Seit Freitag bin ich nun schon in Wellington. Nach dem Farmerlebnis ist das mal wieder eine richtige Stadt. Allerdings ist mir das ganze hier schon wieder zu groß. Mich hält hier irgendwie nichts. Das "Hobbiton", welches ich hier erkunden wollte, hat sich als "nicht vorhanden" herausgestellt. Die haben das ganze nicht hier in Wellington sondern südlich vom grausigen Auckland installiert. Ich war so sicher dass das hier in Wellington war, wo kommen denn eigentlich diese ganzen Fehlinformationen her?
Naja jedenfalls habe ich jetzt eine Fähre rüber zur Südinsel gebucht. Die Fähre geht Montag früh um 8 Uhr und wird mich und meinen kleinen schnuckeligen Mitsubishi Van direkt bis nach Picton im Norden der Südinsel bringen. Dort wartet dann vorraussichtlich schon Timo darauf ein bisschen mitgenommen zu werden. Pläne kann man aber kaum machen, daher wart ich mal lieber ab, bis ich auf der Südinsel angekommen bin.
Samstag, 25. Oktober 2008
Südinsel ich komme!
Freitag, 24. Oktober 2008
Blue Duck Lodge
Noch in Taupo beschlossen Jussi (aus Finnland) und ich für eine Woche auf eine Farm in der Mitte des Whanganui Nationalparks zu gehen. Eine Woche auf der Farm war definitiv zu wenig! - für mich jedenfalls. Trotzdem konnten wir sehr viele Dinge erleben, welche ich jetzt mal kurz wiedergeben werde...
Die Farm ist eine Schaffarm welche nebenbei auch noch als Gästelodge betrieben wird und in ein Conservationproject zum Schutze der "Blue Ducks" involviert ist. Ausserdem kümmert sich der Owner auch noch um die Aufbereitung der zahlreichen Wanderwege und "historischen" Gebäude in der Region.
Am erste Tag fing es gleich schonmal mit der ersten Herausforderung an. Wir haben einige Hundert Ratten -und Possumfallen gecheckt. Das sah so aus, dass wir in drei Teams zu je zwei Leuten mit Quads durch die Gegend gebrettert sind und ca. alle 100 Meter bei einer Falle angehalten haben um diese zu checken und ggf. wieder neu zu spannen. Dort kam man dann gerne mal mit 2 Wochen alten, toten, stinkenden Ratten in Berührung - was einen auch nicht um bringt. Das Farmland besteht aus felsigen, steilen Hügeln und kleinen Bergen, welche man wirklich nur per Quadbike befahren kann. Da kommt es dann auch schon mal vor, dass man oben auf einem Hügel auf einen ca. 5 Meter breiten Pfad per Quadbike lang donnert, während auf beiden Seiten der Hügel fast senkrecht 50 Meter abfällt.
Eine weitere Herrausforderung war das sog. "docking". Dabei werden alle Schafe zunächst zusammengetrieben und in einem Paddock zwischenplatziert. Dann werden Lämmer und ausgewachsene Schafe getrennt. Anschließend werden alle Lämmer markiert, bekommen eine Spritze und der Schwanz wird abgeschnitten. Männliche Lämmer werden ausserdem noch kastriert. Dabei kommt man zur Genüge mit dem Kot und Blut dieser lämmerlichen Tiere in Berührung. Eine super Erfahrung, die einen nur stärker macht. Mir hats daher gefallen, dem Finnen eher nicht so...
Ausserdem haben wir auch noch bei der Renovierung eines neuen Wohnhauses mitgeholfen, einen neuen Zaun gebaut und alle möglichen anderen Arbeiten um Haus und Hof erledigt.
Trotz all der Arbeit kam der Spaß sicherlich nicht zu kurz. Erstmal hat man sowieso schon während der Arbeit Spaß und da die Kiwis ja alles sehr gelassen angehen, wird auch nicht grade im Akkord gearbeitet.
Nach der Arbeit sind wir mehrfach auf Ziegenjagd gegangen. Auf der Farm wurde ein neues Baumprojekt gestartet und da die Ziegen die ganzen Sprößlinge fressen, werden diese einfach kurzerhand abgeknallt. Diese Ziegen sind sowieso eher wild und unerwünscht. Auch Hasen werden gerne als Zielscheibe genutzt. Sobald mal ein Reh oder Wildschwein über den Weg läuft, wird auch dieses zum eigenen Verzehr geschossen.
Auch ich kam in den Genuss die Durchschlagkraft des Gewehrs zu testen und schoss einen Hasen und eine Ziege.
Als weitere Aktivität auf der Farm gab es das Tontauben schießen. Insgesamt kam ich fünfmal dazu mit der Schrotflint auf die fliegenden Teller zu schießen. Ich muss hier noch erwähnen, dass ich nach der ersten Runde keine Tontauben mehr verfehlt habe, was den Farmer sehr beeindruckte, der mich kurzerhand als Maschine bezeichnete.
Nebenbei konnte man sich immer eine Wurfaxt greifen und sich damit ein wenig die Zeit vertreiben. Das werfen der Wurfaxt funktioniert deutlich einfacher als das eines Wurfmessers.
Als ein Highlight konnte ich hier auf der Farm das erste mal mein erworbenes Kajak auf einen Fluss testen. Die Rapids hier im Retaruke river waren nicht so besinders schwer, aber dennoch richtig spaßig und so war es mir möglich erst Erfahrungen im "White Water" zu machen.
Alles in allem hat mir der Farmaufenthalt sehr viel Spaß gemacht und ich bin um Erfahrungen reicher. Leider habe ich kaum Fotos von der Farm, ein paar konnte ich allerdings doch machen.
Für alle die noch mehr über die Blue Duck Lodge wissen wollen gibts hier ein kleines Youtube Video: click hier






Dienstag, 14. Oktober 2008
Skiing...
So nun ist wieder einige Zeit vergangen und es wird Zeit, dass ich die letzten zwei Wochen mal nachbearbeite und hier berichte.
Wie ich ja schon im letztem Blogeintrag erwähnt hatte, habe ich Taupo nun nach fast 9 Wochen wieder verlassen. Montag vor zwei Wochen bin ich mit meinen 6 Cleaningkollegen (Sarah, Nicky, Timo, Marcel, Jussi und Jessica) aus meinem alten Hostel von Taupo aufgebrochen und habe mich auf den Weg zum Mt.Ruhapehu gemacht. Ziel war der kleine Ort Ohakune am südlichen Hang des Ruhapehu. Hier wollte ich mich ganz der Kunst des Skifahrens widmen...
Gleich am nächsten Morgen ging es mit unserem ausgeliehenen Equipment hinauf zu der Piste. Ich hatte keine Ahnung auf was ich mich da eigentlich eingelassen hatte, ich war allerdings fest entschlossen keinen Anfänger Skikurs zu belegen, der mich nur weitere wertvolle Dollars gekostet hätte. Also hab ich mir die Bretter untergeschnallt und schon gings ab in den Lift, zusammen mit Timo und Marcel, welche mir anboten das Skifahren in einem Crashkurs beizubringen. Oben angekommen war mir ja schon ein wenig mulmig zumute, aber dank meiner Intruktoren wusste ich zumindest, was ich ungefähr zu tun hatte. Immer schön am Hang entlang kurven und wenn ich zu schnell werde dann halt den Hang wieder hinauf fahren. Ich versuchte das ganze zwar, kam allerdings doch recht schnell aus der Kontrolle und schon fand ich mich im nächsten Moment nicht auf den Skiern wieder, sondern schlitterte stattdessen auf dem ganzen Körper den Hang hinunter. Doch das konnte mich ja nicht davon abhalten mir die Skier wieder anzuschnallen und weiter mein Glück zu versuchen.
Nach einigen Stürzen und vielen Guten Ratschlägen von Timo und Marcel gelang es mir das Ski fahren dann schon etwas besser. Zwar wurde der Spaß immer wieder durch ein paar Stürze unterbrochen und so elegant sah das sicherlich auch noch nicht aus, aber ich hatte eine Menge Spaß und war froh das Geld für einen Anfängerkurs gespart zu haben. Auch probierte ich immer mehr Pisten aus und verbesserte mich weiter, bis um 16.00 Uhr die Lifte schlossen.
Auch den nächsten Tag nutzten wir wieder komplett zum Skifahren aus. Ich konnte mich weiter verbessern und denke, dass ich mal öfter die Berge in Europa nutzen soltle um Ski zu fahren. Es hat einfach eine Menge Spaß gemacht!



"Safety first". Timo und Marcel brachten mir das Skifahren mittels eines 10 Minuten "Crashkurs" bei.
Donnerstag, 9. Oktober 2008
Skydiving - und ich willl mehr...
Ja jetzt ist es soweit! Ich bin infiziert und weiß nicht, ob ich damit wieder aufhören kann. Alles fängt so harmlos an, aber wenn man das einmal gemacht hat, dann kommt man davon nicht wieder los!
Da ich ja Taupo am Montag verlasse, musste ich den Skydive also noch davor absolvieren. Nach zwei Tagen Aufschub war das Wetter endlich wieder gut genug um skydiven zu gehen.
Gestern war es dann soweit. Um 13.00 Uhr wurde ich zusammen mit Sarah und Nicky (zwei meiner Cleaningkollegen) vom Hostel abgeholt und direkt zum Airport kutschiert. Dort angekommen bekamen wir unsere Ausrüstung. Eine kurze Einweisung wie man sich zu verhalten hat folgte. Dann gings los, und zwar mit dem Flugzeug. Das Ziel waren 15.000ft - das sind ca. 5000 Meter. Dort angekommen beginnt der ganze Spaß und ist nach ca. 8 Minuten auch schon wieder vorbei.
Das Skydiving was man hier als normaler Reisender machen kann ist das "Tandemskydiving". Dabei springt man mit einem erfahrenen Instructor hinter sich todesmutig aus maximal 15.000ft Höhe aus einem Flugzeug. Man verlässt sich nur auf die Tatsache, dass sich im Rucksack des Instructors ein Fallschirm befindet, der hoffentlich bei 5000ft Höhe aufgehen wird ;-).
Bei 15.000ft angekommen wurde die Seitentür des Flugzeugs geöffnet und ich habe mich zusammen mit meinem Instructor zu eben dieser Tür hin "geschoben", und dann darüber hinaus.
Sobald man aus dem Flugzeug raus ist erfährt man eine unglaublich schnelle Beschleunigung bis man ca. 200km/h erreicht. Das ist der absolute Adrenalinrush! Man sieht den Lake Taupo und die Landschaft ganz winzig unter sich. Eine super tolle Aussicht, die man allerdings kaum auf einmal geniessen kann, denn alles geht wahnsinnig schnell! Nach ca. 60 Sekunden ist der freie Fall vorbei und der Instructor öffnet den Fallschirm. Dann noch ein paar Minuten Aussicht genießen und schon ist man wieder unten auf der Erde. Ein Hammer Erlebnis!
Nach dem ersten Sprung war ich irgendwie infiziert. Jedenfalls glaube ich das, denn anders kann ich mir den zweiten Sprung nicht erklären.
Heute morgen bei der Cleaningpause endschied ich mich dann zu dem zweiten Sprung. Sehr spontan, aber ich habe es nicht bereut. Eigentlich wollte ja nur Sarah einen zweiten Sprung machen, da sie so begeistert war. Ich sagte: "Wenn du springst, spring ich auch nochmal", und schon waren wir eingebucht ;). Auch Marcel ist noch mitgekommen...
Diesmal haben wir eine andere Company gewählt. Wieder der gleiche Spaß aus 15.000ft. Diesmal war allerdings das Wetter etwas besser. Bei wärmeren Temperaturen und mehr Sonne habe ich also meinen zweiten Sprung gemacht. Und wieder ein unbeschreiblich großer Spaß. Diesmal hatte ich auch die Chance den Fallschirm ein wenig selbst zu steuern. Zu schade nur, dass so ein Skydive immer so schnell vorbei ist! Das war so einfach und ich würde gerne mehr davon haben!
Ich habe mich vorsorglich schonmal ein wenig informiert. So eine Skydivelizenz hier in Neuseeland kostet zwischen 3000-4000NZ$ und kann bei guten Wetterverhältnissen innerhalb von 3 Wochen absolviert werden. Hier in Taupo gibt es neben den beiden von mir getesteten Skydive Unternehmen auch noch eine dritte Company, die auch die Lizenz anbietet. Ein Schelm wer böses dabei denkt ;-)...
Hier noch ein paar Bilder meines zweiten Sprungs. Neben mir und meinem Instructor ist auch noch Taupo und der riesige Lake Taupo zu erkennen:
Solltet ihr mal irgendwann die Chance bekommen einen Skydive zu machen, dann nutzt diese Chance! Das muss man einfach mal erlebt haben! Ausreden gibt es eigentlich keine, und wer nach Neuseeland geht kommt sowieso nicht drum herum! ;-)
Dienstag, 7. Oktober 2008
What comes next?
Ja nun wird es Zeit sich mal Gedanken darüber zu machen, was ich als nächstes machen werde hier in Aotearoa. Ich bin nun schon fast seit 6 Wochen hier in Taupo und es wird Zeit wieder aufzubrechen. Der Aufbruch ist für nächsten Montag geplant, aber man weiß hier nie...
Wenn alles gut geht werde ich zusammen mit den anderen Cleanern hier in Hostel zum Ski fahren zum Mt. Ruhapehu aubrechen. Geplant sind ein oder zwei Tage. Danach werde ich mit einem Backpacker aus Finnland für mindestens eine Woche auf eine Farm in der Mitte des Wanganui Nationalparks gehen. Das ist momentan die Planung, aber die kann sich hier immer ändern.
Noch habe ich allerdings etwas sehr wichtiges vor hier in Taupo. Ich werde irgendwann die nächsten Tage einen Skydive machen. Eigentlich sollte dieser schon gestern stattfinden, mangels gutem Wetter wurde das allerdings nichts. Skydives hier in Taupo sind deutlich billiger als auf der Südinsel und daher sollte man sich diese Chance nicht entgehen lassen. Bilder und mehr Infos folgen sobald ich den Skydive hinter mir habe ;-)
Donnerstag, 2. Oktober 2008
Wasser und Berge
Hallo allerseits,
ist schon wieder lange her, dass ich hier was gepostet habe. Naja die letzen Wochen und Tage habe ich einige erlebt, sodass es sich wieder lohnt was zu schreiben ;-).
Hier in Neuseeland ist momentan der Frühling komplett angekommen. Sonnen- und Regentage wechseln sich hier momentan ab.
Letzten Freitag waren wir Raften. Im nahe gelegenen Rotorua, ca. 1 Stude entfernt, gibt es den Kaituna River, der sich wunderbar zum Rafting eignet. Morgens war alles noch ganz normal. Um 9 Uhr aufstehen, frühstücken und anschließend ab 10 Uhr cleanen im Hostel. Bei der sog. "smoko"(eine 30 minütige Pause) haben wir dann überlegt, was wir machen können. Nach kurzer Überlegung war klar, dass wir raften gehen. Nach dem cleanen also schnell was gegessen und dann nach Rotorua gefahren. Dort angekommen kurz gewartet und dann gings los. Erstmal bekahmen wir Neoprenanzüge, Rettungswesten und Helm und dann gings zu den Instruktionen. nach einer kurzen Einweisung wie man sich zu verhalten hat gings dann los. Sechs unerfahrene Cleaner und ein Instruktor im Heck des Bootes. Der Instruktor war recht lässig gestrickt, hatte Spaß an der Sache und steuerte das Boot anfangs scheinbar komplett alleine, da sämtliche Anweisungen wegen der Umgebungsgeräusche untergingen und z.T. wegen Unkenntnis falsch umgesetzt wurden.
Die raftingstrecke war jedenfalls der Hammer und beinhaltete de höchsten kommerziell raftbaren Wasserfall. Einfach ein Hammer Erlebnis, dass man mal gemacht haben muss, wenn man hier in Neuseeland ist!

Paar Tage später bin ich ich einen Kajakshop gegangen, in dem ich schon am ersten Tag in Taupo nach einem Kajak gefragt hatte. Diesmal jedoch mit der Ansicht ein Kajak zu kaufen. Das Kajak was ich schon damals gesehen hatte war immernoch dar und schwups war es gekauft und auf meinem ebenfalls neu erworbenen Dachgepäckträger festgeschnürt. Nun besitze ich ein eigenes Kajak.
Gestern sind wir mal zu den nahe gelegenen Bergen gefaren und haben uns dort ein wenig umgeschaut, Fotos gemacht und Landschaft bestaunt. Einfach eine unbeschreiblich schöne Natur. Ich kann es kaum erwarten auf die Südinsel zu wechseln und dort noch mehr Berge zu bawundern und auf meinen digitalen Fotosensor zu bannen.
