Freitag, 30. Januar 2009

Wakeboarding

So hier mal ein kleiner Bericht was ich sonst noch so treibe, wenn ich grade mal zufällig nicht arbeite oder am Van schraube oder sonst mir die Zeit mit anderen Dingen vertreibe...
Letzten Sonntag war ich mit meinen Flatmates auf dem See und konnte mich in der Kunst des wakeboardens versuchen. Ich habe hier übrigens vier Flatmates (Teri und Evan und Nicole und Jörg) mit denen ich unter einem Dach lebe.
Das tolle ist, dass wir den See direkt vor unserer Haustür haben und mein Flatmate ein eigenes Boot hat, wofür man hier in Neuseeland übrigens keinerlei Führerschein benötigt. Da der See auch ruhig genug fürs wakeboarden war, haben wir also spontan entschlossen raus zu fahren.
Ich bin zwar noch nicht der Profi im wakeboarden, aber Spaß macht es trotzdem eine Menge! Hier ein paar Bilder...















Ich im Wasser mit angeschnalltem Wakeboard...














Zwar kann ich noch nicht all die Tricks die mein schweizer Kollege drauf hat,...




















...aber auf dem Board stehen klappt schon ganz gut.



















Und Spaß macht es offenbar auch! ;)




















Und unser Kapitän des Tages, Evan. Immer gut drauf der Junge...

Vielen Dank auch an Teri für die Fotos! Hast dich selbst aber vergessen zu fotografieren, Teri. Da müssen wir wohl nochmal mit dem Boot raus^^

Sonntag, 25. Januar 2009

Umbauarbeiten

Hallo nach Deutschland, muss wohl mal wieder was schreiben, damit mir die Leserschaft nicht untreu wird ;-)
Also wie einige von euch ja schon wissen bastel ich gerade an meinem Van. Ich baue den kompletten Innenraum zu einem Campermobil um - zumindest habe ich das vor.
Mein Van wurde in früheren Zeiten von einem Mahlerunternehmen genutzt was die vielen Farbspritzer und den leeren Innenraum erklärt. Als ich den Van am Anfang in Auckland gekauft habe, wahren noch alte vermoderte Matratzen und Bettzeug vom Backpacker vor mir drin. Ich habe dann recht schnell alles entsorgt und hatte eigentlich schon seit Anfang an vor den Van zu einem Campingvan umzurüsten.
Man sieht hier in Neuseeland so viele Campingvans ganz unterschiedlicher Preisklassen. Von superteuren all-inclusive Wohnmobilen über günstigere Budget Campingvans bis hin zu den Backpacker Vans, die man hier wohl mit Abstand am häufigsten sieht. Eines haben alle diese Vans gemeinsam: Man reist mit totaler Freiheit und schläft immer dort wo es einem gefällt. Man wird nicht von der Zeit gedrängt bis zum Abend das nächste Hostel zu erreichen.

Was ich schon Anfangs in Kerikeri geplant hatte und in Taupo leider noch nicht umsetzen konnte wird scheinbar nun hier in Queenstown realisiert. Das Problem ist wenn man ein Projekt wie dieses startet dann braucht man auch eine feste Wohnung um all die Materialien zu lagern und auch Platz um sich für die verschiedenen Arbeitsschritte auszubreiten.
Hier im Flat habe ich einen großen Raum nur für mich und habe auch sonst genügend Platz mich mit meinen Materialien auszubreiten. Da ich mich ausserdem auch bei der Arbeit für knapp 3 Monate verpflichtet habe, habe ich genügend Zeit eine solches Projekt auch fertig zu stellen - und auch wieder nicht, denn die meiste Zeit geht wegen meiner Arbeit ja wieder flöten.
Mir bleiben im Groben und Ganze zwei Tagen pro Woche an denen ich was am Auto basteln kann und natürlich die Abende, solange sich nichts anderes ansammelt was erledigt werden muss. Allerdings gibt es immer was zu erledigen und irgendwelche spontanen Aktivitäten, sodass im Endeffekt kaum mehr Zeit zum basteln übrig bleibt!
Zusätzlich dazu besteht das Problem, dass es hier in Neuseeland kaum gute Materialien gibt um Projekte wie dieses zu realisieren. Es gibt hier im knapp neuntausend Einwohner Städchen zwar rund 4 Baumärkte, aber die haben im Grunde alle das gleiche Sortiment, welches evtl. grade mal auf ein Viertel des Umfanges eines deutschen Baumarktes kommt und sich zudem eher auf den Bereich "Hausbau" konzentriert. Hier in Neuseeland werden Häuser ganz übel aus Baumarktmaterialien zusammengezimmert. Was solides gemauertes gibt es hier nicht.
Lange Rede kurzer Sinn: Ich finde kaum die Materialien die ich für den Umbau gebrauchen kann. Das Sperrholz für die Seiten musste ich über eine Tischlerei aus Übersee anschiffen lassen, bei sämtlichen Schrauben muss ich permanent Kompromisse eingehen und normale Winkel zum Beispiel gibt es gar nicht.
Noch dazu besteht das Problem, dass fast alle Läden hier um spätestens 5.30 Uhr schließen. Da ich meist bis um 5.00 arbeite erschwert das die Materialbeschaffung enorm!

Trotz all dem bin ich schon relativ weit gekommen mit dem Umbau. Allerdings kann ich nur hoffen, dass ich alles bis zum 15. Februar fertig habe, denn dann hauhen wir hier ab und gehen auf Campingtour!

Bilderserie:














Der Inneraum noch ganz am Anfang. Man sieht noch die hässlichen grauen Seitenteile.














Der Innenraum nach Beginn des Umbaus. Die Seitenteile wurden abmontiert, die Heckklappe (nicht im Bild) wurde bereits erneuert. Noch dazu hatte ich dank Silvester und Glasscherben auf der Strasse einen platten Reifen!














Lackierarbeiten in meinem derzeitigen Raum. Als neue Innenraumverkleidung kommt 6mm starkes Marinesperrholz zum Einsatz - überzogen mit einer dreifachen Schicht aus seidenmattem Lack.














Hier das rechte Seitenteil fertig zur Montage. Als Dämmung wird eine sauteure Dämmwolle aus Fibreglas verwendet. Leider das einzige Material was hier in Neuseeland zu bekommen ist.














Für den guten Ton beim reisen werden noch zwei neue Sony XPlod Rearspeaker eingesetzt. Damit hat mein Van nun ein neues Sony mp3 fähiges Radio und insgesamt vier neue Lautsprecher.














Der Inenraum nach fertig montierten Seitenteilen und installierten Lautsprechern.














Der Inneraum fertig gesäubert für den nächsten Arbeitsschritt.














Für bessere Geräuschdämmung wird eine Schaumstofflage als Basis für den neuen Boden zugeschnitten.














Hier wird das erste Sperrholzteil zugeschnitten. Leider bekommt man Sperrholz nicht in größeren Maßen. Daher muss ich eine Naht setzen die man aber später sowieso nicht warnehmen wird.














Aus zwei mach eins: Der Boden meines Vans besteht aus zwei Sperrholzteilen die mit Dübeln zusammengesetzt sind. Dübel bekommt man hier leider nur in einer einzigen Größe...














Hier der Boden fertig gedübelt und verklebt. Nach 24 Stunden Trockenzeit kanns weitergehen...














...mit dem verkleben des Teppichs. Diese ganze Kleberei hat mich ganz schön genervt, was nicht zuletzt auch an dem unverschämt teuren und herzlich schlecht klebenden Kontaktkleber liegt.














Aber auch der Klebstoff musste sich beugen und schließlich landete der komplette Boden im Fahrzeug.














Der Boden wurde dann schließlich mit Schlossschrauben mit dem Van verschraubt, sodass da nichts auch nur ansatzweise verrutschen kann. Alleine die Suche nach geeigneten Schlossschrauben ist hier in Neuseeland eine Odysse...


Jetzt kann man sich natürlich fragen: "Wozu das ganze?". Naja ich werde ein Bett oben drauf bauen und da ist es deutlich einfache einen Holzboden als Grundlage zu haben um das Bett zu befestigen. Ausserdem ist der Van dadurch um ein vielfaches leiser geworden und der nette Teppich verleiht eine gewisse Wohnlichkeit, auch wenn man ihn später kaum noch sehen wird.

Mittlerweile habe ich damit begonnen Teile für das Bett anzufertigen. Dazu werden ich dann demnächst berichten...

Donnerstag, 1. Januar 2009

Jahresrückblick

Ich wünsche allen Lesern ein ganz gutes und gesegnetes neues Jahr! Ich habe das letzte Jahr viel erlebt, das größte Highlight war natürlich der Anfang meiner Neuseelandreise.
Hier mal ein Rückblick im Schnelldurchlauf...

Alles begann mit dem Abschied am Goslarer Bahnhof am 9. Juni 2008 mittags. Rein in den Zug, schnell nach Frankfurt. Einchecken und direkt nach Singapur, zwei Stunden Aufenthalt und weiter nach Sydney. Dort umsteigen und weiter nach Auckland - angekommen! Mit drei Miteisenden erstmal umgeschaut...
Die ersten drei Tage Formalitäten in Auckland. Steuernummer, Konto, Handynummer. Auto gekauft und alleine weiter nach Kerikeri. Dort zwei Monate geblieben, auf der Mandarinen- und Kiwiplantage gearbeitet - durchschnittlicher Verdienst und viele Erfahrungen gesammelt. Weitergereist Richtung Süden - noch immer alleine. Schnell durch Auckland durch und weiter nach Mt. Maunganui. Auf dem Weg noch zwei Freunde aus Kerikeri besucht. In Mt. Maunganui ertse Flugstunde gehabt und nach drei Tagen weiter nach Whakatane. Hier die White Island besucht. Auf der Suche nach neuer Arbeit treibt es mich weiter nach Gisbourne, doch hier halte ich es nur einen Tag aus. Weiter zum EastCape, schlechtes Wetter, und wieder runter nach Taupo. Schnell ins populärste Hostel eingecheckt und die folgenden Tage nach Arbeit gesucht. Saison bietet kaum Arbeit, kann aber einen Job im Hostel als Cleaner ergattern, reduziere daher meine Lebenshaltungskosten enorm. Viele Freunde kennen gelernt und meine bisher beste Zeit gehabt! Taupo ist geil und daher wird hier auch Geld gelassen. Zwei Skydives, Rafting in Rotorua, zweimal Paintball. Nach 2 Monaten wieder weiter, aber in einer 7 Leute großen Gruppe. Gemeinsam zum Mt. Ruhapehu und dort zwei Tage Ski fahren. Ich und Jussi fahren weiter zu einer Farm und arbeiten dort für eine Woche - hammer Erlebnis! Weiter gehts nach Wellington. Dort wieder mit den anderen getroffen. Nach drei Tagen gehts auch für mich rüber zur Südinsel wo Timo schon auf mich wartet. Mit Timo zusammen nach Blenheim gereist und dort Ann-Kristin getroffen die mit mir zusammen angekommen ist. In einem geilen Haus gelebt und zwei Wochen auf einem Weinberg gearbeitet. Zweite Flugstunde gehabt. Ausserdem in Kaikoura Walewatching und Dolphinswimming gemacht. Weiter nach Nelson und Abel Tasman gemacht. Die Westküste runtergefahren und schließlich in Wanaka gelandet. Dort alle Pläne über den Haufen geworfen und weiter nach Queenstown. Hier Jussi wieder getroffen und Arbeit gefunden...

Zur Zeit noch immer hier und arbeitend auf Februar wartend...
Im Februar geht meine Reise dann mit Marcel aus Taupo weiter im hoffentlich noch rechtzeitig bis dahin umgebauten Van.

Ich wünsch alles Gute soweit und meld mich bestimmt falls was spannendes passiert. ;)