Okay jetzt kurz bevor wir zu unserer großen Campingtour aufbrechen hier nochmal kurz ein Eintrag.
Den Van habe ich glücklicherweise grade noch rechtzeitig diesen Morgen fertig stellen können. Nun ist dre Van mit einem extravaganten Bett und schönen selbst genähnten Vorhängen ausgestattet und fertig zum reisen.
Unsere Reiseziele stehen bis jetzt noch nicht fest, wir haben nur ganz grobe Vorstellungen von den Orten die wir unbedingt sehen wollen, alles andere kommt dann auf der Reise!
Hier nochmal ein paar Fotos vom restlichen Umbau des Vans:
In langwieriger Arbeit wurde ein aufweniger Bettunterbau konstruiert und fest im Holzboden festgedübelt.
Anschließend wurde die Bettebene konstruiert.
Da die Polsterei hier in Queenstown übelste Preise verlangte, entschloss ich mich kurzerhand den Job selbst zu erledigen. Schaumstoff aus Matratzen wurde mit Vinyl überzogen.
Hier das fertige Bett. Die Vorhänge fehlen zu diesem Zeitpunkt allerdings noch und wir haben nurnoch zwei Tage bis wir Queenstown verlassen.
Dank der Nähmaschine meines Flatmates konnte ich die Vorhänge selber nähen.
Heute Morgen wurden dann die restlichen Vorhänge fertig gestellt und der Van den gesamten Nachmitteg gesäubert und gepackt.
Nun ist alles im Van verstaut und Marcel und Ich sind fertig Queenstown zu verlassen. Nur ich schreibe grade noch diesen Blogeintrag den ich kurz fasse, um endlich von hier abzureisen.
Wir werden einfach mal ins Blaue hinein fahren und überall dort halten wo es uns gefällt.
Ich wünsche alles Gute!
Mittwoch, 18. Februar 2009
Campingtour!
Freitag, 30. Januar 2009
Wakeboarding
So hier mal ein kleiner Bericht was ich sonst noch so treibe, wenn ich grade mal zufällig nicht arbeite oder am Van schraube oder sonst mir die Zeit mit anderen Dingen vertreibe...
Letzten Sonntag war ich mit meinen Flatmates auf dem See und konnte mich in der Kunst des wakeboardens versuchen. Ich habe hier übrigens vier Flatmates (Teri und Evan und Nicole und Jörg) mit denen ich unter einem Dach lebe.
Das tolle ist, dass wir den See direkt vor unserer Haustür haben und mein Flatmate ein eigenes Boot hat, wofür man hier in Neuseeland übrigens keinerlei Führerschein benötigt. Da der See auch ruhig genug fürs wakeboarden war, haben wir also spontan entschlossen raus zu fahren.
Ich bin zwar noch nicht der Profi im wakeboarden, aber Spaß macht es trotzdem eine Menge! Hier ein paar Bilder...
Ich im Wasser mit angeschnalltem Wakeboard...
Zwar kann ich noch nicht all die Tricks die mein schweizer Kollege drauf hat,...
...aber auf dem Board stehen klappt schon ganz gut.
Und Spaß macht es offenbar auch! ;)
Und unser Kapitän des Tages, Evan. Immer gut drauf der Junge...
Vielen Dank auch an Teri für die Fotos! Hast dich selbst aber vergessen zu fotografieren, Teri. Da müssen wir wohl nochmal mit dem Boot raus^^
Sonntag, 25. Januar 2009
Umbauarbeiten
Hallo nach Deutschland, muss wohl mal wieder was schreiben, damit mir die Leserschaft nicht untreu wird ;-)
Also wie einige von euch ja schon wissen bastel ich gerade an meinem Van. Ich baue den kompletten Innenraum zu einem Campermobil um - zumindest habe ich das vor.
Mein Van wurde in früheren Zeiten von einem Mahlerunternehmen genutzt was die vielen Farbspritzer und den leeren Innenraum erklärt. Als ich den Van am Anfang in Auckland gekauft habe, wahren noch alte vermoderte Matratzen und Bettzeug vom Backpacker vor mir drin. Ich habe dann recht schnell alles entsorgt und hatte eigentlich schon seit Anfang an vor den Van zu einem Campingvan umzurüsten.
Man sieht hier in Neuseeland so viele Campingvans ganz unterschiedlicher Preisklassen. Von superteuren all-inclusive Wohnmobilen über günstigere Budget Campingvans bis hin zu den Backpacker Vans, die man hier wohl mit Abstand am häufigsten sieht. Eines haben alle diese Vans gemeinsam: Man reist mit totaler Freiheit und schläft immer dort wo es einem gefällt. Man wird nicht von der Zeit gedrängt bis zum Abend das nächste Hostel zu erreichen.
Was ich schon Anfangs in Kerikeri geplant hatte und in Taupo leider noch nicht umsetzen konnte wird scheinbar nun hier in Queenstown realisiert. Das Problem ist wenn man ein Projekt wie dieses startet dann braucht man auch eine feste Wohnung um all die Materialien zu lagern und auch Platz um sich für die verschiedenen Arbeitsschritte auszubreiten.
Hier im Flat habe ich einen großen Raum nur für mich und habe auch sonst genügend Platz mich mit meinen Materialien auszubreiten. Da ich mich ausserdem auch bei der Arbeit für knapp 3 Monate verpflichtet habe, habe ich genügend Zeit eine solches Projekt auch fertig zu stellen - und auch wieder nicht, denn die meiste Zeit geht wegen meiner Arbeit ja wieder flöten.
Mir bleiben im Groben und Ganze zwei Tagen pro Woche an denen ich was am Auto basteln kann und natürlich die Abende, solange sich nichts anderes ansammelt was erledigt werden muss. Allerdings gibt es immer was zu erledigen und irgendwelche spontanen Aktivitäten, sodass im Endeffekt kaum mehr Zeit zum basteln übrig bleibt!
Zusätzlich dazu besteht das Problem, dass es hier in Neuseeland kaum gute Materialien gibt um Projekte wie dieses zu realisieren. Es gibt hier im knapp neuntausend Einwohner Städchen zwar rund 4 Baumärkte, aber die haben im Grunde alle das gleiche Sortiment, welches evtl. grade mal auf ein Viertel des Umfanges eines deutschen Baumarktes kommt und sich zudem eher auf den Bereich "Hausbau" konzentriert. Hier in Neuseeland werden Häuser ganz übel aus Baumarktmaterialien zusammengezimmert. Was solides gemauertes gibt es hier nicht.
Lange Rede kurzer Sinn: Ich finde kaum die Materialien die ich für den Umbau gebrauchen kann. Das Sperrholz für die Seiten musste ich über eine Tischlerei aus Übersee anschiffen lassen, bei sämtlichen Schrauben muss ich permanent Kompromisse eingehen und normale Winkel zum Beispiel gibt es gar nicht.
Noch dazu besteht das Problem, dass fast alle Läden hier um spätestens 5.30 Uhr schließen. Da ich meist bis um 5.00 arbeite erschwert das die Materialbeschaffung enorm!
Trotz all dem bin ich schon relativ weit gekommen mit dem Umbau. Allerdings kann ich nur hoffen, dass ich alles bis zum 15. Februar fertig habe, denn dann hauhen wir hier ab und gehen auf Campingtour!
Bilderserie:
Der Inneraum noch ganz am Anfang. Man sieht noch die hässlichen grauen Seitenteile.
Der Innenraum nach Beginn des Umbaus. Die Seitenteile wurden abmontiert, die Heckklappe (nicht im Bild) wurde bereits erneuert. Noch dazu hatte ich dank Silvester und Glasscherben auf der Strasse einen platten Reifen!
Lackierarbeiten in meinem derzeitigen Raum. Als neue Innenraumverkleidung kommt 6mm starkes Marinesperrholz zum Einsatz - überzogen mit einer dreifachen Schicht aus seidenmattem Lack.
Hier das rechte Seitenteil fertig zur Montage. Als Dämmung wird eine sauteure Dämmwolle aus Fibreglas verwendet. Leider das einzige Material was hier in Neuseeland zu bekommen ist.
Für den guten Ton beim reisen werden noch zwei neue Sony XPlod Rearspeaker eingesetzt. Damit hat mein Van nun ein neues Sony mp3 fähiges Radio und insgesamt vier neue Lautsprecher.
Der Inenraum nach fertig montierten Seitenteilen und installierten Lautsprechern.
Der Inneraum fertig gesäubert für den nächsten Arbeitsschritt.
Für bessere Geräuschdämmung wird eine Schaumstofflage als Basis für den neuen Boden zugeschnitten.
Hier wird das erste Sperrholzteil zugeschnitten. Leider bekommt man Sperrholz nicht in größeren Maßen. Daher muss ich eine Naht setzen die man aber später sowieso nicht warnehmen wird.
Aus zwei mach eins: Der Boden meines Vans besteht aus zwei Sperrholzteilen die mit Dübeln zusammengesetzt sind. Dübel bekommt man hier leider nur in einer einzigen Größe...
Hier der Boden fertig gedübelt und verklebt. Nach 24 Stunden Trockenzeit kanns weitergehen...
...mit dem verkleben des Teppichs. Diese ganze Kleberei hat mich ganz schön genervt, was nicht zuletzt auch an dem unverschämt teuren und herzlich schlecht klebenden Kontaktkleber liegt.
Aber auch der Klebstoff musste sich beugen und schließlich landete der komplette Boden im Fahrzeug.
Der Boden wurde dann schließlich mit Schlossschrauben mit dem Van verschraubt, sodass da nichts auch nur ansatzweise verrutschen kann. Alleine die Suche nach geeigneten Schlossschrauben ist hier in Neuseeland eine Odysse...
Jetzt kann man sich natürlich fragen: "Wozu das ganze?". Naja ich werde ein Bett oben drauf bauen und da ist es deutlich einfache einen Holzboden als Grundlage zu haben um das Bett zu befestigen. Ausserdem ist der Van dadurch um ein vielfaches leiser geworden und der nette Teppich verleiht eine gewisse Wohnlichkeit, auch wenn man ihn später kaum noch sehen wird.
Mittlerweile habe ich damit begonnen Teile für das Bett anzufertigen. Dazu werden ich dann demnächst berichten...
Donnerstag, 1. Januar 2009
Jahresrückblick
Ich wünsche allen Lesern ein ganz gutes und gesegnetes neues Jahr! Ich habe das letzte Jahr viel erlebt, das größte Highlight war natürlich der Anfang meiner Neuseelandreise.
Hier mal ein Rückblick im Schnelldurchlauf...
Alles begann mit dem Abschied am Goslarer Bahnhof am 9. Juni 2008 mittags. Rein in den Zug, schnell nach Frankfurt. Einchecken und direkt nach Singapur, zwei Stunden Aufenthalt und weiter nach Sydney. Dort umsteigen und weiter nach Auckland - angekommen! Mit drei Miteisenden erstmal umgeschaut...
Die ersten drei Tage Formalitäten in Auckland. Steuernummer, Konto, Handynummer. Auto gekauft und alleine weiter nach Kerikeri. Dort zwei Monate geblieben, auf der Mandarinen- und Kiwiplantage gearbeitet - durchschnittlicher Verdienst und viele Erfahrungen gesammelt. Weitergereist Richtung Süden - noch immer alleine. Schnell durch Auckland durch und weiter nach Mt. Maunganui. Auf dem Weg noch zwei Freunde aus Kerikeri besucht. In Mt. Maunganui ertse Flugstunde gehabt und nach drei Tagen weiter nach Whakatane. Hier die White Island besucht. Auf der Suche nach neuer Arbeit treibt es mich weiter nach Gisbourne, doch hier halte ich es nur einen Tag aus. Weiter zum EastCape, schlechtes Wetter, und wieder runter nach Taupo. Schnell ins populärste Hostel eingecheckt und die folgenden Tage nach Arbeit gesucht. Saison bietet kaum Arbeit, kann aber einen Job im Hostel als Cleaner ergattern, reduziere daher meine Lebenshaltungskosten enorm. Viele Freunde kennen gelernt und meine bisher beste Zeit gehabt! Taupo ist geil und daher wird hier auch Geld gelassen. Zwei Skydives, Rafting in Rotorua, zweimal Paintball. Nach 2 Monaten wieder weiter, aber in einer 7 Leute großen Gruppe. Gemeinsam zum Mt. Ruhapehu und dort zwei Tage Ski fahren. Ich und Jussi fahren weiter zu einer Farm und arbeiten dort für eine Woche - hammer Erlebnis! Weiter gehts nach Wellington. Dort wieder mit den anderen getroffen. Nach drei Tagen gehts auch für mich rüber zur Südinsel wo Timo schon auf mich wartet. Mit Timo zusammen nach Blenheim gereist und dort Ann-Kristin getroffen die mit mir zusammen angekommen ist. In einem geilen Haus gelebt und zwei Wochen auf einem Weinberg gearbeitet. Zweite Flugstunde gehabt. Ausserdem in Kaikoura Walewatching und Dolphinswimming gemacht. Weiter nach Nelson und Abel Tasman gemacht. Die Westküste runtergefahren und schließlich in Wanaka gelandet. Dort alle Pläne über den Haufen geworfen und weiter nach Queenstown. Hier Jussi wieder getroffen und Arbeit gefunden...
Zur Zeit noch immer hier und arbeitend auf Februar wartend...
Im Februar geht meine Reise dann mit Marcel aus Taupo weiter im hoffentlich noch rechtzeitig bis dahin umgebauten Van.
Ich wünsch alles Gute soweit und meld mich bestimmt falls was spannendes passiert. ;)
Samstag, 27. Dezember 2008
Weihnachten in Neuseeland - zum abgewöhnen...
So, und schon bin ich wieder zurück mit ein paar Bildern von Queenstown - hat doch nicht lange gedauert oder ;-)
Ich hoffe ihr habt alle ein schönes Weihnachtsfest gehabt und ordentlich gefeiert. Ich kann nicht wirklich behaupten ein Weihnachten gehabt zu haben. Hier kommt einfach wirklich keinerlei Weihnachtsfeeling auf. Wir haben Sommer, von Schnee keine Spur. Traditionelles Weihnachten scheint es hier irgendwie nicht zu geben. Im Radio meldet sich ein übelst nervender Santa Claus der einem alle 15 Minuten ein Weihnachtsrätsel andrehen möchte, die Werbung versucht einem zu versichern man bräuchte noch dies und das und falls man mal Weihnachtsschmuck sieht, dann übelst hässlicher Kitsch.
Weihnachten wird hier am 25. Dezember gefeiert und nicht Abends sondern morgens bei strahlendem Sonnenschein. Irgendwie alles ein wenig deprimierend find ich...
Wir haben uns abends am 24. an den Strand des Wakatipu gesetzt und die Atmosphäre genossen. Das war schön, aber hätte halt irgendein Tag sein können! Am 25. hatte ich einen Tag frei und habe am Auto gebastelt, am 26. stand ich schon wieder in der Küche des Restaurants, dem Alltag auf der Spur.
Nun ist mittlerweile schon wieder alles beim alten. Ich arbeite in dre Küche und bin irgendwie froh, dass bald das Jahr 2009 anbricht.



Sonntag, 7. Dezember 2008
Queenstown
Hallo allerseits! Zeit für einen kleinen Zwischenbericht. Ich bin mittlerweile in Queenstown angekommen. Queenstown ist recht weit im Süden der Südinsel und gilt als absolute Party-und Touristenstadt. Hier kann man ohne Ende Geld ausgeben, allerdings je nach Saison auch recht gut arbeiten. Momentan steht die Sommersaison kurz bevor, weshalb viele Cafes und Restaurants ohne zu zögern Backpacker wie mich einstellen.
Hier in Queenstown haben Timo und ich unsere Reisegemeinschaft wieder beendet. Timo ist weiter nach Milford Sound gezogen und ich bin hier geblieben um erstmal etwas zu verschnaufen und zu arbeiten. Allerdings ist man wo man hier auch reist niemals alleine unterwegs. Überall trifft man bekannte Leute und ehemalige Reisegefährten.
Ich habe hier in Queenstown Jussi aus Taupo wiedergetroffen. Wir beide arbeiten hier in Queenstown und sind daher kurzerhand in einen Raum in einem wirklich sehr alten und morschen Haus gezogen. Das Gute daran ist, dass es günstiger ist als ein Hostel und wir für lange Zeit dort bleiben können. Der Nachteil an dem Haus ist allerdings, dass es ungelogen seit Jahren nicht mehr geputzt wurde und unsere Mitbewohner jeden Grund nutzen um des Nachts Partys zu veranstalten. Eine lästige Angelegenheit für arbeitende Bevölkerung wie unser einer!
Meine Arbeit hier habe ich recht simple bekommen. Eigentlich habe ich garnicht richtig gesucht. Ich hatte schon einen Job im nahe gelegenen und nicht so touristischen Wanaka. Als ich dann aber an einem Noticeboard in einem Internetcafe eine taufrischen Anzeige von jemandem sah, der Küchenkräfte suchte, habe ich dem Typen einfach ne SMS geschrieben. Promt hatte ich ne Antwort im Postfach mit der Bitte doch mal nen Lebenslauf zu schicken. Auch das hatte sich schnell erledigt und zwei Tage später sollte ich zum Vorstellungsgespräch ins Restaurant kommen. Mein Chef hatte nach eigener Aussage zwar noch 20 andere Bewerber, aber da ich ja schon aus Deutschland Küchenerfahrung mitbrachte und ich ausserdem einwilligte für einige Monate zu bleiben bekam ich den Job. Einfacher gehts schon fast nicht mehr! Nun fahre ich fünf Tage in der Woche immer morgens um 10 rund zum rund 20 Kilometer entfernten Restaurant und arbeite dort bis zum spätern Nachmittag oder Abend. Meine Arbeit besteht darin den Geschirrspühler zu bedienen und alle möglichen kleineren Arbeiten zu erledigen, die grade anfallen. Ich schätze ich werd das für zwei Monate aushalten und dann Queenstown verlassen, wir werden sehen...
Ansonsten kann ich nur noch festhalten, dass hier in Neuseeland wirklich absolut keinerlei Weihanchtsstimmung aufkommt, wie das in Europa der Fall ist. Alles was die hier in Neuseeland mit Weihnachten verbinden ist scheinbar, dass es ein paar mehr Sonderaktionen gibt und alles ein wenig mehr "busy" wird.
Ich halte hier weiter die Stellung und sende demnächst mal ein paar Bilder von Queenstown.
Samstag, 29. November 2008
Abel Tasman National Park
So da ist er nun, der lang ersehte Blogeintrag zum Abel Tasman National Park. Der Trip liegt zwar schon ca. 3 Wochen zurück, aber ich werde mal versuchen das so einigermaßen zu rekonstruieren.
Sobald man hier in Neuseeland ankommt findet man in so gut wie jedem Hostel Flyer zum Abel Tasman National Park. Der Abel Tasman National Park ist wohl einer der wichtigsten Nationalparks hier in Neuseeland (wenn nicht sogar der wichtigste). Man kommt eigentlich daher gar nicht drum herum den Abel Tasman zu besuchen - und warum auch! Der Abel Tasman ist wirklich absolut wunderschön!
Als Timo und ich in Nelson angekommen sind hatten wir die Qual der Wahl zwischen den wirklich zahlreichen Anbietern und Touren die diese zu bieten haben. Man kann den Abel Tasman entweder zu Fuss oder per Kajak erkunden, oder aber auch beides ganz geschickt kombinieren! Beides hat sicherlich Vor- und Nachteile, naja wir entschieden uns jedenfalls nach längerer Überlegung für eine zwei Tage lange Kajaktour. Dabei waren wir uns aber sicher auf jeden Fall eine geführte Kajaktour zu machen!
Noch von Nelson aus haben wir eine Company ausfindig gemacht die einem die Kajaks nach zweistündiger Einweisung komplett überlässt und noch unsere Hütte zur Übernachtung im Abel Tasman gebucht. Weiterhin haben wir sämtliches Kram zur Übernachtung und Nahrung in Form von Dosenravioli und Wasserkanistern besorgt und ganz wichtig!! ein Anti-Insekten Mittel! Im Abel Tasman scheinen nämlich die ganz besonders fiesen und hinterlistigen kleinen"Sand-Flies" in besonders konzentrierter Anzahl vertreten zu sein.
Nach der oben erwähnten Einweisung und dem Probepacken der Kajaks ging es dann endlich mit dem Wassertaxi bis ins Herz des Abel Tasmans. Diese Wasertaxis fahren hier tagsüber ständig die Küste ab nehmen Leute an Bord oder setzen diese ab - wie auch in unserem Fall. Mitsamt Kajak und Proviant wurden wir also am Strand zurückgelassen und konnten lospaddeln. Geplant war bis zum Abend das relativ nah gelegene Hutt zu erreichen, dort zu übernachten und dann am nächsten Tag die längere Strecke bis zurück nach Marahau zu paddeln.
Es ist eine wirklich total schöne Erfahrung gewesen einfach so in der Mitte des Nationalparks an der Küste entlang zu paddeln und die Natur zu geniessen. Wir hatten gutes Wetter, die Sonne knallte recht derbe und so kam einem das Wasser noch blauer und die Strände noch weisser vor. Ein paar Seehunde konnten wir dösend auf ein paar Felsen beobachten. Seevögel ziehen ihre Kreise über dem Wasser oder sitzen einfach nur gemütlich in den Bäumen des Urwaldes. Man paddelt vor sich hin, zieht an den idyllischen Stränden vorbei und geniesst es keinerlei Verkehr oder Stress zu haben! Nur ab und zu ein Wassertaxi, dass ein Motorengeräusch von sich gibt. Das ist einfach eine unbeschreiblich entspannende und tolle Sache!
Gegen Abend sind wir dann in der "Bark Bay" bei Ebbe angekommen, wo wir die Nacht verbringen wollten. Wir haben unser Kajak den, dank der Ebbe wirklich sehr langen, Strand hochgetragen, was uns durch zwei freundlich Finnen deutlich vereinfacht wurde. Dort angekommen haben wir uns mit unserem Campingkocher ein paar Dosen warm gemacht und das Treiben in der Bucht beobachtet. Als es dann so langsam dunkel wurde haben wir uns in das Hutt verzogen, wofür wir zuvor beim "Department of Conservation" je 30 Dollar gelassen hatten. Dafür bekamen wir eine simple Matratze auf einem Holzboden wo insgesamt 14 Matratzen dicht an dicht nebeneinander liegen. Nächstes mal werden wir uns wohl doch eher einen Zeltplatz reservieren für 12 Dollar pro Zelt. Aber trotz des unverschämten Preises hat man die Erfahrung einmal im Abel Tasman übernachtet zu haben und freut sich ausserdem umso mehr auf ein richtiges Bett ;)
Am nächsten Morgen ging es dann bei ankommender Flut und weniger gutem Wetter als am Vortag wieder weiter. Durch die Flut war es uns möglich in ein paar Lagunen hinein zu fahren - einfach total toll! Irgendwie scheint die Zeit hier still zu stehen. Einach nur Natur um einen herum und das plätschern des Wassers.
Je mehr wir dann weiter Richtung Marahau paddelten, desto voller wurde der Park. im unterem Teil des Parks sind scheinbar mehr Kajaker unterwegs, die nur für einen Tag über den Tasman paddeln. Dort waren die Strände dann zum Teil voll mit Booten und von Ruhe und Idylle war hier nicht mehr so viel zu sehen. Noch am frühen Nachmittag erreichten wir schließlich Marahau, wo wir die Kajaks wieder zurückgaben und dem Abel Tasman "goodbye" sagten!
Alles in allem ist der Abel Tasman wirklich nur total schön. Allerdings war ich froh, dass wir nicht zur Hauptsaison dort waren. Ich kann mir vorstellen, dass der Park dann total überfüllt ist und eine ganze Menge von seiner Schönheit einbüßen muss.





Dienstag, 25. November 2008
Back in Action
Hallo, da bin ich wieder mit einem kurzen Zwischenbericht. Vielleicht hat es der ein oder andere von euch mitbekommen: Mein Blog wurde dreisterweise seitens Google gesperrt!
Ich habe nicht schlecht geguckt, als ich letzten Freitag einen neuen Blogeintrag schreiben wollte und plötzlich feststellen musste, dass dies nicht möglich war. Stattdessen tat sich in meinem Blogmenü eine rote Schrift auf, dass mein Blog aufgrund möglicher Verstösse gegen die Nutzungsbedingungen gesperrt wurde und innerhalb von 20 Tagen gelöscht wird. Da ich mir keines Vergehens bewusst war habe ich kurzerhand eine Entsperrung des Blogs beantragt und bekam daraufhin folgende Nachricht: Der Blog sei mittels eines automatischen Robots als Spamblog eigestuft worden und daraufhin gesperrt worden. Ausserdem sei man sich bewusst, dass die Technik des Robots sehr ungenau ist und man entschuldige sich für mögliche Fehleinstufungen.
Nun wurde mein Blog anscheinend von einem Mitarbeiter von Google besucht, begutachtet und als ungefährlich eingestuft. Jedenfalls kann ich wieder Einträge schreiben, worüber ich sehr froh bin. Ich hoffe Google setzt in nächster Zeit nicht wieder einen Robot auf meinen kleinen Blog an.
Sonntag, 9. November 2008
Blenheim - und was sonst noch so geschah...
Hallo allerseits! Nach meiner Ankunft in Picton habe ich mich mit Timo getroffen und wir sind direkt am nächsten Tag nach Blenheim weitergefahren. Blenheim liegt in einem breiten sehr flachen Bereich im Norden der Südinsel. Hier wird in erster Linie Wein angebaut. Riesige Plantagen soweit das Auge reicht. Ansonsten ist Blenheim sehr langweilig!
Eigentlich wollten wir daher Blenheim auch gleich am nächsten Tag wieder verlassen, aber dann kam alles etwas anders.
Ann-Kristin, die mit mir zusammen in Auckland angekommen ist, ist schon etwas länger hier in Blenheim und lebt mit Oxana zusammen in einem Mietshaus. Als wir dann nach Blenheim kamen bot Ann-Kristin uns an auch in dem Haus zu pennen und hatte auch gleich eine Kontaktnummer eines Arbeitsgebers für uns parat. Kontakt zahlen sich echt aus, grade als backpacker. Vielen Dank ;-)
Eigentlich waren wir in Gedanken schon wieder einen Ort weiter, doch wir entschieden uns das Haus zumindest mal anzuschauen. Das Haus war dann so toll und eine willkommene Abwechslung zu den Hostels, dass wir entschieden für zwei Wochen in Blenheim zu bleiben und zu arbeiten. Wir haben also am Abend unserer Ankunft in Blenheim noch die Vermieterin und den Arbeitgeber der Vineyard kontaktiert und Nägel mit Köpfen gemacht.
Am nächsten Tag gings los mit der Arbeit auf dem Vineyard, welche wird von Anfang an nicht mochten. Für das darauf folgende Wochenende war allerdings Kaikoura geplant, was ein super Erlebnis war!
Kaikoura ist ein kleiner Ort an der Ostküste der Südinsel. Die Besonderheit hierbei ist, dass direkt vor der Küste Kaikouras ein Tiefseegraben verläuft. Daher hat man hier die besondere Chance Wale und Delfine zu beobachten.
Wir hatten beides für das Wochenende vor und es war ein super Erlebnis. Während wir den Wal "nur" vom Boot aus beobachten und fotografieren konnten, konnten wir die Delfine auch direkt im Wasser per Taucherbrille und Schnorchel beobachten. Unser Skipper entdeckte einen ca.100-150 Tiere großen "Dusky Dolphin" Schwarm. Das sind total verspielte Tiere und es war ein absolut tolles Erlebnis zu den Delfinen ins Wasser zu springen und diese Tiere direkt neben sich schwimmen zu sehen. Delfine sind so neugierig, dass sie ankommen und zum greifen nah um einen herum schwimmen. Vom Boot aus konnten wir dann noch Fotos von den akrobatischen Künsten der Delfine machen. Hier habe ich mich dann aber tierisch geärgert, dass ich nicht eine bessere Kamera und mehr "Know-How" dabei hatte ;-) Viele Fotos sind einfach nur verschwommen, sodass mir nur die Erinnerungen bleiben :-(
Mittlerweile arbeiten wir nicht mehr auf der Vineyard und sind mehr damit beschäftigt das nächste Event zu planen. Am Mittwoch werden Timo und ich zum Abel Tasman National Park aufbrechen. Geplant ist eine ausgiebige Kajaktour.
Ich meld mich wieder bei Gelegenheit, cheers!



Samstag, 25. Oktober 2008
Südinsel ich komme!
Seit Freitag bin ich nun schon in Wellington. Nach dem Farmerlebnis ist das mal wieder eine richtige Stadt. Allerdings ist mir das ganze hier schon wieder zu groß. Mich hält hier irgendwie nichts. Das "Hobbiton", welches ich hier erkunden wollte, hat sich als "nicht vorhanden" herausgestellt. Die haben das ganze nicht hier in Wellington sondern südlich vom grausigen Auckland installiert. Ich war so sicher dass das hier in Wellington war, wo kommen denn eigentlich diese ganzen Fehlinformationen her?
Naja jedenfalls habe ich jetzt eine Fähre rüber zur Südinsel gebucht. Die Fähre geht Montag früh um 8 Uhr und wird mich und meinen kleinen schnuckeligen Mitsubishi Van direkt bis nach Picton im Norden der Südinsel bringen. Dort wartet dann vorraussichtlich schon Timo darauf ein bisschen mitgenommen zu werden. Pläne kann man aber kaum machen, daher wart ich mal lieber ab, bis ich auf der Südinsel angekommen bin.
Freitag, 24. Oktober 2008
Blue Duck Lodge
Noch in Taupo beschlossen Jussi (aus Finnland) und ich für eine Woche auf eine Farm in der Mitte des Whanganui Nationalparks zu gehen. Eine Woche auf der Farm war definitiv zu wenig! - für mich jedenfalls. Trotzdem konnten wir sehr viele Dinge erleben, welche ich jetzt mal kurz wiedergeben werde...
Die Farm ist eine Schaffarm welche nebenbei auch noch als Gästelodge betrieben wird und in ein Conservationproject zum Schutze der "Blue Ducks" involviert ist. Ausserdem kümmert sich der Owner auch noch um die Aufbereitung der zahlreichen Wanderwege und "historischen" Gebäude in der Region.
Am erste Tag fing es gleich schonmal mit der ersten Herausforderung an. Wir haben einige Hundert Ratten -und Possumfallen gecheckt. Das sah so aus, dass wir in drei Teams zu je zwei Leuten mit Quads durch die Gegend gebrettert sind und ca. alle 100 Meter bei einer Falle angehalten haben um diese zu checken und ggf. wieder neu zu spannen. Dort kam man dann gerne mal mit 2 Wochen alten, toten, stinkenden Ratten in Berührung - was einen auch nicht um bringt. Das Farmland besteht aus felsigen, steilen Hügeln und kleinen Bergen, welche man wirklich nur per Quadbike befahren kann. Da kommt es dann auch schon mal vor, dass man oben auf einem Hügel auf einen ca. 5 Meter breiten Pfad per Quadbike lang donnert, während auf beiden Seiten der Hügel fast senkrecht 50 Meter abfällt.
Eine weitere Herrausforderung war das sog. "docking". Dabei werden alle Schafe zunächst zusammengetrieben und in einem Paddock zwischenplatziert. Dann werden Lämmer und ausgewachsene Schafe getrennt. Anschließend werden alle Lämmer markiert, bekommen eine Spritze und der Schwanz wird abgeschnitten. Männliche Lämmer werden ausserdem noch kastriert. Dabei kommt man zur Genüge mit dem Kot und Blut dieser lämmerlichen Tiere in Berührung. Eine super Erfahrung, die einen nur stärker macht. Mir hats daher gefallen, dem Finnen eher nicht so...
Ausserdem haben wir auch noch bei der Renovierung eines neuen Wohnhauses mitgeholfen, einen neuen Zaun gebaut und alle möglichen anderen Arbeiten um Haus und Hof erledigt.
Trotz all der Arbeit kam der Spaß sicherlich nicht zu kurz. Erstmal hat man sowieso schon während der Arbeit Spaß und da die Kiwis ja alles sehr gelassen angehen, wird auch nicht grade im Akkord gearbeitet.
Nach der Arbeit sind wir mehrfach auf Ziegenjagd gegangen. Auf der Farm wurde ein neues Baumprojekt gestartet und da die Ziegen die ganzen Sprößlinge fressen, werden diese einfach kurzerhand abgeknallt. Diese Ziegen sind sowieso eher wild und unerwünscht. Auch Hasen werden gerne als Zielscheibe genutzt. Sobald mal ein Reh oder Wildschwein über den Weg läuft, wird auch dieses zum eigenen Verzehr geschossen.
Auch ich kam in den Genuss die Durchschlagkraft des Gewehrs zu testen und schoss einen Hasen und eine Ziege.
Als weitere Aktivität auf der Farm gab es das Tontauben schießen. Insgesamt kam ich fünfmal dazu mit der Schrotflint auf die fliegenden Teller zu schießen. Ich muss hier noch erwähnen, dass ich nach der ersten Runde keine Tontauben mehr verfehlt habe, was den Farmer sehr beeindruckte, der mich kurzerhand als Maschine bezeichnete.
Nebenbei konnte man sich immer eine Wurfaxt greifen und sich damit ein wenig die Zeit vertreiben. Das werfen der Wurfaxt funktioniert deutlich einfacher als das eines Wurfmessers.
Als ein Highlight konnte ich hier auf der Farm das erste mal mein erworbenes Kajak auf einen Fluss testen. Die Rapids hier im Retaruke river waren nicht so besinders schwer, aber dennoch richtig spaßig und so war es mir möglich erst Erfahrungen im "White Water" zu machen.
Alles in allem hat mir der Farmaufenthalt sehr viel Spaß gemacht und ich bin um Erfahrungen reicher. Leider habe ich kaum Fotos von der Farm, ein paar konnte ich allerdings doch machen.
Für alle die noch mehr über die Blue Duck Lodge wissen wollen gibts hier ein kleines Youtube Video: click hier






Dienstag, 14. Oktober 2008
Skiing...
So nun ist wieder einige Zeit vergangen und es wird Zeit, dass ich die letzten zwei Wochen mal nachbearbeite und hier berichte.
Wie ich ja schon im letztem Blogeintrag erwähnt hatte, habe ich Taupo nun nach fast 9 Wochen wieder verlassen. Montag vor zwei Wochen bin ich mit meinen 6 Cleaningkollegen (Sarah, Nicky, Timo, Marcel, Jussi und Jessica) aus meinem alten Hostel von Taupo aufgebrochen und habe mich auf den Weg zum Mt.Ruhapehu gemacht. Ziel war der kleine Ort Ohakune am südlichen Hang des Ruhapehu. Hier wollte ich mich ganz der Kunst des Skifahrens widmen...
Gleich am nächsten Morgen ging es mit unserem ausgeliehenen Equipment hinauf zu der Piste. Ich hatte keine Ahnung auf was ich mich da eigentlich eingelassen hatte, ich war allerdings fest entschlossen keinen Anfänger Skikurs zu belegen, der mich nur weitere wertvolle Dollars gekostet hätte. Also hab ich mir die Bretter untergeschnallt und schon gings ab in den Lift, zusammen mit Timo und Marcel, welche mir anboten das Skifahren in einem Crashkurs beizubringen. Oben angekommen war mir ja schon ein wenig mulmig zumute, aber dank meiner Intruktoren wusste ich zumindest, was ich ungefähr zu tun hatte. Immer schön am Hang entlang kurven und wenn ich zu schnell werde dann halt den Hang wieder hinauf fahren. Ich versuchte das ganze zwar, kam allerdings doch recht schnell aus der Kontrolle und schon fand ich mich im nächsten Moment nicht auf den Skiern wieder, sondern schlitterte stattdessen auf dem ganzen Körper den Hang hinunter. Doch das konnte mich ja nicht davon abhalten mir die Skier wieder anzuschnallen und weiter mein Glück zu versuchen.
Nach einigen Stürzen und vielen Guten Ratschlägen von Timo und Marcel gelang es mir das Ski fahren dann schon etwas besser. Zwar wurde der Spaß immer wieder durch ein paar Stürze unterbrochen und so elegant sah das sicherlich auch noch nicht aus, aber ich hatte eine Menge Spaß und war froh das Geld für einen Anfängerkurs gespart zu haben. Auch probierte ich immer mehr Pisten aus und verbesserte mich weiter, bis um 16.00 Uhr die Lifte schlossen.
Auch den nächsten Tag nutzten wir wieder komplett zum Skifahren aus. Ich konnte mich weiter verbessern und denke, dass ich mal öfter die Berge in Europa nutzen soltle um Ski zu fahren. Es hat einfach eine Menge Spaß gemacht!



"Safety first". Timo und Marcel brachten mir das Skifahren mittels eines 10 Minuten "Crashkurs" bei.