Montag, 6. Juli 2009

Zurück in Deutschland!

So da nun schon wieder viel Zeit verstrichen ist und ich die gesamte Zeit zu faul war hier einen Eintrag zu schreiben möchte ich dies jetzt nachholen und den Blog damit offiziell schließen.
Ich bin nun schon fast einen Monat wieder zurück in Deutschland und passe mich wieder an die guten alten Strukturen an. Eigentlich bin ich ganz froh wieder hier zu sein. Klar war Neuseeland ein tolle Zeit, aber nach einem ganzen Jahr ist es schön wiederzurück zu sein und zu wissen was man an seiner Heimat hat. Neuseeland wäre aus mehreren Gründen nicht das Land wo ich mein ganzes Leben verbringen könnte...

Um nochmal die Zeit von meiner Tongareise bis jetzt zusammenzufassen hier ein kurzer Überblick:
Unser Tongaurlaub war sehr gut was das Segeln betrifft, jedoch auch sehr lehrreich, was die übrige Zeit betrifft. Wir hatten optimistischerweise zwei ganze Wochen Tongaurlaub gebucht, konnten uns jedoch nur drei Tage ein Segelboot leisten. Wir gingen davon aus die restlichen Tage mit anderen Aktivitäten füllen zu konnen, jedoch wussten wir noch nicht, dass es auf Tonga nichts anderes gibt ;-)
Wir waren so ziehmlich die einzigen Touristen auf der Vavau Inselgruppe und irgendwie kamen wir uns ziemlich verlassen vor....
Naja wie den auch sei, am Montag den 4. Mai flogen wir wieder zurück nach Neuseeland, wo schließlich Marcels und meine gemeinsame Reise endete. Wir trennten uns auf und Marcel blieb in Auckland um wieder zurück nach Deutschland zu fliegen, ich hingegen hatte noch einen Monat Aufenthalt in Taupo geplant. Mein Plan war es wärend diesen Monats noch eine Fallschirmausbildung zu machen, was - um es kurz zu halten - mir auch gute gelungen ist. Ich darf mich nun selbst aus Flugzeugen stürzen und dem Boden entgegen jagen. Einfach eine unglaublich tolle Sache!
Nach diesem Taupo Aufenthalt trat auch ich schließlich meine Rückreise am 5. Juni an. Nach weiteren 3 Tagen zwischen Flugzeug und Airport kam ich am Morgen des 7. Junis in Deutschland an und fand all die vertrauten Dinge vor, die mir zu dem Zeitpunkt allerdings schon irgendwie fremd erschienen.
Nach ein wenig Bahnfahrt stand ich schließlich in Goslar.

Nun bin ich schon wieder einen Monat zurück in Deutschland, wie schnell die Zeit doch vergeht!
Meine nächsten Pläne sehen folgendermaßen aus: Da die Lufthansa zur Zeit eine enorme Wartezeit von 16 Monaten auf die Einstellungstests aufweist, habe ich kurzerhand umgesattelt und werde im Oktober ein Maschinenbaustudium anfangen.

Soviel erstmal meinerseits, vielleicht werde ich zu anderen Themen wieder mal einen Blog schreiben, wenn sich was spannenden in meinem Leben ergibt und ich wieder ein wenig schreibmotivierter bin^^.
Ich bedanke mich bei allen Lesern dieses Blogs und hoffe dass dieser Blog auch trotz einiger größerer Wartezeiten zwischen den einzelnen Einträgen gut angekommen ist.

Viele Grüße und bis zum nächsten Blog! ^^

Donnerstag, 16. April 2009

Auf nach Tonga!

Einen schönen Gruß von Christchurch, der zweitgrößten Stadt Neuseelands. Hier ein kleiner Statusbericht...

Von Nelson ging es innerhalb von zwei Tagen direkt nach Christchurch. Hier wollten wir das Auto verkaufen, allerdings musste ich direkt nach unserer Ankunft leider feststellen, dass meine Preisvorstellung nicht zu halten war. Mir war nicht bewusst wie sehr die gesamte Situation mal wieder von der Saison Neuseelands abhängt. Das Problem ist, dass die Saison in Neuseeland vorbei ist und nun so ziemlich jeder Reisende das Land verlässt. Noch dazu verlassen die meisten das Land genau von Christchurch aus, wodurch hier ein totales Überangebot von Fahrzeugen vorhanden ist. Es gibt massig Campervans an jeder Ecke zu kaufen. Durch dieses Überangebot ist hier momentan kein Geld für Autos zu bekommen - gut für die paar Reisenden die genau jetzt ankommen, leider schlecht für mich und meine Finanzen. Ich musste also in den sauren Apfel beißen und mein Auto quasi verschenken :-(

Einen sehr positiven Aspekt hat die gesamte Sache allerdings dennoch. Ohne Auto muss man sich um weniger sorgen und ist frei für neue Aktivitäten. In unserem Fall heißt das, dass wir in zwei Tagen, am19. April, unsere Reise nach Tonga vortsetzen.
Das kleine Königreich Tonga besteht aus mehreren Inselgruppen und verspricht mit traumhaften Stränden und blauem Ozean echtes Südseefeeling. Ausserdem gilt Tonga als eines der besten Segelgebiete der Welt. Da wir unseren Segelschein nun in der Tasche haben fehlt uns nurnoch ein kleines Boot um um die Inseln herum zu schippern. Wir werden sehen ob alles gut geht!

Ich weiß nicht ob ich auf Tonga Internet haben werde, aber irgendwann werd ich mich bestimmt nochmal hier melden ;-)

Freitag, 3. April 2009

Jetzt ist es schon wieder mehr als einen Monat her seitdem ich hier den letzten Eintrag geschrieben habe - wie kann das sein?! ;-) Mal schauen ob ich die wichtigsten Ereignissse noch zusammen bekomme... Hier eine kurze Zusammenfassung...

Also von Dunedin ging es ein Stück die Ostküste hinauf bis nach Timaru. Dann schlugen wir wieder einen westlicheren Kurs ein und durchquerten das "MacKenzie Country" mit den imposanten Südalpen und dem Mount Cook im Hintergrund.
Nach zwei Tagen in dieser Gegend und einem kleinen Abstecher zum Mount Cook ging es wieder zurück nach Queenstown wo wir typischerweise mit Regen empfangen wurden. Drei Tage später ging es weiter zum nahe gelegenen Wanaka. Da das Wetter nicht zu schlecht war und wir die Gelegenheit nutzen wollten sprangen wir kurzerhand in ein Flugzeug und flogen zum Mount Cook. Um viele Fotos reicher reisten wir am nächsten Tag schon wieder weiter die Westküste hinauf zum Franz Joseph Glacier. Am nächsten Tag ging es dort für ein paar Stunden aufs Eis und den Tag darauf weiter die Westküste rauf. Die Westküste imponiert mit sehr viel Regen und dementsprechend atemberaubenden Regenwald und Wasserfällen.
Nächste Station war Nelson im Norden der Südinsel in der Tasman Bay wo wir uns auch momentan noch aufhalten.














Zahme Ente im MacKenzie Country





























Mount Cook














Lake Matheson (Mirror Lake) an der Westküste. Leider an diesem Tag ohne Spiegeleffekt.



















Ich auf dem kümmerlichen Rest des einst so riesigen Franz Joseph Glaciers.














Pancake Rocks an der Westküste.


Nelson:

Nelson liegt in der Tasman Bay im Norden der Südinsel und hat so ziemlich die meisten Sonnentage hier in Neuseeland. Seit unserer Ankunft in dieser Region vor drei Wochen gab es nicht einen wirklichen Regentag!
Allerdings war nicht die Sonne der Grund der uns nach Nelson trieb. Der wahre Grund war, dass wir einen Segelschein brauchten und hier in Nelson gibt es eine gute Segelschule. Wir meldeten uns für ein 5 tägiges Training ab dem 30. März an sodass wir nun gut zwei Wochen Zeit hatten die wir irgendwie totschlagen mussten. Wir entschieden uns daher zu einer nahe gelegenen Woofing Farm zu gehen, doch da die Besitzer grade dabei waren in Urlaub zu fahren verbrachten wir dort nur zwei Tage. Weiter ging es zur "Golden Bay", doch nach zwei weiteren Tagen Aufenthalt hatten wir auch dort alles gesehen. Also ging es weiter nach Picton. Hier wollten wir an einer Regatta teilnehmen um uns ein wenig auf unser Segeltraining vorzubereiten, doch das Rennen fand erst ein paar Tage später statt. Daher fuhren wir schließlich weiter nach Blenheim um Freunde zu besuchen. Dort verbrachten wir einige Tage und die Langeweile kam schließlich zu einem Höhepunkt als wir eines Tages nichts weiter machten als lange zu schlafen, essen zu kochen und auf den Abend zu warten! Es ist wirklich schwierig die Zeit totzuschlagen wenn man alle Orte gesehen hat und nur auf ein bestimmtes Ereignis wartet...
Irgendwie ging aber auch diese Zeit vorbei und schließlich fuhren wir wieder zurück nach Nelson um uns auf das Segeln vorzubereiten.

Das Segeltraining startete am 30. März und fand für 5 Tage auf See an Board einer Segelyacht statt. Wir segelten zum Abel Tasman National Park, zur Golden Bay und wieder zurück. Dabei brachte uns unser Skipper alle Tricks bei die man braucht um eine Segelyacht sicher zu steuern. Die Zeit ging bei all dem irgendwie viel zu schnell vorbei, keine Spur mehr von Langeweile.
Nun besitze ich meine "Day Skipper" Lizenz. Diese erlaubt es mir Segelyachten tagsüber als Skipper zu steuern...













Unsere Yacht und Segelschule im Hafen...


















...und hier in Action.













Abel Tasman, unser hauptsächliches Trainingsgebiet. Die Insel im Hintergrund war häufiges Übungsobjekt.


Was steht nun als nächstes an?
Wir werden morgen wieder aus Nelson aufbrechen und nach Blenheim fahren und uns von Freunden verabschieden. Dann geht es weiter nach Christchurch. In Christchurch werden wir dann versuchen das Auto so schnell wie möglich zu einem möglichst guten Preis zu verkaufen...

Ich werde dann sicherlich aus Christchurch das nächste mal berichten. ;-)

Montag, 2. März 2009

Milford Sound und Southland

So hier ein kurzer Zwischenbericht von unserer Reise.

Vor gut 1 1/2 Wochen aufgebrochen starteten wir unserer Reise von Queenstown aus zuerst ins Hinterland von Queenstown. Bei sehr zugezogenem und regnerischem Wetter ging es nach Glenorchy. Die Gegend ist bei gutem Wetter eigentlich wirklich schön, allerdings konnten wir davon nur einen Teil erleben, da sämtliche Berge ringsum durch Wolken verdeckt wurden.

Nach rund drei Tagen Glenorchy Erfahrung gings dann zurück und in einem Rutsch in einem großen Bogen nach Te Anau, dem Ausgangpunkt zur Reise zum so berühmten und immer empfohlenen Milford Sound.
Allein der Weg zum Milford Sound ist wirklich sehr schön, nur hatten wir immernoch mit zahlreichen Regenschauern und grauer Wolkendecke zu kämpfen. Schließlich, letzten Montag, sind wir in Milford Sound angekommen und hatten unsere Bootstour durch den Sound für den nächsten Tag gebucht. Und tatsächlich hatten wir wie geplant absolut tolles Wetter, strahlender Sonnenschein und blauer Himmel! Bei Durchschnittlich 220 Regentagen im Milford Sound pro Jahr kann man sich da schonmal freuen. Die Bootstour durch den Sound war schon sehr beeindruckend und genial, allerdings hatte ich mir ein wenig mehr vorgestellt. Es war alles in allem einfach viel kleiner als ich erwartet hatte. Trotzdem ein sehr eindrucksvolles Erlebnis.
Weiter ging es Richtung Süden und schließlich durch die "Catlins" immer auf der Suche nach tollen Stellen die es zu entdecken gibt. Nach rund 2 regnerischen Tagen dort und vielen weiteren Fotos erreichten wir Dunedin an der Ostküste. Hier werden wir morgen auch wieder aufbrechen und uns in einem großen Bogen wieder Richtung Queenstwon bewegen. Anschließend wird es dann die recht eindrucksvolle Westküste hinauf gehen...















Glenorchy Hinterland bei zugezogenem Wetter














Bachlauf auf dem eindrucksvollem Weg zum Milford Sound.














Aushängeschild des Milford Sounds: der mächtige "Mitre Peak"














Blick in den Fjord...















...und der größter Wasserfall des Sounds.




















"McLean Falls" in den Catlins















südlichster Punkt der Südinsel: "Slope Point"















Relaxing am "Tunnel Beach" bei Dunedin.



Soweit erstmal mein Bericht. Bei Gelegenheit gibts mehr ...

Mittwoch, 18. Februar 2009

Campingtour!

Okay jetzt kurz bevor wir zu unserer großen Campingtour aufbrechen hier nochmal kurz ein Eintrag.
Den Van habe ich glücklicherweise grade noch rechtzeitig diesen Morgen fertig stellen können. Nun ist dre Van mit einem extravaganten Bett und schönen selbst genähnten Vorhängen ausgestattet und fertig zum reisen.
Unsere Reiseziele stehen bis jetzt noch nicht fest, wir haben nur ganz grobe Vorstellungen von den Orten die wir unbedingt sehen wollen, alles andere kommt dann auf der Reise!

Hier nochmal ein paar Fotos vom restlichen Umbau des Vans:














In langwieriger Arbeit wurde ein aufweniger Bettunterbau konstruiert und fest im Holzboden festgedübelt.














Anschließend wurde die Bettebene konstruiert.














Da die Polsterei hier in Queenstown übelste Preise verlangte, entschloss ich mich kurzerhand den Job selbst zu erledigen. Schaumstoff aus Matratzen wurde mit Vinyl überzogen.













Hier das fertige Bett. Die Vorhänge fehlen zu diesem Zeitpunkt allerdings noch und wir haben nurnoch zwei Tage bis wir Queenstown verlassen.














Dank der Nähmaschine meines Flatmates konnte ich die Vorhänge selber nähen.














Heute Morgen wurden dann die restlichen Vorhänge fertig gestellt und der Van den gesamten Nachmitteg gesäubert und gepackt.














Nun ist alles im Van verstaut und Marcel und Ich sind fertig Queenstown zu verlassen. Nur ich schreibe grade noch diesen Blogeintrag den ich kurz fasse, um endlich von hier abzureisen.

Wir werden einfach mal ins Blaue hinein fahren und überall dort halten wo es uns gefällt.

Ich wünsche alles Gute!

Freitag, 30. Januar 2009

Wakeboarding

So hier mal ein kleiner Bericht was ich sonst noch so treibe, wenn ich grade mal zufällig nicht arbeite oder am Van schraube oder sonst mir die Zeit mit anderen Dingen vertreibe...
Letzten Sonntag war ich mit meinen Flatmates auf dem See und konnte mich in der Kunst des wakeboardens versuchen. Ich habe hier übrigens vier Flatmates (Teri und Evan und Nicole und Jörg) mit denen ich unter einem Dach lebe.
Das tolle ist, dass wir den See direkt vor unserer Haustür haben und mein Flatmate ein eigenes Boot hat, wofür man hier in Neuseeland übrigens keinerlei Führerschein benötigt. Da der See auch ruhig genug fürs wakeboarden war, haben wir also spontan entschlossen raus zu fahren.
Ich bin zwar noch nicht der Profi im wakeboarden, aber Spaß macht es trotzdem eine Menge! Hier ein paar Bilder...















Ich im Wasser mit angeschnalltem Wakeboard...














Zwar kann ich noch nicht all die Tricks die mein schweizer Kollege drauf hat,...




















...aber auf dem Board stehen klappt schon ganz gut.



















Und Spaß macht es offenbar auch! ;)




















Und unser Kapitän des Tages, Evan. Immer gut drauf der Junge...

Vielen Dank auch an Teri für die Fotos! Hast dich selbst aber vergessen zu fotografieren, Teri. Da müssen wir wohl nochmal mit dem Boot raus^^

Sonntag, 25. Januar 2009

Umbauarbeiten

Hallo nach Deutschland, muss wohl mal wieder was schreiben, damit mir die Leserschaft nicht untreu wird ;-)
Also wie einige von euch ja schon wissen bastel ich gerade an meinem Van. Ich baue den kompletten Innenraum zu einem Campermobil um - zumindest habe ich das vor.
Mein Van wurde in früheren Zeiten von einem Mahlerunternehmen genutzt was die vielen Farbspritzer und den leeren Innenraum erklärt. Als ich den Van am Anfang in Auckland gekauft habe, wahren noch alte vermoderte Matratzen und Bettzeug vom Backpacker vor mir drin. Ich habe dann recht schnell alles entsorgt und hatte eigentlich schon seit Anfang an vor den Van zu einem Campingvan umzurüsten.
Man sieht hier in Neuseeland so viele Campingvans ganz unterschiedlicher Preisklassen. Von superteuren all-inclusive Wohnmobilen über günstigere Budget Campingvans bis hin zu den Backpacker Vans, die man hier wohl mit Abstand am häufigsten sieht. Eines haben alle diese Vans gemeinsam: Man reist mit totaler Freiheit und schläft immer dort wo es einem gefällt. Man wird nicht von der Zeit gedrängt bis zum Abend das nächste Hostel zu erreichen.

Was ich schon Anfangs in Kerikeri geplant hatte und in Taupo leider noch nicht umsetzen konnte wird scheinbar nun hier in Queenstown realisiert. Das Problem ist wenn man ein Projekt wie dieses startet dann braucht man auch eine feste Wohnung um all die Materialien zu lagern und auch Platz um sich für die verschiedenen Arbeitsschritte auszubreiten.
Hier im Flat habe ich einen großen Raum nur für mich und habe auch sonst genügend Platz mich mit meinen Materialien auszubreiten. Da ich mich ausserdem auch bei der Arbeit für knapp 3 Monate verpflichtet habe, habe ich genügend Zeit eine solches Projekt auch fertig zu stellen - und auch wieder nicht, denn die meiste Zeit geht wegen meiner Arbeit ja wieder flöten.
Mir bleiben im Groben und Ganze zwei Tagen pro Woche an denen ich was am Auto basteln kann und natürlich die Abende, solange sich nichts anderes ansammelt was erledigt werden muss. Allerdings gibt es immer was zu erledigen und irgendwelche spontanen Aktivitäten, sodass im Endeffekt kaum mehr Zeit zum basteln übrig bleibt!
Zusätzlich dazu besteht das Problem, dass es hier in Neuseeland kaum gute Materialien gibt um Projekte wie dieses zu realisieren. Es gibt hier im knapp neuntausend Einwohner Städchen zwar rund 4 Baumärkte, aber die haben im Grunde alle das gleiche Sortiment, welches evtl. grade mal auf ein Viertel des Umfanges eines deutschen Baumarktes kommt und sich zudem eher auf den Bereich "Hausbau" konzentriert. Hier in Neuseeland werden Häuser ganz übel aus Baumarktmaterialien zusammengezimmert. Was solides gemauertes gibt es hier nicht.
Lange Rede kurzer Sinn: Ich finde kaum die Materialien die ich für den Umbau gebrauchen kann. Das Sperrholz für die Seiten musste ich über eine Tischlerei aus Übersee anschiffen lassen, bei sämtlichen Schrauben muss ich permanent Kompromisse eingehen und normale Winkel zum Beispiel gibt es gar nicht.
Noch dazu besteht das Problem, dass fast alle Läden hier um spätestens 5.30 Uhr schließen. Da ich meist bis um 5.00 arbeite erschwert das die Materialbeschaffung enorm!

Trotz all dem bin ich schon relativ weit gekommen mit dem Umbau. Allerdings kann ich nur hoffen, dass ich alles bis zum 15. Februar fertig habe, denn dann hauhen wir hier ab und gehen auf Campingtour!

Bilderserie:














Der Inneraum noch ganz am Anfang. Man sieht noch die hässlichen grauen Seitenteile.














Der Innenraum nach Beginn des Umbaus. Die Seitenteile wurden abmontiert, die Heckklappe (nicht im Bild) wurde bereits erneuert. Noch dazu hatte ich dank Silvester und Glasscherben auf der Strasse einen platten Reifen!














Lackierarbeiten in meinem derzeitigen Raum. Als neue Innenraumverkleidung kommt 6mm starkes Marinesperrholz zum Einsatz - überzogen mit einer dreifachen Schicht aus seidenmattem Lack.














Hier das rechte Seitenteil fertig zur Montage. Als Dämmung wird eine sauteure Dämmwolle aus Fibreglas verwendet. Leider das einzige Material was hier in Neuseeland zu bekommen ist.














Für den guten Ton beim reisen werden noch zwei neue Sony XPlod Rearspeaker eingesetzt. Damit hat mein Van nun ein neues Sony mp3 fähiges Radio und insgesamt vier neue Lautsprecher.














Der Inenraum nach fertig montierten Seitenteilen und installierten Lautsprechern.














Der Inneraum fertig gesäubert für den nächsten Arbeitsschritt.














Für bessere Geräuschdämmung wird eine Schaumstofflage als Basis für den neuen Boden zugeschnitten.














Hier wird das erste Sperrholzteil zugeschnitten. Leider bekommt man Sperrholz nicht in größeren Maßen. Daher muss ich eine Naht setzen die man aber später sowieso nicht warnehmen wird.














Aus zwei mach eins: Der Boden meines Vans besteht aus zwei Sperrholzteilen die mit Dübeln zusammengesetzt sind. Dübel bekommt man hier leider nur in einer einzigen Größe...














Hier der Boden fertig gedübelt und verklebt. Nach 24 Stunden Trockenzeit kanns weitergehen...














...mit dem verkleben des Teppichs. Diese ganze Kleberei hat mich ganz schön genervt, was nicht zuletzt auch an dem unverschämt teuren und herzlich schlecht klebenden Kontaktkleber liegt.














Aber auch der Klebstoff musste sich beugen und schließlich landete der komplette Boden im Fahrzeug.














Der Boden wurde dann schließlich mit Schlossschrauben mit dem Van verschraubt, sodass da nichts auch nur ansatzweise verrutschen kann. Alleine die Suche nach geeigneten Schlossschrauben ist hier in Neuseeland eine Odysse...


Jetzt kann man sich natürlich fragen: "Wozu das ganze?". Naja ich werde ein Bett oben drauf bauen und da ist es deutlich einfache einen Holzboden als Grundlage zu haben um das Bett zu befestigen. Ausserdem ist der Van dadurch um ein vielfaches leiser geworden und der nette Teppich verleiht eine gewisse Wohnlichkeit, auch wenn man ihn später kaum noch sehen wird.

Mittlerweile habe ich damit begonnen Teile für das Bett anzufertigen. Dazu werden ich dann demnächst berichten...

Donnerstag, 1. Januar 2009

Jahresrückblick

Ich wünsche allen Lesern ein ganz gutes und gesegnetes neues Jahr! Ich habe das letzte Jahr viel erlebt, das größte Highlight war natürlich der Anfang meiner Neuseelandreise.
Hier mal ein Rückblick im Schnelldurchlauf...

Alles begann mit dem Abschied am Goslarer Bahnhof am 9. Juni 2008 mittags. Rein in den Zug, schnell nach Frankfurt. Einchecken und direkt nach Singapur, zwei Stunden Aufenthalt und weiter nach Sydney. Dort umsteigen und weiter nach Auckland - angekommen! Mit drei Miteisenden erstmal umgeschaut...
Die ersten drei Tage Formalitäten in Auckland. Steuernummer, Konto, Handynummer. Auto gekauft und alleine weiter nach Kerikeri. Dort zwei Monate geblieben, auf der Mandarinen- und Kiwiplantage gearbeitet - durchschnittlicher Verdienst und viele Erfahrungen gesammelt. Weitergereist Richtung Süden - noch immer alleine. Schnell durch Auckland durch und weiter nach Mt. Maunganui. Auf dem Weg noch zwei Freunde aus Kerikeri besucht. In Mt. Maunganui ertse Flugstunde gehabt und nach drei Tagen weiter nach Whakatane. Hier die White Island besucht. Auf der Suche nach neuer Arbeit treibt es mich weiter nach Gisbourne, doch hier halte ich es nur einen Tag aus. Weiter zum EastCape, schlechtes Wetter, und wieder runter nach Taupo. Schnell ins populärste Hostel eingecheckt und die folgenden Tage nach Arbeit gesucht. Saison bietet kaum Arbeit, kann aber einen Job im Hostel als Cleaner ergattern, reduziere daher meine Lebenshaltungskosten enorm. Viele Freunde kennen gelernt und meine bisher beste Zeit gehabt! Taupo ist geil und daher wird hier auch Geld gelassen. Zwei Skydives, Rafting in Rotorua, zweimal Paintball. Nach 2 Monaten wieder weiter, aber in einer 7 Leute großen Gruppe. Gemeinsam zum Mt. Ruhapehu und dort zwei Tage Ski fahren. Ich und Jussi fahren weiter zu einer Farm und arbeiten dort für eine Woche - hammer Erlebnis! Weiter gehts nach Wellington. Dort wieder mit den anderen getroffen. Nach drei Tagen gehts auch für mich rüber zur Südinsel wo Timo schon auf mich wartet. Mit Timo zusammen nach Blenheim gereist und dort Ann-Kristin getroffen die mit mir zusammen angekommen ist. In einem geilen Haus gelebt und zwei Wochen auf einem Weinberg gearbeitet. Zweite Flugstunde gehabt. Ausserdem in Kaikoura Walewatching und Dolphinswimming gemacht. Weiter nach Nelson und Abel Tasman gemacht. Die Westküste runtergefahren und schließlich in Wanaka gelandet. Dort alle Pläne über den Haufen geworfen und weiter nach Queenstown. Hier Jussi wieder getroffen und Arbeit gefunden...

Zur Zeit noch immer hier und arbeitend auf Februar wartend...
Im Februar geht meine Reise dann mit Marcel aus Taupo weiter im hoffentlich noch rechtzeitig bis dahin umgebauten Van.

Ich wünsch alles Gute soweit und meld mich bestimmt falls was spannendes passiert. ;)

Samstag, 27. Dezember 2008

Weihnachten in Neuseeland - zum abgewöhnen...

So, und schon bin ich wieder zurück mit ein paar Bildern von Queenstown - hat doch nicht lange gedauert oder ;-)

Ich hoffe ihr habt alle ein schönes Weihnachtsfest gehabt und ordentlich gefeiert. Ich kann nicht wirklich behaupten ein Weihnachten gehabt zu haben. Hier kommt einfach wirklich keinerlei Weihnachtsfeeling auf. Wir haben Sommer, von Schnee keine Spur. Traditionelles Weihnachten scheint es hier irgendwie nicht zu geben. Im Radio meldet sich ein übelst nervender Santa Claus der einem alle 15 Minuten ein Weihnachtsrätsel andrehen möchte, die Werbung versucht einem zu versichern man bräuchte noch dies und das und falls man mal Weihnachtsschmuck sieht, dann übelst hässlicher Kitsch.
Weihnachten wird hier am 25. Dezember gefeiert und nicht Abends sondern morgens bei strahlendem Sonnenschein. Irgendwie alles ein wenig deprimierend find ich...
Wir haben uns abends am 24. an den Strand des Wakatipu gesetzt und die Atmosphäre genossen. Das war schön, aber hätte halt irgendein Tag sein können! Am 25. hatte ich einen Tag frei und habe am Auto gebastelt, am 26. stand ich schon wieder in der Küche des Restaurants, dem Alltag auf der Spur.

Nun ist mittlerweile schon wieder alles beim alten. Ich arbeite in dre Küche und bin irgendwie froh, dass bald das Jahr 2009 anbricht.
































Sonntag, 7. Dezember 2008

Queenstown

Hallo allerseits! Zeit für einen kleinen Zwischenbericht. Ich bin mittlerweile in Queenstown angekommen. Queenstown ist recht weit im Süden der Südinsel und gilt als absolute Party-und Touristenstadt. Hier kann man ohne Ende Geld ausgeben, allerdings je nach Saison auch recht gut arbeiten. Momentan steht die Sommersaison kurz bevor, weshalb viele Cafes und Restaurants ohne zu zögern Backpacker wie mich einstellen.
Hier in Queenstown haben Timo und ich unsere Reisegemeinschaft wieder beendet. Timo ist weiter nach Milford Sound gezogen und ich bin hier geblieben um erstmal etwas zu verschnaufen und zu arbeiten. Allerdings ist man wo man hier auch reist niemals alleine unterwegs. Überall trifft man bekannte Leute und ehemalige Reisegefährten.
Ich habe hier in Queenstown Jussi aus Taupo wiedergetroffen. Wir beide arbeiten hier in Queenstown und sind daher kurzerhand in einen Raum in einem wirklich sehr alten und morschen Haus gezogen. Das Gute daran ist, dass es günstiger ist als ein Hostel und wir für lange Zeit dort bleiben können. Der Nachteil an dem Haus ist allerdings, dass es ungelogen seit Jahren nicht mehr geputzt wurde und unsere Mitbewohner jeden Grund nutzen um des Nachts Partys zu veranstalten. Eine lästige Angelegenheit für arbeitende Bevölkerung wie unser einer!

Meine Arbeit hier habe ich recht simple bekommen. Eigentlich habe ich garnicht richtig gesucht. Ich hatte schon einen Job im nahe gelegenen und nicht so touristischen Wanaka. Als ich dann aber an einem Noticeboard in einem Internetcafe eine taufrischen Anzeige von jemandem sah, der Küchenkräfte suchte, habe ich dem Typen einfach ne SMS geschrieben. Promt hatte ich ne Antwort im Postfach mit der Bitte doch mal nen Lebenslauf zu schicken. Auch das hatte sich schnell erledigt und zwei Tage später sollte ich zum Vorstellungsgespräch ins Restaurant kommen. Mein Chef hatte nach eigener Aussage zwar noch 20 andere Bewerber, aber da ich ja schon aus Deutschland Küchenerfahrung mitbrachte und ich ausserdem einwilligte für einige Monate zu bleiben bekam ich den Job. Einfacher gehts schon fast nicht mehr! Nun fahre ich fünf Tage in der Woche immer morgens um 10 rund zum rund 20 Kilometer entfernten Restaurant und arbeite dort bis zum spätern Nachmittag oder Abend. Meine Arbeit besteht darin den Geschirrspühler zu bedienen und alle möglichen kleineren Arbeiten zu erledigen, die grade anfallen. Ich schätze ich werd das für zwei Monate aushalten und dann Queenstown verlassen, wir werden sehen...

Ansonsten kann ich nur noch festhalten, dass hier in Neuseeland wirklich absolut keinerlei Weihanchtsstimmung aufkommt, wie das in Europa der Fall ist. Alles was die hier in Neuseeland mit Weihnachten verbinden ist scheinbar, dass es ein paar mehr Sonderaktionen gibt und alles ein wenig mehr "busy" wird.

Ich halte hier weiter die Stellung und sende demnächst mal ein paar Bilder von Queenstown.

Samstag, 29. November 2008

Abel Tasman National Park

So da ist er nun, der lang ersehte Blogeintrag zum Abel Tasman National Park. Der Trip liegt zwar schon ca. 3 Wochen zurück, aber ich werde mal versuchen das so einigermaßen zu rekonstruieren.
Sobald man hier in Neuseeland ankommt findet man in so gut wie jedem Hostel Flyer zum Abel Tasman National Park. Der Abel Tasman National Park ist wohl einer der wichtigsten Nationalparks hier in Neuseeland (wenn nicht sogar der wichtigste). Man kommt eigentlich daher gar nicht drum herum den Abel Tasman zu besuchen - und warum auch! Der Abel Tasman ist wirklich absolut wunderschön!

Als Timo und ich in Nelson angekommen sind hatten wir die Qual der Wahl zwischen den wirklich zahlreichen Anbietern und Touren die diese zu bieten haben. Man kann den Abel Tasman entweder zu Fuss oder per Kajak erkunden, oder aber auch beides ganz geschickt kombinieren! Beides hat sicherlich Vor- und Nachteile, naja wir entschieden uns jedenfalls nach längerer Überlegung für eine zwei Tage lange Kajaktour. Dabei waren wir uns aber sicher auf jeden Fall eine geführte Kajaktour zu machen!
Noch von Nelson aus haben wir eine Company ausfindig gemacht die einem die Kajaks nach zweistündiger Einweisung komplett überlässt und noch unsere Hütte zur Übernachtung im Abel Tasman gebucht. Weiterhin haben wir sämtliches Kram zur Übernachtung und Nahrung in Form von Dosenravioli und Wasserkanistern besorgt und ganz wichtig!! ein Anti-Insekten Mittel! Im Abel Tasman scheinen nämlich die ganz besonders fiesen und hinterlistigen kleinen"Sand-Flies" in besonders konzentrierter Anzahl vertreten zu sein.

Nach der oben erwähnten Einweisung und dem Probepacken der Kajaks ging es dann endlich mit dem Wassertaxi bis ins Herz des Abel Tasmans. Diese Wasertaxis fahren hier tagsüber ständig die Küste ab nehmen Leute an Bord oder setzen diese ab - wie auch in unserem Fall. Mitsamt Kajak und Proviant wurden wir also am Strand zurückgelassen und konnten lospaddeln. Geplant war bis zum Abend das relativ nah gelegene Hutt zu erreichen, dort zu übernachten und dann am nächsten Tag die längere Strecke bis zurück nach Marahau zu paddeln.

Es ist eine wirklich total schöne Erfahrung gewesen einfach so in der Mitte des Nationalparks an der Küste entlang zu paddeln und die Natur zu geniessen. Wir hatten gutes Wetter, die Sonne knallte recht derbe und so kam einem das Wasser noch blauer und die Strände noch weisser vor. Ein paar Seehunde konnten wir dösend auf ein paar Felsen beobachten. Seevögel ziehen ihre Kreise über dem Wasser oder sitzen einfach nur gemütlich in den Bäumen des Urwaldes. Man paddelt vor sich hin, zieht an den idyllischen Stränden vorbei und geniesst es keinerlei Verkehr oder Stress zu haben! Nur ab und zu ein Wassertaxi, dass ein Motorengeräusch von sich gibt. Das ist einfach eine unbeschreiblich entspannende und tolle Sache!

Gegen Abend sind wir dann in der "Bark Bay" bei Ebbe angekommen, wo wir die Nacht verbringen wollten. Wir haben unser Kajak den, dank der Ebbe wirklich sehr langen, Strand hochgetragen, was uns durch zwei freundlich Finnen deutlich vereinfacht wurde. Dort angekommen haben wir uns mit unserem Campingkocher ein paar Dosen warm gemacht und das Treiben in der Bucht beobachtet. Als es dann so langsam dunkel wurde haben wir uns in das Hutt verzogen, wofür wir zuvor beim "Department of Conservation" je 30 Dollar gelassen hatten. Dafür bekamen wir eine simple Matratze auf einem Holzboden wo insgesamt 14 Matratzen dicht an dicht nebeneinander liegen. Nächstes mal werden wir uns wohl doch eher einen Zeltplatz reservieren für 12 Dollar pro Zelt. Aber trotz des unverschämten Preises hat man die Erfahrung einmal im Abel Tasman übernachtet zu haben und freut sich ausserdem umso mehr auf ein richtiges Bett ;)
Am nächsten Morgen ging es dann bei ankommender Flut und weniger gutem Wetter als am Vortag wieder weiter. Durch die Flut war es uns möglich in ein paar Lagunen hinein zu fahren - einfach total toll! Irgendwie scheint die Zeit hier still zu stehen. Einach nur Natur um einen herum und das plätschern des Wassers.

Je mehr wir dann weiter Richtung Marahau paddelten, desto voller wurde der Park. im unterem Teil des Parks sind scheinbar mehr Kajaker unterwegs, die nur für einen Tag über den Tasman paddeln. Dort waren die Strände dann zum Teil voll mit Booten und von Ruhe und Idylle war hier nicht mehr so viel zu sehen. Noch am frühen Nachmittag erreichten wir schließlich Marahau, wo wir die Kajaks wieder zurückgaben und dem Abel Tasman "goodbye" sagten!

Alles in allem ist der Abel Tasman wirklich nur total schön. Allerdings war ich froh, dass wir nicht zur Hauptsaison dort waren. Ich kann mir vorstellen, dass der Park dann total überfüllt ist und eine ganze Menge von seiner Schönheit einbüßen muss.







Dienstag, 25. November 2008

Back in Action

Hallo, da bin ich wieder mit einem kurzen Zwischenbericht. Vielleicht hat es der ein oder andere von euch mitbekommen: Mein Blog wurde dreisterweise seitens Google gesperrt!

Ich habe nicht schlecht geguckt, als ich letzten Freitag einen neuen Blogeintrag schreiben wollte und plötzlich feststellen musste, dass dies nicht möglich war. Stattdessen tat sich in meinem Blogmenü eine rote Schrift auf, dass mein Blog aufgrund möglicher Verstösse gegen die Nutzungsbedingungen gesperrt wurde und innerhalb von 20 Tagen gelöscht wird. Da ich mir keines Vergehens bewusst war habe ich kurzerhand eine Entsperrung des Blogs beantragt und bekam daraufhin folgende Nachricht: Der Blog sei mittels eines automatischen Robots als Spamblog eigestuft worden und daraufhin gesperrt worden. Ausserdem sei man sich bewusst, dass die Technik des Robots sehr ungenau ist und man entschuldige sich für mögliche Fehleinstufungen.

Nun wurde mein Blog anscheinend von einem Mitarbeiter von Google besucht, begutachtet und als ungefährlich eingestuft. Jedenfalls kann ich wieder Einträge schreiben, worüber ich sehr froh bin. Ich hoffe Google setzt in nächster Zeit nicht wieder einen Robot auf meinen kleinen Blog an.

Sonntag, 9. November 2008

Blenheim - und was sonst noch so geschah...

Hallo allerseits! Nach meiner Ankunft in Picton habe ich mich mit Timo getroffen und wir sind direkt am nächsten Tag nach Blenheim weitergefahren. Blenheim liegt in einem breiten sehr flachen Bereich im Norden der Südinsel. Hier wird in erster Linie Wein angebaut. Riesige Plantagen soweit das Auge reicht. Ansonsten ist Blenheim sehr langweilig!
Eigentlich wollten wir daher Blenheim auch gleich am nächsten Tag wieder verlassen, aber dann kam alles etwas anders.
Ann-Kristin, die mit mir zusammen in Auckland angekommen ist, ist schon etwas länger hier in Blenheim und lebt mit Oxana zusammen in einem Mietshaus. Als wir dann nach Blenheim kamen bot Ann-Kristin uns an auch in dem Haus zu pennen und hatte auch gleich eine Kontaktnummer eines Arbeitsgebers für uns parat. Kontakt zahlen sich echt aus, grade als backpacker. Vielen Dank ;-)
Eigentlich waren wir in Gedanken schon wieder einen Ort weiter, doch wir entschieden uns das Haus zumindest mal anzuschauen. Das Haus war dann so toll und eine willkommene Abwechslung zu den Hostels, dass wir entschieden für zwei Wochen in Blenheim zu bleiben und zu arbeiten. Wir haben also am Abend unserer Ankunft in Blenheim noch die Vermieterin und den Arbeitgeber der Vineyard kontaktiert und Nägel mit Köpfen gemacht.
Am nächsten Tag gings los mit der Arbeit auf dem Vineyard, welche wird von Anfang an nicht mochten. Für das darauf folgende Wochenende war allerdings Kaikoura geplant, was ein super Erlebnis war!

Kaikoura ist ein kleiner Ort an der Ostküste der Südinsel. Die Besonderheit hierbei ist, dass direkt vor der Küste Kaikouras ein Tiefseegraben verläuft. Daher hat man hier die besondere Chance Wale und Delfine zu beobachten.
Wir hatten beides für das Wochenende vor und es war ein super Erlebnis. Während wir den Wal "nur" vom Boot aus beobachten und fotografieren konnten, konnten wir die Delfine auch direkt im Wasser per Taucherbrille und Schnorchel beobachten. Unser Skipper entdeckte einen ca.100-150 Tiere großen "Dusky Dolphin" Schwarm. Das sind total verspielte Tiere und es war ein absolut tolles Erlebnis zu den Delfinen ins Wasser zu springen und diese Tiere direkt neben sich schwimmen zu sehen. Delfine sind so neugierig, dass sie ankommen und zum greifen nah um einen herum schwimmen. Vom Boot aus konnten wir dann noch Fotos von den akrobatischen Künsten der Delfine machen. Hier habe ich mich dann aber tierisch geärgert, dass ich nicht eine bessere Kamera und mehr "Know-How" dabei hatte ;-) Viele Fotos sind einfach nur verschwommen, sodass mir nur die Erinnerungen bleiben :-(

Mittlerweile arbeiten wir nicht mehr auf der Vineyard und sind mehr damit beschäftigt das nächste Event zu planen. Am Mittwoch werden Timo und ich zum Abel Tasman National Park aufbrechen. Geplant ist eine ausgiebige Kajaktour.

Ich meld mich wieder bei Gelegenheit, cheers!

Samstag, 25. Oktober 2008

Südinsel ich komme!

Seit Freitag bin ich nun schon in Wellington. Nach dem Farmerlebnis ist das mal wieder eine richtige Stadt. Allerdings ist mir das ganze hier schon wieder zu groß. Mich hält hier irgendwie nichts. Das "Hobbiton", welches ich hier erkunden wollte, hat sich als "nicht vorhanden" herausgestellt. Die haben das ganze nicht hier in Wellington sondern südlich vom grausigen Auckland installiert. Ich war so sicher dass das hier in Wellington war, wo kommen denn eigentlich diese ganzen Fehlinformationen her?

Naja jedenfalls habe ich jetzt eine Fähre rüber zur Südinsel gebucht. Die Fähre geht Montag früh um 8 Uhr und wird mich und meinen kleinen schnuckeligen Mitsubishi Van direkt bis nach Picton im Norden der Südinsel bringen. Dort wartet dann vorraussichtlich schon Timo darauf ein bisschen mitgenommen zu werden. Pläne kann man aber kaum machen, daher wart ich mal lieber ab, bis ich auf der Südinsel angekommen bin.

Freitag, 24. Oktober 2008

Blue Duck Lodge

Noch in Taupo beschlossen Jussi (aus Finnland) und ich für eine Woche auf eine Farm in der Mitte des Whanganui Nationalparks zu gehen. Eine Woche auf der Farm war definitiv zu wenig! - für mich jedenfalls. Trotzdem konnten wir sehr viele Dinge erleben, welche ich jetzt mal kurz wiedergeben werde...

Die Farm ist eine Schaffarm welche nebenbei auch noch als Gästelodge betrieben wird und in ein Conservationproject zum Schutze der "Blue Ducks" involviert ist. Ausserdem kümmert sich der Owner auch noch um die Aufbereitung der zahlreichen Wanderwege und "historischen" Gebäude in der Region.

Am erste Tag fing es gleich schonmal mit der ersten Herausforderung an. Wir haben einige Hundert Ratten -und Possumfallen gecheckt. Das sah so aus, dass wir in drei Teams zu je zwei Leuten mit Quads durch die Gegend gebrettert sind und ca. alle 100 Meter bei einer Falle angehalten haben um diese zu checken und ggf. wieder neu zu spannen. Dort kam man dann gerne mal mit 2 Wochen alten, toten, stinkenden Ratten in Berührung - was einen auch nicht um bringt. Das Farmland besteht aus felsigen, steilen Hügeln und kleinen Bergen, welche man wirklich nur per Quadbike befahren kann. Da kommt es dann auch schon mal vor, dass man oben auf einem Hügel auf einen ca. 5 Meter breiten Pfad per Quadbike lang donnert, während auf beiden Seiten der Hügel fast senkrecht 50 Meter abfällt.

Eine weitere Herrausforderung war das sog. "docking". Dabei werden alle Schafe zunächst zusammengetrieben und in einem Paddock zwischenplatziert. Dann werden Lämmer und ausgewachsene Schafe getrennt. Anschließend werden alle Lämmer markiert, bekommen eine Spritze und der Schwanz wird abgeschnitten. Männliche Lämmer werden ausserdem noch kastriert. Dabei kommt man zur Genüge mit dem Kot und Blut dieser lämmerlichen Tiere in Berührung. Eine super Erfahrung, die einen nur stärker macht. Mir hats daher gefallen, dem Finnen eher nicht so...

Ausserdem haben wir auch noch bei der Renovierung eines neuen Wohnhauses mitgeholfen, einen neuen Zaun gebaut und alle möglichen anderen Arbeiten um Haus und Hof erledigt.

Trotz all der Arbeit kam der Spaß sicherlich nicht zu kurz. Erstmal hat man sowieso schon während der Arbeit Spaß und da die Kiwis ja alles sehr gelassen angehen, wird auch nicht grade im Akkord gearbeitet.
Nach der Arbeit sind wir mehrfach auf Ziegenjagd gegangen. Auf der Farm wurde ein neues Baumprojekt gestartet und da die Ziegen die ganzen Sprößlinge fressen, werden diese einfach kurzerhand abgeknallt. Diese Ziegen sind sowieso eher wild und unerwünscht. Auch Hasen werden gerne als Zielscheibe genutzt. Sobald mal ein Reh oder Wildschwein über den Weg läuft, wird auch dieses zum eigenen Verzehr geschossen.
Auch ich kam in den Genuss die Durchschlagkraft des Gewehrs zu testen und schoss einen Hasen und eine Ziege.
Als weitere Aktivität auf der Farm gab es das Tontauben schießen. Insgesamt kam ich fünfmal dazu mit der Schrotflint auf die fliegenden Teller zu schießen. Ich muss hier noch erwähnen, dass ich nach der ersten Runde keine Tontauben mehr verfehlt habe, was den Farmer sehr beeindruckte, der mich kurzerhand als Maschine bezeichnete.
Nebenbei konnte man sich immer eine Wurfaxt greifen und sich damit ein wenig die Zeit vertreiben. Das werfen der Wurfaxt funktioniert deutlich einfacher als das eines Wurfmessers.

Als ein Highlight konnte ich hier auf der Farm das erste mal mein erworbenes Kajak auf einen Fluss testen. Die Rapids hier im Retaruke river waren nicht so besinders schwer, aber dennoch richtig spaßig und so war es mir möglich erst Erfahrungen im "White Water" zu machen.

Alles in allem hat mir der Farmaufenthalt sehr viel Spaß gemacht und ich bin um Erfahrungen reicher. Leider habe ich kaum Fotos von der Farm, ein paar konnte ich allerdings doch machen.

Für alle die noch mehr über die Blue Duck Lodge wissen wollen gibts hier ein kleines Youtube Video: click hier











Dienstag, 14. Oktober 2008

Skiing...

So nun ist wieder einige Zeit vergangen und es wird Zeit, dass ich die letzten zwei Wochen mal nachbearbeite und hier berichte.
Wie ich ja schon im letztem Blogeintrag erwähnt hatte, habe ich Taupo nun nach fast 9 Wochen wieder verlassen. Montag vor zwei Wochen bin ich mit meinen 6 Cleaningkollegen (Sarah, Nicky, Timo, Marcel, Jussi und Jessica) aus meinem alten Hostel von Taupo aufgebrochen und habe mich auf den Weg zum Mt.Ruhapehu gemacht. Ziel war der kleine Ort Ohakune am südlichen Hang des Ruhapehu. Hier wollte ich mich ganz der Kunst des Skifahrens widmen...
Gleich am nächsten Morgen ging es mit unserem ausgeliehenen Equipment hinauf zu der Piste. Ich hatte keine Ahnung auf was ich mich da eigentlich eingelassen hatte, ich war allerdings fest entschlossen keinen Anfänger Skikurs zu belegen, der mich nur weitere wertvolle Dollars gekostet hätte. Also hab ich mir die Bretter untergeschnallt und schon gings ab in den Lift, zusammen mit Timo und Marcel, welche mir anboten das Skifahren in einem Crashkurs beizubringen. Oben angekommen war mir ja schon ein wenig mulmig zumute, aber dank meiner Intruktoren wusste ich zumindest, was ich ungefähr zu tun hatte. Immer schön am Hang entlang kurven und wenn ich zu schnell werde dann halt den Hang wieder hinauf fahren. Ich versuchte das ganze zwar, kam allerdings doch recht schnell aus der Kontrolle und schon fand ich mich im nächsten Moment nicht auf den Skiern wieder, sondern schlitterte stattdessen auf dem ganzen Körper den Hang hinunter. Doch das konnte mich ja nicht davon abhalten mir die Skier wieder anzuschnallen und weiter mein Glück zu versuchen.
Nach einigen Stürzen und vielen Guten Ratschlägen von Timo und Marcel gelang es mir das Ski fahren dann schon etwas besser. Zwar wurde der Spaß immer wieder durch ein paar Stürze unterbrochen und so elegant sah das sicherlich auch noch nicht aus, aber ich hatte eine Menge Spaß und war froh das Geld für einen Anfängerkurs gespart zu haben. Auch probierte ich immer mehr Pisten aus und verbesserte mich weiter, bis um 16.00 Uhr die Lifte schlossen.
Auch den nächsten Tag nutzten wir wieder komplett zum Skifahren aus. Ich konnte mich weiter verbessern und denke, dass ich mal öfter die Berge in Europa nutzen soltle um Ski zu fahren. Es hat einfach eine Menge Spaß gemacht!






























































"Safety first". Timo und Marcel brachten mir das Skifahren mittels eines 10 Minuten "Crashkurs" bei.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Skydiving - und ich willl mehr...

Ja jetzt ist es soweit! Ich bin infiziert und weiß nicht, ob ich damit wieder aufhören kann. Alles fängt so harmlos an, aber wenn man das einmal gemacht hat, dann kommt man davon nicht wieder los!

Da ich ja Taupo am Montag verlasse, musste ich den Skydive also noch davor absolvieren. Nach zwei Tagen Aufschub war das Wetter endlich wieder gut genug um skydiven zu gehen.
Gestern war es dann soweit. Um 13.00 Uhr wurde ich zusammen mit Sarah und Nicky (zwei meiner Cleaningkollegen) vom Hostel abgeholt und direkt zum Airport kutschiert. Dort angekommen bekamen wir unsere Ausrüstung. Eine kurze Einweisung wie man sich zu verhalten hat folgte. Dann gings los, und zwar mit dem Flugzeug. Das Ziel waren 15.000ft - das sind ca. 5000 Meter. Dort angekommen beginnt der ganze Spaß und ist nach ca. 8 Minuten auch schon wieder vorbei.

Das Skydiving was man hier als normaler Reisender machen kann ist das "Tandemskydiving". Dabei springt man mit einem erfahrenen Instructor hinter sich todesmutig aus maximal 15.000ft Höhe aus einem Flugzeug. Man verlässt sich nur auf die Tatsache, dass sich im Rucksack des Instructors ein Fallschirm befindet, der hoffentlich bei 5000ft Höhe aufgehen wird ;-).

Bei 15.000ft angekommen wurde die Seitentür des Flugzeugs geöffnet und ich habe mich zusammen mit meinem Instructor zu eben dieser Tür hin "geschoben", und dann darüber hinaus.
Sobald man aus dem Flugzeug raus ist erfährt man eine unglaublich schnelle Beschleunigung bis man ca. 200km/h erreicht. Das ist der absolute Adrenalinrush! Man sieht den Lake Taupo und die Landschaft ganz winzig unter sich. Eine super tolle Aussicht, die man allerdings kaum auf einmal geniessen kann, denn alles geht wahnsinnig schnell! Nach ca. 60 Sekunden ist der freie Fall vorbei und der Instructor öffnet den Fallschirm. Dann noch ein paar Minuten Aussicht genießen und schon ist man wieder unten auf der Erde. Ein Hammer Erlebnis!

Nach dem ersten Sprung war ich irgendwie infiziert. Jedenfalls glaube ich das, denn anders kann ich mir den zweiten Sprung nicht erklären.
Heute morgen bei der Cleaningpause endschied ich mich dann zu dem zweiten Sprung. Sehr spontan, aber ich habe es nicht bereut. Eigentlich wollte ja nur Sarah einen zweiten Sprung machen, da sie so begeistert war. Ich sagte: "Wenn du springst, spring ich auch nochmal", und schon waren wir eingebucht ;). Auch Marcel ist noch mitgekommen...
Diesmal haben wir eine andere Company gewählt. Wieder der gleiche Spaß aus 15.000ft. Diesmal war allerdings das Wetter etwas besser. Bei wärmeren Temperaturen und mehr Sonne habe ich also meinen zweiten Sprung gemacht. Und wieder ein unbeschreiblich großer Spaß. Diesmal hatte ich auch die Chance den Fallschirm ein wenig selbst zu steuern. Zu schade nur, dass so ein Skydive immer so schnell vorbei ist! Das war so einfach und ich würde gerne mehr davon haben!

Ich habe mich vorsorglich schonmal ein wenig informiert. So eine Skydivelizenz hier in Neuseeland kostet zwischen 3000-4000NZ$ und kann bei guten Wetterverhältnissen innerhalb von 3 Wochen absolviert werden. Hier in Taupo gibt es neben den beiden von mir getesteten Skydive Unternehmen auch noch eine dritte Company, die auch die Lizenz anbietet. Ein Schelm wer böses dabei denkt ;-)...

Hier noch ein paar Bilder meines zweiten Sprungs. Neben mir und meinem Instructor ist auch noch Taupo und der riesige Lake Taupo zu erkennen:





















































Solltet ihr mal irgendwann die Chance bekommen einen Skydive zu machen, dann nutzt diese Chance! Das muss man einfach mal erlebt haben! Ausreden gibt es eigentlich keine, und wer nach Neuseeland geht kommt sowieso nicht drum herum! ;-)

Dienstag, 7. Oktober 2008

What comes next?

Ja nun wird es Zeit sich mal Gedanken darüber zu machen, was ich als nächstes machen werde hier in Aotearoa. Ich bin nun schon fast seit 6 Wochen hier in Taupo und es wird Zeit wieder aufzubrechen. Der Aufbruch ist für nächsten Montag geplant, aber man weiß hier nie...
Wenn alles gut geht werde ich zusammen mit den anderen Cleanern hier in Hostel zum Ski fahren zum Mt. Ruhapehu aubrechen. Geplant sind ein oder zwei Tage. Danach werde ich mit einem Backpacker aus Finnland für mindestens eine Woche auf eine Farm in der Mitte des Wanganui Nationalparks gehen. Das ist momentan die Planung, aber die kann sich hier immer ändern.

Noch habe ich allerdings etwas sehr wichtiges vor hier in Taupo. Ich werde irgendwann die nächsten Tage einen Skydive machen. Eigentlich sollte dieser schon gestern stattfinden, mangels gutem Wetter wurde das allerdings nichts. Skydives hier in Taupo sind deutlich billiger als auf der Südinsel und daher sollte man sich diese Chance nicht entgehen lassen. Bilder und mehr Infos folgen sobald ich den Skydive hinter mir habe ;-)

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Wasser und Berge

Hallo allerseits,

ist schon wieder lange her, dass ich hier was gepostet habe. Naja die letzen Wochen und Tage habe ich einige erlebt, sodass es sich wieder lohnt was zu schreiben ;-).
Hier in Neuseeland ist momentan der Frühling komplett angekommen. Sonnen- und Regentage wechseln sich hier momentan ab.

Letzten Freitag waren wir Raften. Im nahe gelegenen Rotorua, ca. 1 Stude entfernt, gibt es den Kaituna River, der sich wunderbar zum Rafting eignet. Morgens war alles noch ganz normal. Um 9 Uhr aufstehen, frühstücken und anschließend ab 10 Uhr cleanen im Hostel. Bei der sog. "smoko"(eine 30 minütige Pause) haben wir dann überlegt, was wir machen können. Nach kurzer Überlegung war klar, dass wir raften gehen. Nach dem cleanen also schnell was gegessen und dann nach Rotorua gefahren. Dort angekommen kurz gewartet und dann gings los. Erstmal bekahmen wir Neoprenanzüge, Rettungswesten und Helm und dann gings zu den Instruktionen. nach einer kurzen Einweisung wie man sich zu verhalten hat gings dann los. Sechs unerfahrene Cleaner und ein Instruktor im Heck des Bootes. Der Instruktor war recht lässig gestrickt, hatte Spaß an der Sache und steuerte das Boot anfangs scheinbar komplett alleine, da sämtliche Anweisungen wegen der Umgebungsgeräusche untergingen und z.T. wegen Unkenntnis falsch umgesetzt wurden.
Die raftingstrecke war jedenfalls der Hammer und beinhaltete de höchsten kommerziell raftbaren Wasserfall. Einfach ein Hammer Erlebnis, dass man mal gemacht haben muss, wenn man hier in Neuseeland ist!

Paar Tage später bin ich ich einen Kajakshop gegangen, in dem ich schon am ersten Tag in Taupo nach einem Kajak gefragt hatte. Diesmal jedoch mit der Ansicht ein Kajak zu kaufen. Das Kajak was ich schon damals gesehen hatte war immernoch dar und schwups war es gekauft und auf meinem ebenfalls neu erworbenen Dachgepäckträger festgeschnürt. Nun besitze ich ein eigenes Kajak.


Gestern sind wir mal zu den nahe gelegenen Bergen gefaren und haben uns dort ein wenig umgeschaut, Fotos gemacht und Landschaft bestaunt. Einfach eine unbeschreiblich schöne Natur. Ich kann es kaum erwarten auf die Südinsel zu wechseln und dort noch mehr Berge zu bawundern und auf meinen digitalen Fotosensor zu bannen.

Mittwoch, 17. September 2008

Impressionen

So da bin ich wieder. Da ich momentan allerdings zu faul bin einen längeren Eintrag zu schreiben, stelle ich nur mal ein paar Bilder in den Blog. Bilder sagen ja bekanntlich sowieso mehr als alle Worte.

Hier ein Blick auf den Lake Taupo. Das Wasser hier ist wunderbar klar, blau und voll mit Forellen:














Der "Waikato River" Neben im Bild sieht man noch eine Absprungstelle für Bungy-Jumper:














Der berümtestes Wasserfall Neuseelands, die "Huka Falls":














Ich auf einem Berg nahe Taupo (der exakte Name ist mir grade entfallen):



















Und Taupo ber Nacht:

Montag, 8. September 2008

Noch immer kein Job

So nun sitz ich grade wieder einmal im Internetcafe und wollt mal berichten was ich so grade mache.
Ich habe mich mittlerwile in Taupo ganz gut eingelebt. Zwar habe ich noch immer keinen richtigen Job gefunden, aber immerhin muss ich für meine Unterkunft nichts mehr bezahlen. Ich lebe hier zur Zeit in einem ganz netten Hostel, welches hier in Taupo sehr populär ist. Hier habe ich seit einer Woche einen cleaningjob. Das heißt ich putze jeden Tag um 10 Uhr für ca. zwei Stunden und bekomme im Gegenzug freie Untekunft. Ausserdem habe ich noch weitere Vorteile wie z.B. freie Benutzung der Wäscherei, billigeres Internet und weitere Vergünstigungen. Dadurch habe ich meine Lebenshaltungskosten stark reduzieren können, allerdings brauch ich immernoch Geld für Nahrung und all die Aktivitäten die wir hier machen.
Vorgestern waren wir z.B. Paintball spielen. Das macht irre Spaß, verschlingt aber leider auch gleich das wöchentliche Nahrungsbudget. Folglich versuche ich mich weiterhin nach einem Job umzuschauen. Doch wirklich sorgen brauch ich mir nicht machen, dazu hat man hier einfach zu viel Spaß!

Freitag, 29. August 2008

Travelling to Taupo!

Am Montag den 18. bin ich endlich aus Kerikeri aufgebrochen. Ich wollte weiterreisen und mal was von Neuseeland sehen. Hier eine kleine Zusammenfassung:

Von Kerikeri aus hab ich mich hinters Steuer meines kleinen, roten Vans geklemmt und bin Richtung Süden losgefahren. Das Ziel für diesen Tag war Mt.Manganui. Nach einen ganzen Tag auf den Strassen Neuseeland habe ich abends im Hostel eingecheckt. Ich bin insgesamt drei Tage in Mt.Manganui geblieben und habe einige Aktivitäten gemacht. Ich bin ein Motorflugzeug geflogen, habe in einem Jetsimulator mein Können unter Beweis gestellt, habe den Mount bewandert und die Strände genossen.

Nach den drei Tagen bin ich weiter gezogen nach Whakatane in der Bay of Plenty. Hier habe ich zwei Tage in einem Hostel verbracht und habe eine Tour zur „White Island“ gemacht. Das ist der enzige aktive Seevulkan in Neuseeland und die Tour war echt gigantisch!
Danach bin ich zur Ostküste nach Gisborne gefahren, habe eine Nacht dort verbracht. Weil mir Gisborne allerdings nicht so gefalen hat, bin ich am Sonntag dann aufgebrochen und bin zuerst hoch zum „East Cape“ gefahren und dann in einem Rutsch runter nach Taupo. Nach diesem langen Ritt habe ich hier im Hostel in Taupo eingecheckt, wo ich nun schon seit ca. einer Woche lebe.
Ich habe in der letzten Woche nach einem Job hier gesucht, doch leider gibt es hier in Taupo nahezu nichts. Ich möchte allerdings nicht weg, da mir die Stadt hier sehr gefällt mit dem See und den Bergen im Hintergrund. Ich werde hier hoffentlich doch noch was finden und länger bleiben.





Sonntag, 17. August 2008

Goodbye Kerikeri!

Diesen Montag ist es endlich soweit. Ich verlasse Kerikeri und mache mich langsam auf den Weg in den Süden. Meine nächste Sation ist Mt. Manganui in der „Bay of Plenty“.
Nach ca. 8 Wochen in Kerikeri habe ich erstmal genug vom Norden Neuseelands. Ich habe hier meine ersten Jobs gehabt, viele neue Menschen kennen gelernt und viel Spaß gehabt. Ich habe Mandarinenbäume geprunt und Kiwiäste zurechtgebunden. Ich habe die Nordspitze Neuseelands gesehen, konnte einen Rest des noch verbliebenen Regenwaldes von Neuseeland bewundern und habe zahlreiche wunderschöne Strände besucht. Ich habe mich in schwefelhaltigen „Hot-Pools“ entspannt, bin riesige Sanddünen auf einen Sandboard hinabgesurft, habe in der „Bay of Islands gefischt“, habe viele Eindrücke gesammelt und zahlreiche Erfahrungen gemacht.
Ich habe ein wenig Geld sparen können um noch mehr Aktivitäten machen zu können.
Morgen ist es soweit und ich werde gegen Abend in einem neuen Hostel einchecken, neue Menschen treffen und hoffentlich auch einen Reisegefährten finden, denn das spart ernorm Kosten und es macht zudem noch viel mehr Spaß zu zweit zu reisen! Auch möchte ich mir ein eigenes Kajak kaufen. Ich bin gespannt was auf mich zukommt und was mich erwartet...

Donnerstag, 7. August 2008

Fishing in der Bay of Islands

Zusammen mit drei Freunden, mit denen ich auch das Mandarinenpruning bestritten habe, bin ich am Montag zum fischen in die Bay of Islands gefahren. Mit einem kleinen Boot und mit Angelruten ausgestattet ging es von Pahia aus hinaus in die Bay of Islands. Der Trip dauerte rund 4 Stunden und kostete uns je 100$. Es hat sich allerdings wirklich gelohnt. Dank der Erfahrung des Skippers und der Erfindung des Echolots konnten wir einige Fische an Land, oder eher an Bord des Schiffes ziehen. Unzählige weitere, Fische hatten wir zwar am Haken, mussten wir allerdings wegen der gesetzlichen Bestimmungen und der leider zu geringen Größe der Fische wieder zurück ins kühle Nass abtauchen lassen.

Das Fischen in der Bay of Islands war eine Abschlussaktion nach vollendetem Mandarinenpruning. Nach knapp 6 Wochen ist das Mandarinenpruning endlich vorbei, was bedeutet, dass die Prunergemeinschaft sich hiermit auflöst. Es war trotz der Strapazen am Anfang eine sehr spaßige Zeit! Mittlerweile sind meine Pruningkollegen alle abgereist, nur ich bin noch hier in Kerikeri. Ich bin zu der Fraktion der Kiwipruner gewechselt um noch ein paar Dollar mehr zu sparen. Bis nächsten Freitag verbringe ich die Werktage noch damit Kiwiäste runter zubinden, danach verlasse auch ich endlich den Norden Neuseelands!






Montag, 21. Juli 2008

Cape Reinga

Gestern haben wir endlich mal einen Ausflug nach Cape Reinga gemacht. Cape Reinga ist der nördlichste betretbare Punkt neuseelands und ist etwa zweieinhalb Stunden von Kerikeri entfernt. Zu fünft haben wir uns in einen PKW gequetscht, wodurch die Kosten für jeden von uns recht gering blieben. Die Strasse nach Cape Reinga ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Gerade die letzten 20 Kilometer haben es in sich! Dort existiert keine asphaltierte Strasse mehr, sondern es geht über eine mit Schlaglöchern übersäte Schotterstrasse. Dort oben im Norden von Neuseeland ist wirklich gar nichts mehr los, nur Landschaft, ab und zu mal ein paar Farmen und ab und zu sieht man auf dem Weg nach Cape Reinga den blauen Ozean...

Endlich am Cape Reinga angekommen bot sich ein super Ausblick und jede Menge Wind. Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten den Nordzipfel neuseelands bei Sonnenschein geniessen. Ein paar Fotos sagen hier mehr als alle Worte.

Auf dem Rückweg haben wir noch einen Zwischenstop bei den Sandddünen im Norden des 90Miles Beaches gemacht. Diese Dünen sind einfach riesig, sehr steil und ideal zum sandboarden geeignet. Einfach ein ultimativer Spass!







Samstag, 12. Juli 2008

Ein Monat in Neuseeland!

Das ist echt unglaublich wie schnell die Zeit vergeht! Nun bin ich schon länger als ein Monat in Neuseeland und es wird dringend Zeit, dass ich hier mal wieder was poste.

Ich mache das Pruning nun schon seit drei Wochen und werde noch mindestens eine Woche dran hängen. Der Job ist ziemlich hart und der Verdienst ist auch nicht gerade das, was man für einen derartigen Job erwartet. Ich arbeite mit einer kleinen einhand Gartenschere (made in Germany). Nach acht Stunden Dauerpruning ist die Hand dann ziemlich zerstört. Über Nacht bleibt ein wenig Zeit zur Regeneration und dann geht’s wieder von vorne los. Pro Baum bekommen wir 1,60$-2,20$. Da wir pro Reihe immer mit zwei Leuten arbeiten, wird das Geld nochmals geteilt. An guten Tagen schaffen wir so um die 140 Bäume. Allerdings kommt das wirklich nur sehr selten vor...

Gestern bin ich mit 6 weiteren Leuten aus dem Hostel mal in die Bay of Islands in den kleinen Ort „Russel“ gefahren. Die Bay of Island kann man eigentlich nur an sonnigen Tagen richtig geniessen. Wir hatten leider nicht ganz so viel Glück mit den Wetter, ein paar Fotos konnte ich allerdings trotzdem machen.

Morgen geht’s wieder mit dem Pruning weiter. Die Motivation ist grade bei uns allem auf einem „Low-Level“, aber irgendwie muss ja Geld reinkommen;-). Ich weiß nicht, wie oft ich in nächster Zeit hier posten kann. Aber ich versuche wenigstens die wichtigen Events hier zu berichten...


Hier noch ein paar Eindrücke vom Hostel und Russel:





Freitag, 27. Juni 2008

Pruning

Seit Mittwoch habe ich hier in Kerikeri einen Job. Das ganze war wirklich sehr einfach. Das Hostel in dem ich zur Zeit wohne hat ein paar Verbindungen zu Farmen und Plantagenbetreibern. Ein Kontaktmann kam dann hier vorbei und hat gefragt, wer an „Pruning“ interessiert ist. Ich und noch 5 weitere Leute aus dem Hostel haben sich gemeldet. Eigentlich sollte es ja Dienstag schon losgehen, aber wie das halt hier so wurde das ganze kurzerhand wegen einem Regenschauer auf Mittwoch verlegt.

Die Obstplantage auf der das ganze stattfindet ist ca. 10 Kilometer entfernt. Wir fahren morgens mit zwei Autos hier vom Hostel los und treffen bei der Obstplantage auf weitere Saisonarbeiter aus anderen Hostels. Dann wird bis 4.30 Uhr gearbeitet. Wenn es zu stark regnet wird die Arbeit allerdings frühzeitig abgebrochen.

Pruning ist nichts anderes, als das Zurückschneiden der Obstbäume (Mandarinen- und Kiwibäume) nach der Ernte. Die Bäume sind meist sehr buschig und dicht gewachsen und müssen dann ausgedünnt werden, so dass überall Licht reinkommt. Der Job ist eigentlich ganz in Ordnung.
Zu der Bezahlung weiß ich noch nichts genaues. Ich weiß nur, dass wir ab Montag pro beschnittenem Baum bezahlt werden. Je mehr man schafft, desto mehr verdient man...

Ich werde wohl mindestens für die nächsten vier Wochen hier in Kerikeri bleiben und hier arbeiten.

Donnerstag, 19. Juni 2008

On the road to Kerikeri

Nach der Übernachtung auf dem Rasthof bin ich dann Mittwoch morgen noch bei Dunkelheit wieder losgefahren. Mein Tagesziel hieß Kerikeri in der Bay of Islands. Ein Etappenziel war die Stadt Whangarei, wo ich Proviant und ein wenig Bettzeug einkaufen wollte.
Ich bin die ganze Zeit nur auf dem Highway Nummer 1 immer nach Norden gefahren. Diese Landstrasse schlängelt sich durch Wälder, über Wiesen und je weiter man nach Norden kommt, desto weniger Autos sind unterwegs. Kaum nimmt man eine kleinere Seitenstrasse, sieht man ausser ein paar vereinzelten Häusern und Farmen nichts mehr ausser Wiesen, Bushland und Wäldern.

Gerade als es einigermaßen Hell wurde, habe ich einen kleinen Rastplatz am Strassenrand gefunden, wo ich gefrühstückt habe. Direkt neben dem Parkplatz fing ein dichter Wald an. Aus dem Wald kamen scheinbar wild lebende Hühner rausgelaufen und auch aus dem Wald krähte es die ganze Zeit.
Ich bin dann immer weiter auf der Strasse gefahren, bis ich irgendwann Whangarei erreicht habe. Diese Stadt ist weitaus kleiner als Auckland, trotzdem reichte der Verkehr und die Anzahl der Strassen aus um mich wieder paar mal im Kreis fahren zu lassen. Allerdings habe ich diesmal kein Hupkonzert mehr geerntet, was auch schon was wert ist.

Hier habe ich Reiseproviant gekauft, eine Schlafunterlage, Kopfkissen und einen Schlafsack. Ich habe hier das günstigste genommen was ich finden konnte.
Wieder draussen aus der Stadt ging es weiter nach Norden immer Kerikeri als Ziel vor Augen. Am Nachmittag habe ich dann endlich Kerikeri erreicht. Der erste Eindruck von Kerikeri war sehr gut. Es gibt eine Hauptstrasse, an der sich auch die meisten Geschäfte befinden. Man findet hier eigentlich alles was man braucht. Auch ist Kerikeri für die hohe Anzahl an Farmen in und um Kerikeri bekannt. Zwar ist die Erntezeit gerade vorbei, aber irgendwann in der nächsten Woche soll angeblich das so genannte „pruning“ starten. Das heißt die Bäume und Sträucher werden zurück geschnitten. Ich habe jetzt in einen relativ großen Hostel eingecheckt und hoffe dann irgendwie die nächste Woche einen Job zu bekommen.


Bilder und weitere Informationen folgen die nächsten Tage.





Mittwoch, 18. Juni 2008

Abschied mit Hindernissen!

Am Dienstag sollte es dann endlich soweit sein. Der Mechaniker meinte, dass das Auto sicherlich bis um 10 Uhr morgens fertig sei. Insgeheim dachte ich mir allerdings schon, dass ich die Zeitangaben der Kiwis nicht so ernst nehmen sollte. Mit dieser Annahme behielt ich leider auch Recht.

Ich checkte aus meinem Hostel aus und ging zur Werkstatt, wo die Reparaturen allerdings noch in vollem Gange waren. Es hieß ich solle mal in drei Stunden wiederkommen. Ich nutze diese Zeit um noch in einem Supermarkt einzukaufen und dem Treiben auf dem Containerhafen von Auckland zuzusehen.

Als ich dann nach drei Stunden wieder zurück zur Werkstatt ging, waren die Reparaturen immer noch nicht fertig. Ich musste nochmal warten und lernte während dessen einen anderen Backpacker aus Deutschland kennen. Von ihm bekam ich einige Tipps und er verkaufte mir auch einen Adapter, mit dem ich Elektrogeräte auch im Auto laden kann.

Eigentlich hatte ich ja vor Auckland am Vormittag bei Tageslicht zu verlassen, schlussendlich kam ich allerdings erst so um ca. 5 Uhr Abends bei einsetzender Dämmerung los. Mein Plan war dann kurz zur nächsten Tankstelle zu fahren, denn der Tank war KOMPLETT leer. Anschliessend wollte ich dann sofort auf dem nächsten Highway möglichst weit nach Norden zu fahren. Aber es kam alles nochmals anders...


Es muss hier auch erwähnt werden, dass ich zuvor noch nie mit dem Auto gefahren bin und auch eine Einweisung in die Eigenarten des Autos habe ich nicht bekommen! Das Auto hat eine manuelle Schaltung, die allerdings links an der Lenksäule angebracht ist (ähnlich wie ein überdimensionierter Blinkgeber). Dazu herrscht hier ja natürlich Linksverkehr. Zusätzlich dazu haben die Neuseeländer noch eine eigenartige aber einleuchtende Vorfahrtsregel. Diese Regel besagt, dass an einer Kreuzung ein entgegenkommendes Fahrzeug das nach rechts abbiegen will Vorfahrt hat, wenn ich an der Kreuzung nach links will. Das leuchtet ein, man hat aber am Anfang so seine Schwierigkeiten damit.


Ich habe schließlich den Automarktbesitzer gefragt, ob er mir das Auto noch aus der wirklich sehr, sehr engen Einfahrt rausfahren kann. Natürlich hat er mir dabei geholfen, doch anstatt das Auto vor dem Gebäude zu parken, steigt er einfach mitten auf der Strasse aus. Bei laufendem Motor werde ich also ins kalte Wasser geschmissen und muss losfahren.

Ähnliche Situationen hat man hier jeden Tag. Doch dadurch lernt man auch unglaublich schnell dazu und kommt mit den Leuten in Kontakt! Man wird hier am Anfang wohl mindestens einmal täglich ins kalte Wasser geschmissen!


Nach einer kleineren Irrfahrt erreichte ich schließlich die ersehnte Tankstelle. Doch als ich tanken wollte trat schon das nächste Problem auf. Ich bekam den Tankdeckel nicht auf. Obwohl ich mir dachte, dass es da einen versteckten Hebel geben muss, habe ich diesen nicht gefunden. Nach ca. 30 Minuten habe ich dann aufgegeben und bin zurück zur Werkstatt gegangen (Die Tankstelle war zum Glück nur 5 Minuten von der Werkstatt entfernt). Auch hatte ich Glück, dass ich den Besitzer noch getroffen habe, denn dieser hatte schon seit einigen Minuten Feierabend. Kurzerhand ist er dann mitgekommen und hat mir den wirklich sehr versteckten Hebel zum öffnen der Tankklappe gezeigt.

Nach dem Volltanken fing das Problem allerdings erst richtig an. Ich wusste, dass ich Highway Nummer 1 nach Norden brauchte. Das Problem ist nur, dass ich Auckland nicht kenne, die vorher zurecht gelegte Route schon lange wieder vergessen hatte, Grade in dieser Zeit noch die Rush-Hour dazu kam und ich ausserdem noch mit neuen Verkehrsregeln und Linksverkehr zu kämpfen hatte. Einen Beifahrer zum checken der Strassensnamen hatte ich ja auch nicht und so sah das ganze so aus, dass ich mehr oder weniger ziellos die Strassen hin und her und im Kreis gefahren bin. Ich weiß auch nicht mehr wie, aber nach einer schier endlos scheinenden Zeit, zahlreichen – sicherlich berechtigten – Hupattacken und einem fast verursachten Unfall ;-) sah ich schließlich das so ersehnte Highway Schild vor mir. Sobald ich auf dem Highway war, ging das ganze auch schon wieder einfacher. Einfach immer geradeaus...

In Auckland ist der Highway bis zu 5 Spuren breit, wobei die Spuren allerdings deutlich schmaler sind als in Deutschland. Doch sobald man ein paar Kilometer fährt beginnt sich der Highway deutlich zu verkleinern. Schon an der Stadtgrenze sind es dann nur noch 2 Spuren, welche dann auch relativ schnell in eine Spur zusammen laufen. Der sogenannte Highway ist dann nichts weiter als eine Landstrasse in relativ schlechtem Zustand.


Da es mittlerweile ja schon dunkel war, habe ich bei der ersten Raststation angehalten und dort in meinem Auto geschlafen. Das ist der Vorteil von dem Van. Blöde nur, dass ich keine guten Bettsachen dabei hatte, Die Matratze, die schon im Auto lag. War übelst modrig und auch der Rest des Bettzeugs stank extrem! Naja da muss man wohl durch ;-)...

Montag, 16. Juni 2008

Gefangen in Auckland!

Schon seit der Ankunft in Auckland am Mittwoch weiß ich, das ich aus Auckland raus möchte. Auckland ist die größte Stadt in Neuseeland und gefällt mir persönlich nicht. Ich bin einfach nicht der Großstadt-Typ! Ein sehr wichtiger Grund warum es unbedingt Neuseeland sein musste, war ja gerade die einmalige Flora und Fauna Neuseelands. Auckland bietet sicherlich andere Reize, aber mich zieht es in die Wildnis!

Auch wenn ich mir Anfangs noch nicht ganz sicher war, führt kein Weg drum rum. Ich muss ein Auto kaufen um Neuseeland ausreichend bereisen zu können.

Es gibt in Neuseeland gerade einmal zwei Bahnstrecken, die die großen Städte miteinander verbinden. Dann wären da noch die zahlreichen Busse, die quer über das Land fahren. Man kann mit flexibel gestalteten Tickets quer durch Neuseeland reisen, allerdings wird das auf die Dauer sehr teuer und durch die festen Routen kann man das Land nicht erkunden, wie es einem gerade passt. Das Fliegen ist in Neuseeland sehr günstig. Ein anderer Backpacker hat das hier mal anschaulich dargestellt. Der Flug von Wellington nach Auckland kostete ihn ca.160 NZ$, das Taxi vom Flughafen Auckland zum Zentrum der Stadt ca.30 NZ$. Fliegen ist also sehr günstig, jedoch kein Option, wenn man wie ich ganz Neuseeland bereisen möchte.

Es bleibt also nur noch das gute alte Auto als beste Reisemöglichkeit übrig! Eigentlich sah mein Plan ja so aus, dass ich mir erst das Geld für das Auto verdienen wollte, aber da ich ja so dringend aus Auckland raus muss, geht das nicht. Ich kaufe mir also erst das Auto und werde dann im Anschluss schauen, ob ich das Geld wieder rein bekomme. Genau betrachtet geht das Geld ja sowieso nicht wirklich verloren – hoffe ich mal! Ich werde das Auto ja vor der Abreise wieder verkaufen, und dann kommt das Geld spätestens wieder zurück - theoretisch. Dazu kommt noch, dass momentan im Winter vergleichsweise wenige Backpacker unterwegs sind. Viele reisen ab, was zu einem Überangebot führt und die Preise purzeln lässt. Schließlich will ja jeder sein Auto verkaufen. Da ist ein halbierter Preis immer noch besser, als ohne Erlös wieder abzureisen.

Am Samstag bin ich mal zu dem „Backpacker Car Market“ hier in Auckland gegangen um nach einem Auto zu suchen. Im Endeffekt viel die Auswahl auf einen roten Van von Mitsubishi. Das Gerät sollte 1850 NZ$ kosten, was wirklich nicht so viel ist. Allerdings kommen da nochmal einige Kosten dazu. Hier in Neuseeland läuft das mit dem Auto kaufen etwas anders als in Deutschland. Jedes Auto wird vor der Zulassung von einem Mechaniker durchgecheckt. Wenn alle Mängel im Rahmen bleiben, bekommt man die W.O.F. (Warrant of Fitness). Mit dieser Bestätigung, kann man dann zum Postoffice gehen und das Auto für einen bestimmten Zeitraum anmelden. Ist eigentlich eine unkomplizierte Sache.

Um zu wissen was auf mich zu kommt, habe ich das Auto erstmal im Vorfeld anschauen lassen. Bei diesem „Pre-Check“ wurden auch prompt einige Mängel festgestellt, was bei diesen Autos allerdings scheinbar mehr als normal ist! Die wichtigsten Punkte waren die Bremsen vorne und der Keilriemen, welcher komplett verölt war. Dazu kamen noch einige anderen Sachen... Alle diese Mängel müssen behoben werden, sonst kann das Auto nicht zugelassen werden. Die gesamten Reparaturen sollen so ca. 800 NZ$ kosten. Mit dieser Info in der Hand habe ich dann nochmal mit dem Verkäufer gesprochen. Dieser hat sich dann dazu bereit erklärt die Reparaturen zu übernehmen, wenn ich 200$ mehr bezahle. Offizieller Preis für das Auto ist nun also 2050$. Dabei bleibt es allerdings nicht! Es kommen noch sämtliche Gebühren für die WOF, Registration, Versicherung, Service, usw. dazu. Ich reche momentan damit, dass ich im Endeffekt ca. 3000$ für das Auto ausgeben werde. Auch werde ich noch ein bisschen Campingzeugs kaufen, damit ich mir auch mal für ein paar Nächte die Übernachtung im Hostel sparen kann – das spart Geld!

Für den Anfang ist das jetzt schon einiges an Investition, aber ich denke mal, dass es sich im Endeffekt rechnen wird. Ausserdem ist das wirklich die einzige Art Neuseeland total frei und unverbindlich nach Lust und Lauen zu bereisen!

Eigentlich wollte ich ja schon Samstag direkt aus Auckland raus, aber durch die Reparaturen bin ich immer noch hier in Auckland gefangen und kann nicht weg. Voraussichtlich morgen früh wird es dann allerdings soweit sein und ich werde endlich abreisen!


Hier nochmal paar Fotos aus dem winterlichen Auckland:





Sonntag, 15. Juni 2008

Auckland

So, da ich momentan die Zeit und auch einen Internetzugang gefunden habe, möchte ich nun nochmal genauer meine ersten Tage in Neuseeland beschreiben.

Noch während meine Reise habe ich meine drei Reisepartner (Ann-Kristin, Marc und Daniel) kennen gelernt. Zusammen sind wir in Neuseeland angekommen und haben auch die Einreisekontrolle gemeistert. Bei der Einreise nach Neuseeland war ich erstaunt. Man muss zwar einen umfassenden Fragebogen ausfüllen und jegliche Nahrungsmittel noch ausserhalb des Landes entsorgen, trotzdem wirkt die Kontrolle lange nicht so formell und streng wie etwa der Check am Frankfurter Flughafen in Deutschland. Da liegt wahrscheinlich auch einfach an der lockeren Art der Neuseeländer. Auch das Visum ging total unkompliziert. Ich musste nichtmal meine ausgedruckten Bestätigungspapiere oder Kontoauszüge vorlegen. Der Officer hat nur in seinem PC nachgeschaut, mich gefragt, warum mein Rucksackinhalt den Wert von 700$ übersteigt (Notebook) und schon hat er mir das Visum eingetragen. Weiter ging es durch einen Scan des Reisegepäcks und schon waren wir in Neuseeland.


Mittwoch:

Das erste Ziel war dann erstmal unser Hostel. Nach dem einchecken haben wir uns nochmal ein wenig in der Stadt umgechaut und ruck-zuck war es auch schon Abend.


Donnersttag:

Am Donnersttag haben wir uns dann schließlich den ganzen Formalitäten zugewendet. Wir wussten, dass wir eine Steuernummer, ein Bankkonto und, falls noch nicht vorhanden, auch eine Handynummer brauchten um auf Jobsuche gehen zu können. Wir haben daher einen Mitarbeiter aus unseren Hostel gefragt wo wir dies alles beantragen könnten und bekamen auch detaillierte Infos. Wir habe daher die Steuernummer sowie das Bankkonto in den entsprechenden Büros beantragt. Die Beantragung der Steuernummer dauert ca. 10 Tage, man kann trotzdem auch schon ohne Steuernummer auf Jobsuche gehen.


Freitag:

Am Freitag haben wir uns mal auf die Suche nach dem sog. IEP Büro gemacht. Das IEP Büro ist die Partnerorganisation von Travel&Work, unserer Organisation. Dieses Büro ist ein Ansprechpartner während des Aufenthaltes und kümmert sich normalerweise auch um die Beantragung er Steuernummer und des Kontos. Auch findet hier für alle Neuankömmlinge eine Infoveranstaltung statt und man bekommt einige praktische Karten (Handy, Hostelermässigung, usw...).

Das ist zwar alles schön und gut, allerdings hat uns leider auch nach mehrfacher Nachfrage niemand im Hostel darauf hingewiesen wo dieses IEP zu finden ist. Dabei ist es nur einige Meter vom Hostel entfernt! Als wir das Büro dann gefunden hatten und nachfragten schien man sehr verwundert. Wir bekamen dann noch einige Unterlagen , Tipps und einen Kurzen Crashkurs in Sachen Jobsuche. Die Beantragung von Steuernummer und Konto hatten wir ja bereits erledigt.

Das Ende vom Lied ist jedenfalls, dass wir alle sehr enttäuscht von der Organisation Travel&Works waren. Im Endeffekt haben wir nun alle wichtigen Dinge selber geregelt (Visum, Steuernummer, Konto,...). Auch habe ich nicht alle Unterlagen bekommen, wie mir nun im Nachhinein aufgefallen ist. Das einzig Gute an der Organisation ist, dass bereits zwei Nächte im Hostel gebucht sind. Doch das ist eine Sache, die locker per Internet noch von Deutschland aus erledigt werden kann. Wenn ich eine solche Reise nun nochmal planen müsste, würde ich das nicht mehr über eine Organisation machen. Wie man nun auch hier in Neuseeland sieht, reisen haben die meisten Backpacker ihre Reise ohne Organisation geplant.


Am Freitag Abend und Samstag trennten sich dann die Wege unserer Gruppe so langsam. Ich und Daniel wechselten das Hostel. Heute fuhr dann schließlich auch Daniel ab. Nur ich bin nun von unserer Gruppe noch hier and warte darauf, dass es endlich weitergeht!


Hier nun noch einige Eindrücke von der Reise und Auckland:








Mittwoch, 11. Juni 2008

Ankunft!

Nach langer Reise bin ich heute endlich in Neuseeland angekommen. Die Reise war im Endeffekt wirklich recht anstrengend, aber dennoch gut. Aber mal von vorne...
Am Montag bin ich um 15.00 Uhr er Zug gestartet, welcehr mich erstmal bis nach Frankfurt brachte. In Frankfurt angekommen stand erstmal warten und Einchecken auf dem Plan. Dann schließlich um 23.55 Uhr ging es los. Und zwar ging es nicht wie zuerst von mir erwartet nach Seoul, sondern es ging per Boeing 747-400 nach Singapour. Nach ca. 11 Stunden dort angekommen hieß es kurz aus dem Flugzeug raus, ca, 1 1/2 Stunden Aufenthalt und wieder rein in die gute Maschine. Jetzt hieß das Ziel Sydney. Nach weiteren 6.5 Stunden landete die Maschine in Australien. Dort wurde dann das Flugzeug gewechselt und per Boeing 707 ging es nochmal ca. 4 Stunden weiter nach Auckland. Vn dort dann per Shuttle zum Hostel....

Puh, alles recht anstrengend, aber ich bin da. Ich kann jetzt hier nicht so ausfürhlich berichten, weil der Internetzugang recht eingeschränkt ist... Demnächst mehr Infos!

Montag, 9. Juni 2008

Endlich gehts los!

So heute ist also der große Tag. Heute um 15.01Uhr fährt mein Zug nach Frankfurt ab. In letzter Minute ist alles fertig gepackt und verstaut, so dass es los gehen kann. Alles eine Frage der guten Koordination und Planung. ;-)
Ich freu mich auf den Flug und das nächste mal wenn ich hier poste, poste ich aus Neuseeland!
Also verfolgt diesen Blgo aufmerksam, es wird bestimmt spannend!
Zur eingewöhnung hier schonmal en paar Videos:

Video 1
Video 2


Freitag, 30. Mai 2008

Kiwi-Dollar

Zehn Tage werden noch bis zu meiner Abreise vergehen. Eine kurze Zeitspanne, doch noch ist einiges zu tun.
Heute habe ich mir von meiner Bank ein wenig neuseeländische Währung besorgt. Zwar ist Neuseeland ein Land in dem normalerweise fast alles per Kreditkarte geregelt wird, dennoch ist es wohl nicht verkehrt auch Bargeld in der Tasche zu haben. Neuseeland-Dollar hatte meine Bank nicht vorrätig, eine kleine Nachfrage genügte allerdings und zwei Tage später konnte ich die Scheine auf der Bank abholen. Ganze 297 Euro habe ich in 530NZ$ wechseln lassen. Ich denke/hoffe, dass dies für den Anfang reichen wird. Da ich ja eine Kreditkarte dabeihabe, bin ich in finanzieller Hinsicht außerdem recht gut abgesichert.

Die neuseeländischen Dollar, auch "Kiwi-Dollar" genannt, machen auf den ersten Blick einen sehr farbenfrohen Eindruck. Auf den Vorderseiten der Scheine befinden sich wichtige neuseeländische Persönlichkeiten - was für Geldscheine ja nicht Außergewöhnliches darstellt. Die Rückseiten der Scheine fallen durch Vogelzeichnugen auf. Auch auffallend ist der erste Eindruck, sobald man die Scheine in die Hand nimmt. Man könnte fast meinen, man hielte eine gewöhnliche Einkaufstüte in der Hand welche zugeschnitten und bemahlt wurde! Und richtig!, wie ein Blick in das Hirn des Internets (Wikipedia) zeigt, bestehen die Scheine aus Kunststoff - Polypropylen um genau zu sein.
Auch erwähnenswert ist die Tatsache, dass in Neuseeland die 1, 2 und 5 Cent Stücke abgeschafft wurden. Lästiges Kleingeld gehört damit in Neuseeland hoffentlich nicht zum Alltag!

Montag, 19. Mai 2008

Abheben

Ja, so langsam kann ich mir Gedanken über die Abreise machen. Es dauert nicht mehr lange, dann lebe ich in Neuseeland - 21 Tage um genau zu sein.
Am Wochenende habe ich mir nochmal etwas gegönnt, was ich schon lange einmal machen wollte. Ich bin Hubschrauber geflogen. Und dabei meine ich keinen Rundflug, sondern ich habe den Vogel tatsächlich selbst gesteuert! "Schnupperkurs" nennt sich der ganze Spaß und ist in Egelsbach bei dem Unternehmen "Helitransair" zu haben. Für einen 30 Minuten langen Flug zahlt man auf einem zweisitzigen Helikopter 362 Euro - und die 30 Minuten sind viel zu schnell um. :-)

Am Samstag morgens um 6.00 Uhr ging es von Göttingen aus auf die Reise. Per ICE ganz schnell nach Fulda und dort in die Regionalbahn umsteigen. Dann weiter bis nach Frankfurt am Main. Dort dann schließlich per S-Bahn nach Egelsbach. Um ca. 9.00 Uhr stehe ich dann also vor dem Firmengebäude. Der erste Eindruck ist gleich sehr positiv. Die Mitarbeiter, allesamt sehr freundlich, beantworten mir Fragen während ich mir die Halle mitsamt den Hubschraubern anschaue. Um 10.00 Uhr gehts es dann schließlich los mit einer theoretischen Einweisung in die Welt des Helikopter fliegens. Neben mir nehmen noch ca. 12 andere Teilnehmer an diesem Tag am Schnupperkurs teil. Nach ca. 90 Minuten Theorie geht es dann los mit der Praxis. Nacheinander kommen alle Teilnehmer an die Reihe und dürfen am Steuerknüppel des Helis Platz nehmen. Ich stehe als Letzter auf der Liste. Um ca. 15.00 Uhr komme ich dann schließlich an die Reihe. Nervosität spüre ich nicht, eher Spannung und Vorfreude. Ich bin gespannt den Heli endlich selbst steuern zu dürfen und frage mich wie er reagieren wird.
Dann geht es los. Neben mir sitzt mein Fluglehrer, der uns beiden die nächsten 30 Minuten ständig das Leben retten wird, denn Hubschrauber fliegen ist kompliziert! Ein paar Handgriffe meines Fluglehrers und wir schweben in der Luft. Noch ein Funkspruch, dann geht es über die Flugbahn zu der Grasbahn, die als Trainingsfeld dient. Hier lerne ich die einzelnen Steuereinheiten des Helis kennen. Zuerst darf ich den Heckrotor übernehmen,der Fluglehrer kümmert sich um den Rest. Dann folgt der Pitch und schließlich auch der Stick für die zyklische Blattverstellung. Mittlerweile ist mir schon längst aufgefallen, dass das kompliziert ist - zumindest am Anfang. Nach ein paar Proberunden geht es dann höher. Wir steigen und fliegen entlang von Telegraphenleitungen, um Felder und Waldlichtungen herum und wieder zurück. Ein bisschen habe ich mich mittlerweile schon an das Gerät gewöhnt und ich fliege eine ganze Weile ohne dass mein Fluglehrer eingreifen muss. Doch dann lässt mich mein Fluglehrer den Helikopter in der Schwebe halten und muss auch prompt eingreifen. Erst nach ca. 15 Flugstunden beherrscht man das Manöver - meine ich mich zu erinnern... Mein Fluglehrer ist trotzdem erstaunt und meint ich hätte Talent. Ich sehe das genauso, doch schon sind die 30 Minuten um und wir landen wieder, stellen die Maschine ab und steigen aus. Mittlerweile sind alle anderen Teilnehmer schon lange weg und ich habe Zeit mit den einigen Mitarbeitern zu sprechen und jede Menge Fragen zu stellen. Resultat des ganzen ist: Helikopterpilot ist ein wunderbarer Beruf! Leider braucht man einiges an nötigem Kleingeld um die Ausbildung zu finanzieren. Man kann erstmal so von 100.000 Euro ausgehen. :-(
Abends um ca. 20.00 Uhr geht es dann wieder zurück nach Goslar. Ich habe viel erlebt an diesem Samstag und möchte unbedingt Helikopterpilot werden! Der ganze Eindruck den ich bekommen habe ist genau das, was ich mir als Traumjob vorstelle. Allesamt hochmotivierte Leute die da arbeiten, Abwechslung und Herausforderung gibt es jeden Tag gratis...

Wenn ich in Neuseeland nichts besseres finde und meinen Entschluss ändere, dann werde ich Helikopterpilot!



Donnerstag, 15. Mai 2008

Jacke und Schuhe...



...habe ich mir für Neuseeland neu besorgt. Da ich evtl. auch mal auf Wandertouren gehen werde, wollte ich mit der Ausüstung auf der sicheren Seite sein. Es musste also eine wasser- und winddichte jacke her. Ausserdem auch die passenden Wanderschuhe. Letztendlich ist meine Wahl bei der Jacke auf die "Elements Nano-Tex Men" gefallen. Diese Jack von JackWolfskin ist speziell für Trekkingtouren gedacht und wird mit asoluter Wasser- und Winddichtigkeit, sowie hoher Atmungsaktivität beworben. Ich denke diese Eingenschaften können auf einer Wanderung nie schaden!
Über das Internet bestellt kam die Jacke ein paar Tage später an. Einen ersten Test hat die Jacke auch schon bestanden, Regen perlt wie beschrieben einfach an der Jacke ab - gefällt mir echt ganz gut! Passende zu der Jacke habe ich mir gleich einen Fleecepullover dazu bestellt. Dieser Pullover kann mittels eines speziellen Reißverschlusssystems in die Jacke hineingeknüpft werden, sodass die Jacke auch an kälteren Tagen ihren Dienst erledigt. Diese variable Lösung gefällt mir sehr gut, das ich als Backpacker ja auch ein wenig auf das Gewicht achten muss.

Bei den Schuhen habe ich mich schlußendlich für den Hanwag "Arrow XCR Men" Halbschuh ist ein Wanderschuh und durch integrierte Goretexmembran zudem wasserdicht. Vorraussichtlich werde ich nur diesen Schuh nach Neuseeland mitnehmen und dann erst in Neuseeland noch leichtes, sommerliches Schuhwerk kaufen. Die Schuhe werden bei der Einreise nach Neuseeland kontrolliert bzw. müssen desinfiziert werden. Ich hatte noch nicht die Gelegenheit die Schuhe auf Wasserdichtigkeit zu testen, aber das wird sich in Neuseeland herausstellen. ;-)

Freitag, 18. April 2008

Des Backpackers Rückgrat

Was macht eigentlich einen Backpacker zum Backpacker? Richtig! - Es ist der Rucksack auf dem Rücken. Ohne Rucksack ist ein Backpacker also nicht mehr ein solcher, weshalb auch kein Backpacker auf seinen Namensgeber verzichten darf!^^
Während meiner Reise werde ich voraussichtlich nur das mitnehmen, was in meinen Rucksack passt (für den Flug bin ich ausserdem auf 20 Kilo limitiert). Um jedoch nicht auf alles verzichten zu müssen, habe ich mir einen recht geräumigen Trekkingrucksack gekauft. Der Rucksack ist ein Modell von Deuter und nennt sich "Aircontact pro 60+15". Bereits bei meinen Recherchen im Internet blieb ich bei diesem Modell hängen. Als ich dann jedoch noch die Möglichkeit hatte den Rucksack "live" zu sehen, war mir klar, dass dies mein Reiseutensil nummer eins sein wird.

Ich bestellte also den Rucksack über Ebay und es gelang mir den Händler noch um knapp 20,00 Euro im Preis zu drücken. Für 200,00 Euro wechselte der Rucksack in meinen Besitz. Ich denke dieses Geld ist gut angelegt, denn hier passt meiner Meinung nach alles zusammen. Verarbeitung, Design, Qualität, Materialien usw. erscheinen mir bei diesem Rucksack absolut top! Der Härtetest wird allerdings erst noch kommen. ;)

Sonntag, 6. April 2008

Reisepass, Kreditkarte und Visum...

Der Entschluss stand also fest: 1 Jahr nach Neuseeland mit der Organisation "travel&work"

Alles begann mit der Anmeldung bei der Organisation. Der Prozess ist denkbar einfach. Man sucht sich einfach auf der Webseite Das gewünschte Land und die gewünschte Flugroute (Datum und Ort) aus und meldet sich per Internet an. Nun ist man schonmal vorgemerkt.
In den nächsten Tagen erhält man dann per Post die ersten Unterlagen. Hier muss nun ein weiteres Formular ausgefüllt und entweder per Fax oder als Brief an die Organisation zurückgesendet werden. Die ersten Rechnungen erhält man auch schon und muss zumindest eine Anzahlung von 10% direkt überweisen. Der restlicher Betrag kann dann später überwiesen werden.

Nun beginnt die eigentliche "Arbeit". Mit den Unterlagen, kann man sich schonmal ein wenig einlesen und man bekommt nützliche Tips und Infos zur weiteren Vorgehensweise. Ganz oben auf der Liste steht das Beantragen des Visums.
Ohne das Visum läuft im Grunde garnichts! Das Visum um das es sich hier handelt ist ein sogenanntes "working holiday visum". Dieses Visum berechtigt mich, mich ab dem Einreisedatum ein Jahr lang in Neuseeland aufzuhalten und, ganz wichtig!!!, dabei auch Jobs anzunehmen. Als normaler Tourist darf man nicht arbeiten. Das Visum bekommt man nur bis zu einem Alter von maximal 30 Jahren ausgestellt und auch nur einmal im Leben.

Auch die Beantragung des Visums ist eigentlich ganz einfach. Allerdings braucht man zuerst einige Dinge um mit der Beantragung beginnen zu können.
Dies sind ist zum einen ein gültiger Reisepass und zum anderen eine Kreditkarte um das Visum zu bezahlen. Das Visum kann leider NUR per Kreditkarte bezahlt werden.
Vor der Beantragung des Visums bin ich daher zu meiner Bank gegangen und habe mir eine Visacard geholt. Die Kreditkarte ist in Neuseeland als Zahlungsmittel äußerst verbreitet, daher lohnt sich eine Visa- oder Mastercard nicht nur zum bezahlen des Visums, sondern erleichtert auch später das Leben in Neuseeland sehr.
Nun noch der Reisepass. Dieser erfordert mittlerweile ein biometrisches Foto und auch Fingerabdrücke werden in diesem gespeichert. Ich habe mir den Reisepass also beantragt und nach ca. 3 Wochen war er fertig. Eine Expressbestellung wäre auch möglich gewesen, hätte allerdings einen Batzen mehr Geld gekostet. Da ich Zeit hatte, hab ich darauf verzichtet.

Mit Reisepass und Kreditkarte ausgerüstet habe ich mich dann an die Beantragung des Visums gemacht. Das ist ganz einfach und ist nur per Internet möglich. Man meldet sich bei der neuseeländischen Seite www.immigration.govt.nz an und füllt dort einen umfassenden Fragebogen zur eigenen Person aus. Hilfestellung hierzu ist in den Unterlagen enthalten. Wenn alles ausgefüllt ist, muss noch eine Gebühr (ca. 65 Euro) bezahlt werden.
Nach ca. 2 Tagen kam bei mir eine E-Mail reingeflattert, dass mein Visum genehmigt sei. Hier ist die Besonderheit, dass man das Visum erstmal noch garnicht bekommt, sondern es muss eine Seite ausgedruckt werden. Erst bei der Einreise nach Neuseeland wird das Visum gegen vorlage der ausgedruckten Seite ausgehändigt und ist ab diesem Zeitpunkt für 1 Jahr gültig.

Die erste Hürde ist hiermit genommen....

Sonntag, 9. März 2008

Rückblick - wie alles begann...

Es ist Sommer 2006. Ganz langsam rücken die Gedanken an das bevorstehende Abitur immer näher. Es ist mir schon klar, dass ich nach der Schule für 9 Monate den Zivildienst ableisten werde, was danach kommt ist allerdings noch ungewiss.

In dieser Zeit wurde ich auch zum ersten mal mit der Idee des travel&works Programms konfrontiert. Ein Freund erzählte bei einem Grillabend von seinen Plänen, dass er nach dem Zivildienst für ein Jahr als "Travelworker" ins Ausland gehen werde. Auch ich hatte zuvor schon einmal daran gedacht nach der Schule ins Ausland zu gehen, doch dieses Vorhaben schnell wieder verworfen. Bei den Erzählungen meines Freundes wurde mir allerdings sehr schnell klar, dass es ein risieger Spaß und auch Vorteil wäre eine Auslandserfahrung zu machen. Da ich ja eh noch nicht wusste, was ich nach dem Zivildienst machen möchte, fastte ich kurzer Hand den Entschluss mich zumindest näher zu dem "travel&work" Programm zu informieren. "Was mein Freund kann, das kann ich doch auch", dachte ich mir.

Ich informierte mich also über das "travel&works" Programm im Internet und begann unterschiedliche Szenarien durchzuspielen. Immer wieder ging ich die ganze Sache durch und stellte fest, dass es mich nicht mehr loslies.
Da ich allerdings nicht im Zeitdruck war,(Schule war ja noch nicht zuende und danach kam erstmal der Zivildienst) machte ich die ganze Sache noch nicht fest.
Zwischenzeitlich verwarf ich so meinen Auslandsplan wieder, doch nur um ihn bald darauf wieder hervorzuholen.
Je mehr Zeit verging, desto klarer wurde mir: Ich werde nach dem Zivildienst für ein Jahr im Ausland leben! Und das ganze im Rahmen des "travel&works" Programms und vermutlich in Neuseeland.

Die Zeit verging. 2006 war um und für 2007 stand erstmal das Abitur auf dem Plan. Auch das klappte, das Abitur war in der Tasche und auch der Zivildienstplatz war bald darauf gefunden.
Das war so Anfang Sommer 2007.

Bis zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand von meinen Auslandsplänen!