Samstag, 29. November 2008

Abel Tasman National Park

So da ist er nun, der lang ersehte Blogeintrag zum Abel Tasman National Park. Der Trip liegt zwar schon ca. 3 Wochen zurück, aber ich werde mal versuchen das so einigermaßen zu rekonstruieren.
Sobald man hier in Neuseeland ankommt findet man in so gut wie jedem Hostel Flyer zum Abel Tasman National Park. Der Abel Tasman National Park ist wohl einer der wichtigsten Nationalparks hier in Neuseeland (wenn nicht sogar der wichtigste). Man kommt eigentlich daher gar nicht drum herum den Abel Tasman zu besuchen - und warum auch! Der Abel Tasman ist wirklich absolut wunderschön!

Als Timo und ich in Nelson angekommen sind hatten wir die Qual der Wahl zwischen den wirklich zahlreichen Anbietern und Touren die diese zu bieten haben. Man kann den Abel Tasman entweder zu Fuss oder per Kajak erkunden, oder aber auch beides ganz geschickt kombinieren! Beides hat sicherlich Vor- und Nachteile, naja wir entschieden uns jedenfalls nach längerer Überlegung für eine zwei Tage lange Kajaktour. Dabei waren wir uns aber sicher auf jeden Fall eine geführte Kajaktour zu machen!
Noch von Nelson aus haben wir eine Company ausfindig gemacht die einem die Kajaks nach zweistündiger Einweisung komplett überlässt und noch unsere Hütte zur Übernachtung im Abel Tasman gebucht. Weiterhin haben wir sämtliches Kram zur Übernachtung und Nahrung in Form von Dosenravioli und Wasserkanistern besorgt und ganz wichtig!! ein Anti-Insekten Mittel! Im Abel Tasman scheinen nämlich die ganz besonders fiesen und hinterlistigen kleinen"Sand-Flies" in besonders konzentrierter Anzahl vertreten zu sein.

Nach der oben erwähnten Einweisung und dem Probepacken der Kajaks ging es dann endlich mit dem Wassertaxi bis ins Herz des Abel Tasmans. Diese Wasertaxis fahren hier tagsüber ständig die Küste ab nehmen Leute an Bord oder setzen diese ab - wie auch in unserem Fall. Mitsamt Kajak und Proviant wurden wir also am Strand zurückgelassen und konnten lospaddeln. Geplant war bis zum Abend das relativ nah gelegene Hutt zu erreichen, dort zu übernachten und dann am nächsten Tag die längere Strecke bis zurück nach Marahau zu paddeln.

Es ist eine wirklich total schöne Erfahrung gewesen einfach so in der Mitte des Nationalparks an der Küste entlang zu paddeln und die Natur zu geniessen. Wir hatten gutes Wetter, die Sonne knallte recht derbe und so kam einem das Wasser noch blauer und die Strände noch weisser vor. Ein paar Seehunde konnten wir dösend auf ein paar Felsen beobachten. Seevögel ziehen ihre Kreise über dem Wasser oder sitzen einfach nur gemütlich in den Bäumen des Urwaldes. Man paddelt vor sich hin, zieht an den idyllischen Stränden vorbei und geniesst es keinerlei Verkehr oder Stress zu haben! Nur ab und zu ein Wassertaxi, dass ein Motorengeräusch von sich gibt. Das ist einfach eine unbeschreiblich entspannende und tolle Sache!

Gegen Abend sind wir dann in der "Bark Bay" bei Ebbe angekommen, wo wir die Nacht verbringen wollten. Wir haben unser Kajak den, dank der Ebbe wirklich sehr langen, Strand hochgetragen, was uns durch zwei freundlich Finnen deutlich vereinfacht wurde. Dort angekommen haben wir uns mit unserem Campingkocher ein paar Dosen warm gemacht und das Treiben in der Bucht beobachtet. Als es dann so langsam dunkel wurde haben wir uns in das Hutt verzogen, wofür wir zuvor beim "Department of Conservation" je 30 Dollar gelassen hatten. Dafür bekamen wir eine simple Matratze auf einem Holzboden wo insgesamt 14 Matratzen dicht an dicht nebeneinander liegen. Nächstes mal werden wir uns wohl doch eher einen Zeltplatz reservieren für 12 Dollar pro Zelt. Aber trotz des unverschämten Preises hat man die Erfahrung einmal im Abel Tasman übernachtet zu haben und freut sich ausserdem umso mehr auf ein richtiges Bett ;)
Am nächsten Morgen ging es dann bei ankommender Flut und weniger gutem Wetter als am Vortag wieder weiter. Durch die Flut war es uns möglich in ein paar Lagunen hinein zu fahren - einfach total toll! Irgendwie scheint die Zeit hier still zu stehen. Einach nur Natur um einen herum und das plätschern des Wassers.

Je mehr wir dann weiter Richtung Marahau paddelten, desto voller wurde der Park. im unterem Teil des Parks sind scheinbar mehr Kajaker unterwegs, die nur für einen Tag über den Tasman paddeln. Dort waren die Strände dann zum Teil voll mit Booten und von Ruhe und Idylle war hier nicht mehr so viel zu sehen. Noch am frühen Nachmittag erreichten wir schließlich Marahau, wo wir die Kajaks wieder zurückgaben und dem Abel Tasman "goodbye" sagten!

Alles in allem ist der Abel Tasman wirklich nur total schön. Allerdings war ich froh, dass wir nicht zur Hauptsaison dort waren. Ich kann mir vorstellen, dass der Park dann total überfüllt ist und eine ganze Menge von seiner Schönheit einbüßen muss.







Dienstag, 25. November 2008

Back in Action

Hallo, da bin ich wieder mit einem kurzen Zwischenbericht. Vielleicht hat es der ein oder andere von euch mitbekommen: Mein Blog wurde dreisterweise seitens Google gesperrt!

Ich habe nicht schlecht geguckt, als ich letzten Freitag einen neuen Blogeintrag schreiben wollte und plötzlich feststellen musste, dass dies nicht möglich war. Stattdessen tat sich in meinem Blogmenü eine rote Schrift auf, dass mein Blog aufgrund möglicher Verstösse gegen die Nutzungsbedingungen gesperrt wurde und innerhalb von 20 Tagen gelöscht wird. Da ich mir keines Vergehens bewusst war habe ich kurzerhand eine Entsperrung des Blogs beantragt und bekam daraufhin folgende Nachricht: Der Blog sei mittels eines automatischen Robots als Spamblog eigestuft worden und daraufhin gesperrt worden. Ausserdem sei man sich bewusst, dass die Technik des Robots sehr ungenau ist und man entschuldige sich für mögliche Fehleinstufungen.

Nun wurde mein Blog anscheinend von einem Mitarbeiter von Google besucht, begutachtet und als ungefährlich eingestuft. Jedenfalls kann ich wieder Einträge schreiben, worüber ich sehr froh bin. Ich hoffe Google setzt in nächster Zeit nicht wieder einen Robot auf meinen kleinen Blog an.

Sonntag, 9. November 2008

Blenheim - und was sonst noch so geschah...

Hallo allerseits! Nach meiner Ankunft in Picton habe ich mich mit Timo getroffen und wir sind direkt am nächsten Tag nach Blenheim weitergefahren. Blenheim liegt in einem breiten sehr flachen Bereich im Norden der Südinsel. Hier wird in erster Linie Wein angebaut. Riesige Plantagen soweit das Auge reicht. Ansonsten ist Blenheim sehr langweilig!
Eigentlich wollten wir daher Blenheim auch gleich am nächsten Tag wieder verlassen, aber dann kam alles etwas anders.
Ann-Kristin, die mit mir zusammen in Auckland angekommen ist, ist schon etwas länger hier in Blenheim und lebt mit Oxana zusammen in einem Mietshaus. Als wir dann nach Blenheim kamen bot Ann-Kristin uns an auch in dem Haus zu pennen und hatte auch gleich eine Kontaktnummer eines Arbeitsgebers für uns parat. Kontakt zahlen sich echt aus, grade als backpacker. Vielen Dank ;-)
Eigentlich waren wir in Gedanken schon wieder einen Ort weiter, doch wir entschieden uns das Haus zumindest mal anzuschauen. Das Haus war dann so toll und eine willkommene Abwechslung zu den Hostels, dass wir entschieden für zwei Wochen in Blenheim zu bleiben und zu arbeiten. Wir haben also am Abend unserer Ankunft in Blenheim noch die Vermieterin und den Arbeitgeber der Vineyard kontaktiert und Nägel mit Köpfen gemacht.
Am nächsten Tag gings los mit der Arbeit auf dem Vineyard, welche wird von Anfang an nicht mochten. Für das darauf folgende Wochenende war allerdings Kaikoura geplant, was ein super Erlebnis war!

Kaikoura ist ein kleiner Ort an der Ostküste der Südinsel. Die Besonderheit hierbei ist, dass direkt vor der Küste Kaikouras ein Tiefseegraben verläuft. Daher hat man hier die besondere Chance Wale und Delfine zu beobachten.
Wir hatten beides für das Wochenende vor und es war ein super Erlebnis. Während wir den Wal "nur" vom Boot aus beobachten und fotografieren konnten, konnten wir die Delfine auch direkt im Wasser per Taucherbrille und Schnorchel beobachten. Unser Skipper entdeckte einen ca.100-150 Tiere großen "Dusky Dolphin" Schwarm. Das sind total verspielte Tiere und es war ein absolut tolles Erlebnis zu den Delfinen ins Wasser zu springen und diese Tiere direkt neben sich schwimmen zu sehen. Delfine sind so neugierig, dass sie ankommen und zum greifen nah um einen herum schwimmen. Vom Boot aus konnten wir dann noch Fotos von den akrobatischen Künsten der Delfine machen. Hier habe ich mich dann aber tierisch geärgert, dass ich nicht eine bessere Kamera und mehr "Know-How" dabei hatte ;-) Viele Fotos sind einfach nur verschwommen, sodass mir nur die Erinnerungen bleiben :-(

Mittlerweile arbeiten wir nicht mehr auf der Vineyard und sind mehr damit beschäftigt das nächste Event zu planen. Am Mittwoch werden Timo und ich zum Abel Tasman National Park aufbrechen. Geplant ist eine ausgiebige Kajaktour.

Ich meld mich wieder bei Gelegenheit, cheers!