernt und meine bisher beste Zeit gehabt! Taupo ist geil und daher wird hier auch Geld gelassen. Zwei Skydives, Rafting in Rotorua, zweimal Paintball. Nach 2 Monaten wieder weiter, aber in einer 7 Leute großen Gruppe. Gemeinsam zum Mt. Ruhapehu und dort zwei Tage Ski fahren. Ich und Jussi fahren weiter zu einer Farm und arbeiten dort für eine Woche - hammer Erlebnis! Weiter gehts nach Wellington. Dort wieder mit den anderen getroffen. Nach drei Tagen gehts auch für mich rüber zur Südinsel wo Timo schon auf mich wartet. Mit Timo zusammen nach Blenheim gereist und dort Ann-Kristin getroffen die mit mir zusammen angekommen ist. In einem geilen Haus gelebt und zwei Wochen auf einem Weinberg gearbeitet. Zweite Flugstunde gehabt. Ausserdem in Kaikoura Walewatching und Dolphinswimming gemacht. Weiter nach Nelson und Abel Tasman gemacht. Die Westküste runtergefahren und schließlich in Wanaka gelandet. Dort alle Pläne über den Haufen geworfen und weiter nach Queenstown. Hier Jussi wieder getroffen und Arbeit gefunden...

Zur Zeit noch immer hier und arbeitend auf Februar wartend...
Im Februar geht meine Reise dann mit Marcel aus Taupo weiter im hoffentlich noch rechtzeitig bis dahin umgebauten Van.

Ich wünsch alles Gute soweit und meld mich bestimmt falls was spannendes passiert. ;)

Samstag, 27. Dezember 2008

Weihnachten in Neuseeland - zum abgewöhnen...

So, und schon bin ich wieder zurück mit ein paar Bildern von Queenstown - hat doch nicht lange gedauert oder ;-)

Ich hoffe ihr habt alle ein schönes Weihnachtsfest gehabt und ordentlich gefeiert. Ich kann nicht wirklich behaupten ein Weihnachten gehabt zu haben. Hier kommt einfach wirklich keinerlei Weihnachtsfeeling auf. Wir haben Sommer, von Schnee keine Spur. Traditionelles Weihnachten scheint es hier irgendwie nicht zu geben. Im Radio meldet sich ein übelst nervender Santa Claus der einem alle 15 Minuten ein Weihnachtsrätsel andrehen möchte, die Werbung versucht einem zu versichern man bräuchte noch dies und das und falls man mal Weihnachtsschmuck sieht, dann übelst hässlicher Kitsch.
Weihnachten wird hier am 25. Dezember gefeiert und nicht Abends sondern morgens bei strahlendem Sonnenschein. Irgendwie alles ein wenig deprimierend find ich...
Wir haben uns abends am 24. an den Strand des Wakatipu gesetzt und die Atmosphäre genossen. Das war schön, aber hätte halt irgendein Tag sein können! Am 25. hatte ich einen Tag frei und habe am Auto gebastelt, am 26. stand ich schon wieder in der Küche des Restaurants, dem Alltag auf der Spur.

Nun ist mittlerweile schon wieder alles beim alten. Ich arbeite in dre Küche und bin irgendwie froh, dass bald das Jahr 2009 anbricht.
































Sonntag, 7. Dezember 2008

Queenstown

Hallo allerseits! Zeit für einen kleinen Zwischenbericht. Ich bin mittlerweile in Queenstown angekommen. Queenstown ist recht weit im Süden der Südinsel und gilt als absolute Party-und Touristenstadt. Hier kann man ohne Ende Geld ausgeben, allerdings je nach Saison auch recht gut arbeiten. Momentan steht die Sommersaison kurz bevor, weshalb viele Cafes und Restaurants ohne zu zögern Backpacker wie mich einstellen.
Hier in Queenstown haben Timo und ich unsere Reisegemeinschaft wieder beendet. Timo ist weiter nach Milford Sound gezogen und ich bin hier geblieben um erstmal etwas zu verschnaufen und zu arbeiten. Allerdings ist man wo man hier auch reist niemals alleine unterwegs. Überall trifft man bekannte Leute und ehemalige Reisegefährten.
Ich habe hier in Queenstown Jussi aus Taupo wiedergetroffen. Wir beide arbeiten hier in Queenstown und sind daher kurzerhand in einen Raum in einem wirklich sehr alten und morschen Haus gezogen. Das Gute daran ist, dass es günstiger ist als ein Hostel und wir für lange Zeit dort bleiben können. Der Nachteil an dem Haus ist allerdings, dass es ungelogen seit Jahren nicht mehr geputzt wurde und unsere Mitbewohner jeden Grund nutzen um des Nachts Partys zu veranstalten. Eine lästige Angelegenheit für arbeitende Bevölkerung wie unser einer!

Meine Arbeit hier habe ich recht simple bekommen. Eigentlich habe ich garnicht richtig gesucht. Ich hatte schon einen Job im nahe gelegenen und nicht so touristischen Wanaka. Als ich dann aber an einem Noticeboard in einem Internetcafe eine taufrischen Anzeige von jemandem sah, der Küchenkräfte suchte, habe ich dem Typen einfach ne SMS geschrieben. Promt hatte ich ne Antwort im Postfach mit der Bitte doch mal nen Lebenslauf zu schicken. Auch das hatte sich schnell erledigt und zwei Tage später sollte ich zum Vorstellungsgespräch ins Restaurant kommen. Mein Chef hatte nach eigener Aussage zwar noch 20 andere Bewerber, aber da ich ja schon aus Deutschland Küchenerfahrung mitbrachte und ich ausserdem einwilligte für einige Monate zu bleiben bekam ich den Job. Einfacher gehts schon fast nicht mehr! Nun fahre ich fünf Tage in der Woche immer morgens um 10 rund zum rund 20 Kilometer entfernten Restaurant und arbeite dort bis zum spätern Nachmittag oder Abend. Meine Arbeit besteht darin den Geschirrspühler zu bedienen und alle möglichen kleineren Arbeiten zu erledigen, die grade anfallen. Ich schätze ich werd das für zwei Monate aushalten und dann Queenstown verlassen, wir werden sehen...

Ansonsten kann ich nur noch festhalten, dass hier in Neuseeland wirklich absolut keinerlei Weihanchtsstimmung aufkommt, wie das in Europa der Fall ist. Alles was die hier in Neuseeland mit Weihnachten verbinden ist scheinbar, dass es ein paar mehr Sonderaktionen gibt und alles ein wenig mehr "busy" wird.

Ich halte hier weiter die Stellung und sende demnächst mal ein paar Bilder von Queenstown.

Samstag, 29. November 2008

Abel Tasman National Park

So da ist er nun, der lang ersehte Blogeintrag zum Abel Tasman National Park. Der Trip liegt zwar schon ca. 3 Wochen zurück, aber ich werde mal versuchen das so einigermaßen zu rekonstruieren.
Sobald man hier in Neuseeland ankommt findet man in so gut wie jedem Hostel Flyer zum Abel Tasman National Park. Der Abel Tasman National Park ist wohl einer der wichtigsten Nationalparks hier in Neuseeland (wenn nicht sogar der wichtigste). Man kommt eigentlich daher gar nicht drum herum den Abel Tasman zu besuchen - und warum auch! Der Abel Tasman ist wirklich absolut wunderschön!

Als Timo und ich in Nelson angekommen sind hatten wir die Qual der Wahl zwischen den wirklich zahlreichen Anbietern und Touren die diese zu bieten haben. Man kann den Abel Tasman entweder zu Fuss oder per Kajak erkunden, oder aber auch beides ganz geschickt kombinieren! Beides hat sicherlich Vor- und Nachteile, naja wir entschieden uns jedenfalls nach längerer Überlegung für eine zwei Tage lange Kajaktour. Dabei waren wir uns aber sicher auf jeden Fall eine geführte Kajaktour zu machen!
Noch von Nelson aus haben wir eine Company ausfindig gemacht die einem die Kajaks nach zweistündiger Einweisung komplett überlässt und noch unsere Hütte zur Übernachtung im Abel Tasman gebucht. Weiterhin haben wir sämtliches Kram zur Übernachtung und Nahrung in Form von Dosenravioli und Wasserkanistern besorgt und ganz wichtig!! ein Anti-Insekten Mittel! Im Abel Tasman scheinen nämlich die ganz besonders fiesen und hinterlistigen kleinen"Sand-Flies" in besonders konzentrierter Anzahl vertreten zu sein.

Nach der oben erwähnten Einweisung und dem Probepacken der Kajaks ging es dann endlich mit dem Wassertaxi bis ins Herz des Abel Tasmans. Diese Wasertaxis fahren hier tagsüber ständig die Küste ab nehmen Leute an Bord oder setzen diese ab - wie auch in unserem Fall. Mitsamt Kajak und Proviant wurden wir also am Strand zurückgelassen und konnten lospaddeln. Geplant war bis zum Abend das relativ nah gelegene Hutt zu erreichen, dort zu übernachten und dann am nächsten Tag die längere Strecke bis zurück nach Marahau zu paddeln.

Es ist eine wirklich total schöne Erfahrung gewesen einfach so in der Mitte des Nationalparks an der Küste entlang zu paddeln und die Natur zu geniessen. Wir hatten gutes Wetter, die Sonne knallte recht derbe und so kam einem das Wasser noch blauer und die Strände noch weisser vor. Ein paar Seehunde konnten wir dösend auf ein paar Felsen beobachten. Seevögel ziehen ihre Kreise über dem Wasser oder sitzen einfach nur gemütlich in den Bäumen des Urwaldes. Man paddelt vor sich hin, zieht an den idyllischen Stränden vorbei und geniesst es keinerlei Verkehr oder Stress zu haben! Nur ab und zu ein Wassertaxi, dass ein Motorengeräusch von sich gibt. Das ist einfach eine unbeschreiblich entspannende und tolle Sache!

Gegen Abend sind wir dann in der "Bark Bay" bei Ebbe angekommen, wo wir die Nacht verbringen wollten. Wir haben unser Kajak den, dank der Ebbe wirklich sehr langen, Strand hochgetragen, was uns durch zwei freundlich Finnen deutlich vereinfacht wurde. Dort angekommen haben wir uns mit unserem Campingkocher ein paar Dosen warm gemacht und das Treiben in der Bucht beobachtet. Als es dann so langsam dunkel wurde haben wir uns in das Hutt verzogen, wofür wir zuvor beim "Department of Conservation" je 30 Dollar gelassen hatten. Dafür bekamen wir eine simple Matratze auf einem Holzboden wo insgesamt 14 Matratzen dicht an dicht nebeneinander liegen. Nächstes mal werden wir uns wohl doch eher einen Zeltplatz reservieren für 12 Dollar pro Zelt. Aber trotz des unverschämten Preises hat man die Erfahrung einmal im Abel Tasman übernachtet zu haben und freut sich ausserdem umso mehr auf ein richtiges Bett ;)
Am nächsten Morgen ging es dann bei ankommender Flut und weniger gutem Wetter als am Vortag wieder weiter. Durch die Flut war es uns möglich in ein paar Lagunen hinein zu fahren - einfach total toll! Irgendwie scheint die Zeit hier still zu stehen. Einach nur Natur um einen herum und das plätschern des Wassers.

Je mehr wir dann weiter Richtung Marahau paddelten, desto voller wurde der Park. im unterem Teil des Parks sind scheinbar mehr Kajaker unterwegs, die nur für einen Tag über den Tasman paddeln. Dort waren die Strände dann zum Teil voll mit Booten und von Ruhe und Idylle war hier nicht mehr so viel zu sehen. Noch am frühen Nachmittag erreichten wir schließlich Marahau, wo wir die Kajaks wieder zurückgaben und dem Abel Tasman "goodbye" sagten!

Alles in allem ist der Abel Tasman wirklich nur total schön. Allerdings war ich froh, dass wir nicht zur Hauptsaison dort waren. Ich kann mir vorstellen, dass der Park dann total überfüllt ist und eine ganze Menge von seiner Schönheit einbüßen muss.