Freitag, 29. August 2008

Travelling to Taupo!

Am Montag den 18. bin ich endlich aus Kerikeri aufgebrochen. Ich wollte weiterreisen und mal was von Neuseeland sehen. Hier eine kleine Zusammenfassung:

Von Kerikeri aus hab ich mich hinters Steuer meines kleinen, roten Vans geklemmt und bin Richtung Süden losgefahren. Das Ziel für diesen Tag war Mt.Manganui. Nach einen ganzen Tag auf den Strassen Neuseeland habe ich abends im Hostel eingecheckt. Ich bin insgesamt drei Tage in Mt.Manganui geblieben und habe einige Aktivitäten gemacht. Ich bin ein Motorflugzeug geflogen, habe in einem Jetsimulator mein Können unter Beweis gestellt, habe den Mount bewandert und die Strände genossen.

Nach den drei Tagen bin ich weiter gezogen nach Whakatane in der Bay of Plenty. Hier habe ich zwei Tage in einem Hostel verbracht und habe eine Tour zur „White Island“ gemacht. Das ist der enzige aktive Seevulkan in Neuseeland und die Tour war echt gigantisch!
Danach bin ich zur Ostküste nach Gisborne gefahren, habe eine Nacht dort verbracht. Weil mir Gisborne allerdings nicht so gefalen hat, bin ich am Sonntag dann aufgebrochen und bin zuerst hoch zum „East Cape“ gefahren und dann in einem Rutsch runter nach Taupo. Nach diesem langen Ritt habe ich hier im Hostel in Taupo eingecheckt, wo ich nun schon seit ca. einer Woche lebe.
Ich habe in der letzten Woche nach einem Job hier gesucht, doch leider gibt es hier in Taupo nahezu nichts. Ich möchte allerdings nicht weg, da mir die Stadt hier sehr gefällt mit dem See und den Bergen im Hintergrund. Ich werde hier hoffentlich doch noch was finden und länger bleiben.





Sonntag, 17. August 2008

Goodbye Kerikeri!

Diesen Montag ist es endlich soweit. Ich verlasse Kerikeri und mache mich langsam auf den Weg in den Süden. Meine nächste Sation ist Mt. Manganui in der „Bay of Plenty“.
Nach ca. 8 Wochen in Kerikeri habe ich erstmal genug vom Norden Neuseelands. Ich habe hier meine ersten Jobs gehabt, viele neue Menschen kennen gelernt und viel Spaß gehabt. Ich habe Mandarinenbäume geprunt und Kiwiäste zurechtgebunden. Ich habe die Nordspitze Neuseelands gesehen, konnte einen Rest des noch verbliebenen Regenwaldes von Neuseeland bewundern und habe zahlreiche wunderschöne Strände besucht. Ich habe mich in schwefelhaltigen „Hot-Pools“ entspannt, bin riesige Sanddünen auf einen Sandboard hinabgesurft, habe in der „Bay of Islands gefischt“, habe viele Eindrücke gesammelt und zahlreiche Erfahrungen gemacht.
Ich habe ein wenig Geld sparen können um noch mehr Aktivitäten machen zu können.
Morgen ist es soweit und ich werde gegen Abend in einem neuen Hostel einchecken, neue Menschen treffen und hoffentlich auch einen Reisegefährten finden, denn das spart ernorm Kosten und es macht zudem noch viel mehr Spaß zu zweit zu reisen! Auch möchte ich mir ein eigenes Kajak kaufen. Ich bin gespannt was auf mich zukommt und was mich erwartet...

Donnerstag, 7. August 2008

Fishing in der Bay of Islands

Zusammen mit drei Freunden, mit denen ich auch das Mandarinenpruning bestritten habe, bin ich am Montag zum fischen in die Bay of Islands gefahren. Mit einem kleinen Boot und mit Angelruten ausgestattet ging es von Pahia aus hinaus in die Bay of Islands. Der Trip dauerte rund 4 Stunden und kostete uns je 100$. Es hat sich allerdings wirklich gelohnt. Dank der Erfahrung des Skippers und der Erfindung des Echolots konnten wir einige Fische an Land, oder eher an Bord des Schiffes ziehen. Unzählige weitere, Fische hatten wir zwar am Haken, mussten wir allerdings wegen der gesetzlichen Bestimmungen und der leider zu geringen Größe der Fische wieder zurück ins kühle Nass abtauchen lassen.

Das Fischen in der Bay of Islands war eine Abschlussaktion nach vollendetem Mandarinenpruning. Nach knapp 6 Wochen ist das Mandarinenpruning endlich vorbei, was bedeutet, dass die Prunergemeinschaft sich hiermit auflöst. Es war trotz der Strapazen am Anfang eine sehr spaßige Zeit! Mittlerweile sind meine Pruningkollegen alle abgereist, nur ich bin noch hier in Kerikeri. Ich bin zu der Fraktion der Kiwipruner gewechselt um noch ein paar Dollar mehr zu sparen. Bis nächsten Freitag verbringe ich die Werktage noch damit Kiwiäste runter zubinden, danach verlasse auch ich endlich den Norden Neuseelands!






Montag, 21. Juli 2008

Cape Reinga

Gestern haben wir endlich mal einen Ausflug nach Cape Reinga gemacht. Cape Reinga ist der nördlichste betretbare Punkt neuseelands und ist etwa zweieinhalb Stunden von Kerikeri entfernt. Zu fünft haben wir uns in einen PKW gequetscht, wodurch die Kosten für jeden von uns recht gering blieben. Die Strasse nach Cape Reinga ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Gerade die letzten 20 Kilometer haben es in sich! Dort existiert keine asphaltierte Strasse mehr, sondern es geht über eine mit Schlaglöchern übersäte Schotterstrasse. Dort oben im Norden von Neuseeland ist wirklich gar nichts mehr los, nur Landschaft, ab und zu mal ein paar Farmen und ab und zu sieht man auf dem Weg nach Cape Reinga den blauen Ozean...

Endlich am Cape Reinga angekommen bot sich ein super Ausblick und jede Menge Wind. Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten den Nordzipfel neuseelands bei Sonnenschein geniessen. Ein paar Fotos sagen hier mehr als alle Worte.

Auf dem Rückweg haben wir noch einen Zwischenstop bei den Sandddünen im Norden des 90Miles Beaches gemacht. Diese Dünen sind einfach riesig, sehr steil und ideal zum sandboarden geeignet. Einfach ein ultimativer Spass!







Samstag, 12. Juli 2008

Ein Monat in Neuseeland!

Das ist echt unglaublich wie schnell die Zeit vergeht! Nun bin ich schon länger als ein Monat in Neuseeland und es wird dringend Zeit, dass ich hier mal wieder was poste.

Ich mache das Pruning nun schon seit drei Wochen und werde noch mindestens eine Woche dran hängen. Der Job ist ziemlich hart und der Verdienst ist auch nicht gerade das, was man für einen derartigen Job erwartet. Ich arbeite mit einer kleinen einhand Gartenschere (made in Germany). Nach acht Stunden Dauerpruning ist die Hand dann ziemlich zerstört. Über Nacht bleibt ein wenig Zeit zur Regeneration und dann geht’s wieder von vorne los. Pro Baum bekommen wir 1,60$-2,20$. Da wir pro Reihe immer mit zwei Leuten arbeiten, wird das Geld nochmals geteilt. An guten Tagen schaffen wir so um die 140 Bäume. Allerdings kommt das wirklich nur sehr selten vor...

Gestern bin ich mit 6 weiteren Leuten aus dem Hostel mal in die Bay of Islands in den kleinen Ort „Russel“ gefahren. Die Bay of Island kann man eigentlich nur an sonnigen Tagen richtig geniessen. Wir hatten leider nicht ganz so viel Glück mit den Wetter, ein paar Fotos konnte ich allerdings trotzdem machen.

Morgen geht’s wieder mit dem Pruning weiter. Die Motivation ist grade bei uns allem auf einem „Low-Level“, aber irgendwie muss ja Geld reinkommen;-). Ich weiß nicht, wie oft ich in nächster Zeit hier posten kann. Aber ich versuche wenigstens die wichtigen Events hier zu berichten...


Hier noch ein paar Eindrücke vom Hostel und Russel:





Freitag, 27. Juni 2008

Pruning

Seit Mittwoch habe ich hier in Kerikeri einen Job. Das ganze war wirklich sehr einfach. Das Hostel in dem ich zur Zeit wohne hat ein paar Verbindungen zu Farmen und Plantagenbetreibern. Ein Kontaktmann kam dann hier vorbei und hat gefragt, wer an „Pruning“ interessiert ist. Ich und noch 5 weitere Leute aus dem Hostel haben sich gemeldet. Eigentlich sollte es ja Dienstag schon losgehen, aber wie das halt hier so wurde das ganze kurzerhand wegen einem Regenschauer auf Mittwoch verlegt.

Die Obstplantage auf der das ganze stattfindet ist ca. 10 Kilometer entfernt. Wir fahren morgens mit zwei Autos hier vom Hostel los und treffen bei der Obstplantage auf weitere Saisonarbeiter aus anderen Hostels. Dann wird bis 4.30 Uhr gearbeitet. Wenn es zu stark regnet wird die Arbeit allerdings frühzeitig abgebrochen.

Pruning ist nichts anderes, als das Zurückschneiden der Obstbäume (Mandarinen- und Kiwibäume) nach der Ernte. Die Bäume sind meist sehr buschig und dicht gewachsen und müssen dann ausgedünnt werden, so dass überall Licht reinkommt. Der Job ist eigentlich ganz in Ordnung.
Zu der Bezahlung weiß ich noch nichts genaues. Ich weiß nur, dass wir ab Montag pro beschnittenem Baum bezahlt werden. Je mehr man schafft, desto mehr verdient man...

Ich werde wohl mindestens für die nächsten vier Wochen hier in Kerikeri bleiben und hier arbeiten.

Donnerstag, 19. Juni 2008

On the road to Kerikeri

Nach der Übernachtung auf dem Rasthof bin ich dann Mittwoch morgen noch bei Dunkelheit wieder losgefahren. Mein Tagesziel hieß Kerikeri in der Bay of Islands. Ein Etappenziel war die Stadt Whangarei, wo ich Proviant und ein wenig Bettzeug einkaufen wollte.
Ich bin die ganze Zeit nur auf dem Highway Nummer 1 immer nach Norden gefahren. Diese Landstrasse schlängelt sich durch Wälder, über Wiesen und je weiter man nach Norden kommt, desto weniger Autos sind unterwegs. Kaum nimmt man eine kleinere Seitenstrasse, sieht man ausser ein paar vereinzelten Häusern und Farmen nichts mehr ausser Wiesen, Bushland und Wäldern.

Gerade als es einigermaßen Hell wurde, habe ich einen kleinen Rastplatz am Strassenrand gefunden, wo ich gefrühstückt habe. Direkt neben dem Parkplatz fing ein dichter Wald an. Aus dem Wald kamen scheinbar wild lebende Hühner rausgelaufen und auch aus dem Wald krähte es die ganze Zeit.
Ich bin dann immer weiter auf der Strasse gefahren, bis ich irgendwann Whangarei erreicht habe. Diese Stadt ist weitaus kleiner als Auckland, trotzdem reichte der Verkehr und die Anzahl der Strassen aus um mich wieder paar mal im Kreis fahren zu lassen. Allerdings habe ich diesmal kein Hupkonzert mehr geerntet, was auch schon was wert ist.

Hier habe ich Reiseproviant gekauft, eine Schlafunterlage, Kopfkissen und einen Schlafsack. Ich habe hier das günstigste genommen was ich finden konnte.
Wieder draussen aus der Stadt ging es weiter nach Norden immer Kerikeri als Ziel vor Augen. Am Nachmittag habe ich dann endlich Kerikeri erreicht. Der erste Eindruck von Kerikeri war sehr gut. Es gibt eine Hauptstrasse, an der sich auch die meisten Geschäfte befinden. Man findet hier eigentlich alles was man braucht. Auch ist Kerikeri für die hohe Anzahl an Farmen in und um Kerikeri bekannt. Zwar ist die Erntezeit gerade vorbei, aber irgendwann in der nächsten Woche soll angeblich das so genannte „pruning“ starten. Das heißt die Bäume und Sträucher werden zurück geschnitten. Ich habe jetzt in einen relativ großen Hostel eingecheckt und hoffe dann irgendwie die nächste Woche einen Job zu bekommen.


Bilder und weitere Informationen folgen die nächsten Tage.





Mittwoch, 18. Juni 2008

Abschied mit Hindernissen!

Am Dienstag sollte es dann endlich soweit sein. Der Mechaniker meinte, dass das Auto sicherlich bis um 10 Uhr morgens fertig sei. Insgeheim dachte ich mir allerdings schon, dass ich die Zeitangaben der Kiwis nicht so ernst nehmen sollte. Mit dieser Annahme behielt ich leider auch Recht.

Ich checkte aus meinem Hostel aus und ging zur Werkstatt, wo die Reparaturen allerdings noch in vollem Gange waren. Es hieß ich solle mal in drei Stunden wiederkommen. Ich nutze diese Zeit um noch in einem Supermarkt einzukaufen und dem Treiben auf dem Containerhafen von Auckland zuzusehen.

Als ich dann nach drei Stunden wieder zurück zur Werkstatt ging, waren die Reparaturen immer noch nicht fertig. Ich musste nochmal warten und lernte während dessen einen anderen Backpacker aus Deutschland kennen. Von ihm bekam ich einige Tipps und er verkaufte mir auch einen Adapter, mit dem ich Elektrogeräte auch im Auto laden kann.

Eigentlich hatte ich ja vor Auckland am Vormittag bei Tageslicht zu verlassen, schlussendlich kam ich allerdings erst so um ca. 5 Uhr Abends bei einsetzender Dämmerung los. Mein Plan war dann kurz zur nächsten Tankstelle zu fahren, denn der Tank war KOMPLETT leer. Anschliessend wollte ich dann sofort auf dem nächsten Highway möglichst weit nach Norden zu fahren. Aber es kam alles nochmals anders...


Es muss hier auch erwähnt werden, dass ich zuvor noch nie mit dem Auto gefahren bin und auch eine Einweisung in die Eigenarten des Autos habe ich nicht bekommen! Das Auto hat eine manuelle Schaltung, die allerdings links an der Lenksäule angebracht ist (ähnlich wie ein überdimensionierter Blinkgeber). Dazu herrscht hier ja natürlich Linksverkehr. Zusätzlich dazu haben die Neuseeländer noch eine eigenartige aber einleuchtende Vorfahrtsregel. Diese Regel besagt, dass an einer Kreuzung ein entgegenkommendes Fahrzeug das nach rechts abbiegen will Vorfahrt hat, wenn ich an der Kreuzung nach links will. Das leuchtet ein, man hat aber am Anfang so seine Schwierigkeiten damit.


Ich habe schließlich den Automarktbesitzer gefragt, ob er mir das Auto noch aus der wirklich sehr, sehr engen Einfahrt rausfahren kann. Natürlich hat er mir dabei geholfen, doch anstatt das Auto vor dem Gebäude zu parken, steigt er einfach mitten auf der Strasse aus. Bei laufendem Motor werde ich also ins kalte Wasser geschmissen und muss losfahren.

Ähnliche Situationen hat man hier jeden Tag. Doch dadurch lernt man auch unglaublich schnell dazu und kommt mit den Leuten in Kontakt! Man wird hier am Anfang wohl mindestens einmal täglich ins kalte Wasser geschmissen!


Nach einer kleineren Irrfahrt erreichte ich schließlich die ersehnte Tankstelle. Doch als ich tanken wollte trat schon das nächste Problem auf. Ich bekam den Tankdeckel nicht auf. Obwohl ich mir dachte, dass es da einen versteckten Hebel geben muss, habe ich diesen nicht gefunden. Nach ca. 30 Minuten habe ich dann aufgegeben und bin zurück zur Werkstatt gegangen (Die Tankstelle war zum Glück nur 5 Minuten von der Werkstatt entfernt). Auch hatte ich Glück, dass ich den Besitzer noch getroffen habe, denn dieser hatte schon seit einigen Minuten Feierabend. Kurzerhand ist er dann mitgekommen und hat mir den wirklich sehr versteckten Hebel zum öffnen der Tankklappe gezeigt.

Nach dem Volltanken fing das Problem allerdings erst richtig an. Ich wusste, dass ich Highway Nummer 1 nach Norden brauchte. Das Problem ist nur, dass ich Auckland nicht kenne, die vorher zurecht gelegte Route schon lange wieder vergessen hatte, Grade in dieser Zeit noch die Rush-Hour dazu kam und ich ausserdem noch mit neuen Verkehrsregeln und Linksverkehr zu kämpfen hatte. Einen Beifahrer zum checken der Strassensnamen hatte ich ja auch nicht und so sah das ganze so aus, dass ich mehr oder weniger ziellos die Strassen hin und her und im Kreis gefahren bin. Ich weiß auch nicht mehr wie, aber nach einer schier endlos scheinenden Zeit, zahlreichen – sicherlich berechtigten – Hupattacken und einem fast verursachten Unfall ;-) sah ich schließlich das so ersehnte Highway Schild vor mir. Sobald ich auf dem Highway war, ging das ganze auch schon wieder einfacher. Einfach immer geradeaus...

In Auckland ist der Highway bis zu 5 Spuren breit, wobei die Spuren allerdings deutlich schmaler sind als in Deutschland. Doch sobald man ein paar Kilometer fährt beginnt sich der Highway deutlich zu verkleinern. Schon an der Stadtgrenze sind es dann nur noch 2 Spuren, welche dann auch relativ schnell in eine Spur zusammen laufen. Der sogenannte Highway ist dann nichts weiter als eine Landstrasse in relativ schlechtem Zustand.


Da es mittlerweile ja schon dunkel war, habe ich bei der ersten Raststation angehalten und dort in meinem Auto geschlafen. Das ist der Vorteil von dem Van. Blöde nur, dass ich keine guten Bettsachen dabei hatte, Die Matratze, die schon im Auto lag. War übelst modrig und auch der Rest des Bettzeugs stank extrem! Naja da muss man wohl durch ;-)...

Montag, 16. Juni 2008

Gefangen in Auckland!

Schon seit der Ankunft in Auckland am Mittwoch weiß ich, das ich aus Auckland raus möchte. Auckland ist die größte Stadt in Neuseeland und gefällt mir persönlich nicht. Ich bin einfach nicht der Großstadt-Typ! Ein sehr wichtiger Grund warum es unbedingt Neuseeland sein musste, war ja gerade die einmalige Flora und Fauna Neuseelands. Auckland bietet sicherlich andere Reize, aber mich zieht es in die Wildnis!

Auch wenn ich mir Anfangs noch nicht ganz sicher war, führt kein Weg drum rum. Ich muss ein Auto kaufen um Neuseeland ausreichend bereisen zu können.

Es gibt in Neuseeland gerade einmal zwei Bahnstrecken, die die großen Städte miteinander verbinden. Dann wären da noch die zahlreichen Busse, die quer über das Land fahren. Man kann mit flexibel gestalteten Tickets quer durch Neuseeland reisen, allerdings wird das auf die Dauer sehr teuer und durch die festen Routen kann man das Land nicht erkunden, wie es einem gerade passt. Das Fliegen ist in Neuseeland sehr günstig. Ein anderer Backpacker hat das hier mal anschaulich dargestellt. Der Flug von Wellington nach Auckland kostete ihn ca.160 NZ$, das Taxi vom Flughafen Auckland zum Zentrum der Stadt ca.30 NZ$. Fliegen ist also sehr günstig, jedoch kein Option, wenn man wie ich ganz Neuseeland bereisen möchte.

Es bleibt also nur noch das gute alte Auto als beste Reisemöglichkeit übrig! Eigentlich sah mein Plan ja so aus, dass ich mir erst das Geld für das Auto verdienen wollte, aber da ich ja so dringend aus Auckland raus muss, geht das nicht. Ich kaufe mir also erst das Auto und werde dann im Anschluss schauen, ob ich das Geld wieder rein bekomme. Genau betrachtet geht das Geld ja sowieso nicht wirklich verloren – hoffe ich mal! Ich werde das Auto ja vor der Abreise wieder verkaufen, und dann kommt das Geld spätestens wieder zurück - theoretisch. Dazu kommt noch, dass momentan im Winter vergleichsweise wenige Backpacker unterwegs sind. Viele reisen ab, was zu einem Überangebot führt und die Preise purzeln lässt. Schließlich will ja jeder sein Auto verkaufen. Da ist ein halbierter Preis immer noch besser, als ohne Erlös wieder abzureisen.

Am Samstag bin ich mal zu dem „Backpacker Car Market“ hier in Auckland gegangen um nach einem Auto zu suchen. Im Endeffekt viel die Auswahl auf einen roten Van von Mitsubishi. Das Gerät sollte 1850 NZ$ kosten, was wirklich nicht so viel ist. Allerdings kommen da nochmal einige Kosten dazu. Hier in Neuseeland läuft das mit dem Auto kaufen etwas anders als in Deutschland. Jedes Auto wird vor der Zulassung von einem Mechaniker durchgecheckt. Wenn alle Mängel im Rahmen bleiben, bekommt man die W.O.F. (Warrant of Fitness). Mit dieser Bestätigung, kann man dann zum Postoffice gehen und das Auto für einen bestimmten Zeitraum anmelden. Ist eigentlich eine unkomplizierte Sache.

Um zu wissen was auf mich zu kommt, habe ich das Auto erstmal im Vorfeld anschauen lassen. Bei diesem „Pre-Check“ wurden auch prompt einige Mängel festgestellt, was bei diesen Autos allerdings scheinbar mehr als normal ist! Die wichtigsten Punkte waren die Bremsen vorne und der Keilriemen, welcher komplett verölt war. Dazu kamen noch einige anderen Sachen... Alle diese Mängel müssen behoben werden, sonst kann das Auto nicht zugelassen werden. Die gesamten Reparaturen sollen so ca. 800 NZ$ kosten. Mit dieser Info in der Hand habe ich dann nochmal mit dem Verkäufer gesprochen. Dieser hat sich dann dazu bereit erklärt die Reparaturen zu übernehmen, wenn ich 200$ mehr bezahle. Offizieller Preis für das Auto ist nun also 2050$. Dabei bleibt es allerdings nicht! Es kommen noch sämtliche Gebühren für die WOF, Registration, Versicherung, Service, usw. dazu. Ich reche momentan damit, dass ich im Endeffekt ca. 3000$ für das Auto ausgeben werde. Auch werde ich noch ein bisschen Campingzeugs kaufen, damit ich mir auch mal für ein paar Nächte die Übernachtung im Hostel sparen kann – das spart Geld!

Für den Anfang ist das jetzt schon einiges an Investition, aber ich denke mal, dass es sich im Endeffekt rechnen wird. Ausserdem ist das wirklich die einzige Art Neuseeland total frei und unverbindlich nach Lust und Lauen zu bereisen!

Eigentlich wollte ich ja schon Samstag direkt aus Auckland raus, aber durch die Reparaturen bin ich immer noch hier in Auckland gefangen und kann nicht weg. Voraussichtlich morgen früh wird es dann allerdings soweit sein und ich werde endlich abreisen!


Hier nochmal paar Fotos aus dem winterlichen Auckland:





Sonntag, 15. Juni 2008

Auckland

So, da ich momentan die Zeit und auch einen Internetzugang gefunden habe, möchte ich nun nochmal genauer meine ersten Tage in Neuseeland beschreiben.

Noch während meine Reise habe ich meine drei Reisepartner (Ann-Kristin, Marc und Daniel) kennen gelernt. Zusammen sind wir in Neuseeland angekommen und haben auch die Einreisekontrolle gemeistert. Bei der Einreise nach Neuseeland war ich erstaunt. Man muss zwar einen umfassenden Fragebogen ausfüllen und jegliche Nahrungsmittel noch ausserhalb des Landes entsorgen, trotzdem wirkt die Kontrolle lange nicht so formell und streng wie etwa der Check am Frankfurter Flughafen in Deutschland. Da liegt wahrscheinlich auch einfach an der lockeren Art der Neuseeländer. Auch das Visum ging total unkompliziert. Ich musste nichtmal meine ausgedruckten Bestätigungspapiere oder Kontoauszüge vorlegen. Der Officer hat nur in seinem PC nachgeschaut, mich gefragt, warum mein Rucksackinhalt den Wert von 700$ übersteigt (Notebook) und schon hat er mir das Visum eingetragen. Weiter ging es durch einen Scan des Reisegepäcks und schon waren wir in Neuseeland.


Mittwoch:

Das erste Ziel war dann erstmal unser Hostel. Nach dem einchecken haben wir uns nochmal ein wenig in der Stadt umgechaut und ruck-zuck war es auch schon Abend.


Donnersttag:

Am Donnersttag haben wir uns dann schließlich den ganzen Formalitäten zugewendet. Wir wussten, dass wir eine Steuernummer, ein Bankkonto und, falls noch nicht vorhanden, auch eine Handynummer brauchten um auf Jobsuche gehen zu können. Wir haben daher einen Mitarbeiter aus unseren Hostel gefragt wo wir dies alles beantragen könnten und bekamen auch detaillierte Infos. Wir habe daher die Steuernummer sowie das Bankkonto in den entsprechenden Büros beantragt. Die Beantragung der Steuernummer dauert ca. 10 Tage, man kann trotzdem auch schon ohne Steuernummer auf Jobsuche gehen.


Freitag:

Am Freitag haben wir uns mal auf die Suche nach dem sog. IEP Büro gemacht. Das IEP Büro ist die Partnerorganisation von Travel&Work, unserer Organisation. Dieses Büro ist ein Ansprechpartner während des Aufenthaltes und kümmert sich normalerweise auch um die Beantragung er Steuernummer und des Kontos. Auch findet hier für alle Neuankömmlinge eine Infoveranstaltung statt und man bekommt einige praktische Karten (Handy, Hostelermässigung, usw...).

Das ist zwar alles schön und gut, allerdings hat uns leider auch nach mehrfacher Nachfrage niemand im Hostel darauf hingewiesen wo dieses IEP zu finden ist. Dabei ist es nur einige Meter vom Hostel entfernt! Als wir das Büro dann gefunden hatten und nachfragten schien man sehr verwundert. Wir bekamen dann noch einige Unterlagen , Tipps und einen Kurzen Crashkurs in Sachen Jobsuche. Die Beantragung von Steuernummer und Konto hatten wir ja bereits erledigt.

Das Ende vom Lied ist jedenfalls, dass wir alle sehr enttäuscht von der Organisation Travel&Works waren. Im Endeffekt haben wir nun alle wichtigen Dinge selber geregelt (Visum, Steuernummer, Konto,...). Auch habe ich nicht alle Unterlagen bekommen, wie mir nun im Nachhinein aufgefallen ist. Das einzig Gute an der Organisation ist, dass bereits zwei Nächte im Hostel gebucht sind. Doch das ist eine Sache, die locker per Internet noch von Deutschland aus erledigt werden kann. Wenn ich eine solche Reise nun nochmal planen müsste, würde ich das nicht mehr über eine Organisation machen. Wie man nun auch hier in Neuseeland sieht, reisen haben die meisten Backpacker ihre Reise ohne Organisation geplant.


Am Freitag Abend und Samstag trennten sich dann die Wege unserer Gruppe so langsam. Ich und Daniel wechselten das Hostel. Heute fuhr dann schließlich auch Daniel ab. Nur ich bin nun von unserer Gruppe noch hier and warte darauf, dass es endlich weitergeht!


Hier nun noch einige Eindrücke von der Reise und Auckland:








Mittwoch, 11. Juni 2008

Ankunft!

Nach langer Reise bin ich heute endlich in Neuseeland angekommen. Die Reise war im Endeffekt wirklich recht anstrengend, aber dennoch gut. Aber mal von vorne...
Am Montag bin ich um 15.00 Uhr er Zug gestartet, welcehr mich erstmal bis nach Frankfurt brachte. In Frankfurt angekommen stand erstmal warten und Einchecken auf dem Plan. Dann schließlich um 23.55 Uhr ging es los. Und zwar ging es nicht wie zuerst von mir erwartet nach Seoul, sondern es ging per Boeing 747-400 nach Singapour. Nach ca. 11 Stunden dort angekommen hieß es kurz aus dem Flugzeug raus, ca, 1 1/2 Stunden Aufenthalt und wieder rein in die gute Maschine. Jetzt hieß das Ziel Sydney. Nach weiteren 6.5 Stunden landete die Maschine in Australien. Dort wurde dann das Flugzeug gewechselt und per Boeing 707 ging es nochmal ca. 4 Stunden weiter nach Auckland. Vn dort dann per Shuttle zum Hostel....

Puh, alles recht anstrengend, aber ich bin da. Ich kann jetzt hier nicht so ausfürhlich berichten, weil der Internetzugang recht eingeschränkt ist... Demnächst mehr Infos!

Montag, 9. Juni 2008

Endlich gehts los!

So heute ist also der große Tag. Heute um 15.01Uhr fährt mein Zug nach Frankfurt ab. In letzter Minute ist alles fertig gepackt und verstaut, so dass es los gehen kann. Alles eine Frage der guten Koordination und Planung. ;-)
Ich freu mich auf den Flug und das nächste mal wenn ich hier poste, poste ich aus Neuseeland!
Also verfolgt diesen Blgo aufmerksam, es wird bestimmt spannend!
Zur eingewöhnung hier schonmal en paar Videos:

Video 1
Video 2


Freitag, 30. Mai 2008

Kiwi-Dollar

Zehn Tage werden noch bis zu meiner Abreise vergehen. Eine kurze Zeitspanne, doch noch ist einiges zu tun.
Heute habe ich mir von meiner Bank ein wenig neuseeländische Währung besorgt. Zwar ist Neuseeland ein Land in dem normalerweise fast alles per Kreditkarte geregelt wird, dennoch ist es wohl nicht verkehrt auch Bargeld in der Tasche zu haben. Neuseeland-Dollar hatte meine Bank nicht vorrätig, eine kleine Nachfrage genügte allerdings und zwei Tage später konnte ich die Scheine auf der Bank abholen. Ganze 297 Euro habe ich in 530NZ$ wechseln lassen. Ich denke/hoffe, dass dies für den Anfang reichen wird. Da ich ja eine Kreditkarte dabeihabe, bin ich in finanzieller Hinsicht außerdem recht gut abgesichert.

Die neuseeländischen Dollar, auch "Kiwi-Dollar" genannt, machen auf den ersten Blick einen sehr farbenfrohen Eindruck. Auf den Vorderseiten der Scheine befinden sich wichtige neuseeländische Persönlichkeiten - was für Geldscheine ja nicht Außergewöhnliches darstellt. Die Rückseiten der Scheine fallen durch Vogelzeichnugen auf. Auch auffallend ist der erste Eindruck, sobald man die Scheine in die Hand nimmt. Man könnte fast meinen, man hielte eine gewöhnliche Einkaufstüte in der Hand welche zugeschnitten und bemahlt wurde! Und richtig!, wie ein Blick in das Hirn des Internets (Wikipedia) zeigt, bestehen die Scheine aus Kunststoff - Polypropylen um genau zu sein.
Auch erwähnenswert ist die Tatsache, dass in Neuseeland die 1, 2 und 5 Cent Stücke abgeschafft wurden. Lästiges Kleingeld gehört damit in Neuseeland hoffentlich nicht zum Alltag!

Montag, 19. Mai 2008

Abheben

Ja, so langsam kann ich mir Gedanken über die Abreise machen. Es dauert nicht mehr lange, dann lebe ich in Neuseeland - 21 Tage um genau zu sein.
Am Wochenende habe ich mir nochmal etwas gegönnt, was ich schon lange einmal machen wollte. Ich bin Hubschrauber geflogen. Und dabei meine ich keinen Rundflug, sondern ich habe den Vogel tatsächlich selbst gesteuert! "Schnupperkurs" nennt sich der ganze Spaß und ist in Egelsbach bei dem Unternehmen "Helitransair" zu haben. Für einen 30 Minuten langen Flug zahlt man auf einem zweisitzigen Helikopter 362 Euro - und die 30 Minuten sind viel zu schnell um. :-)

Am Samstag morgens um 6.00 Uhr ging es von Göttingen aus auf die Reise. Per ICE ganz schnell nach Fulda und dort in die Regionalbahn umsteigen. Dann weiter bis nach Frankfurt am Main. Dort dann schließlich per S-Bahn nach Egelsbach. Um ca. 9.00 Uhr stehe ich dann also vor dem Firmengebäude. Der erste Eindruck ist gleich sehr positiv. Die Mitarbeiter, allesamt sehr freundlich, beantworten mir Fragen während ich mir die Halle mitsamt den Hubschraubern anschaue. Um 10.00 Uhr gehts es dann schließlich los mit einer theoretischen Einweisung in die Welt des Helikopter fliegens. Neben mir nehmen noch ca. 12 andere Teilnehmer an diesem Tag am Schnupperkurs teil. Nach ca. 90 Minuten Theorie geht es dann los mit der Praxis. Nacheinander kommen alle Teilnehmer an die Reihe und dürfen am Steuerknüppel des Helis Platz nehmen. Ich stehe als Letzter auf der Liste. Um ca. 15.00 Uhr komme ich dann schließlich an die Reihe. Nervosität spüre ich nicht, eher Spannung und Vorfreude. Ich bin gespannt den Heli endlich selbst steuern zu dürfen und frage mich wie er reagieren wird.
Dann geht es los. Neben mir sitzt mein Fluglehrer, der uns beiden die nächsten 30 Minuten ständig das Leben retten wird, denn Hubschrauber fliegen ist kompliziert! Ein paar Handgriffe meines Fluglehrers und wir schweben in der Luft. Noch ein Funkspruch, dann geht es über die Flugbahn zu der Grasbahn, die als Trainingsfeld dient. Hier lerne ich die einzelnen Steuereinheiten des Helis kennen. Zuerst darf ich den Heckrotor übernehmen,der Fluglehrer kümmert sich um den Rest. Dann folgt der Pitch und schließlich auch der Stick für die zyklische Blattverstellung. Mittlerweile ist mir schon längst aufgefallen, dass das kompliziert ist - zumindest am Anfang. Nach ein paar Proberunden geht es dann höher. Wir steigen und fliegen entlang von Telegraphenleitungen, um Felder und Waldlichtungen herum und wieder zurück. Ein bisschen habe ich mich mittlerweile schon an das Gerät gewöhnt und ich fliege eine ganze Weile ohne dass mein Fluglehrer eingreifen muss. Doch dann lässt mich mein Fluglehrer den Helikopter in der Schwebe halten und muss auch prompt eingreifen. Erst nach ca. 15 Flugstunden beherrscht man das Manöver - meine ich mich zu erinnern... Mein Fluglehrer ist trotzdem erstaunt und meint ich hätte Talent. Ich sehe das genauso, doch schon sind die 30 Minuten um und wir landen wieder, stellen die Maschine ab und steigen aus. Mittlerweile sind alle anderen Teilnehmer schon lange weg und ich habe Zeit mit den einigen Mitarbeitern zu sprechen und jede Menge Fragen zu stellen. Resultat des ganzen ist: Helikopterpilot ist ein wunderbarer Beruf! Leider braucht man einiges an nötigem Kleingeld um die Ausbildung zu finanzieren. Man kann erstmal so von 100.000 Euro ausgehen. :-(
Abends um ca. 20.00 Uhr geht es dann wieder zurück nach Goslar. Ich habe viel erlebt an diesem Samstag und möchte unbedingt Helikopterpilot werden! Der ganze Eindruck den ich bekommen habe ist genau das, was ich mir als Traumjob vorstelle. Allesamt hochmotivierte Leute die da arbeiten, Abwechslung und Herausforderung gibt es jeden Tag gratis...

Wenn ich in Neuseeland nichts besseres finde und meinen Entschluss ändere, dann werde ich Helikopterpilot!



Donnerstag, 15. Mai 2008

Jacke und Schuhe...



...habe ich mir für Neuseeland neu besorgt. Da ich evtl. auch mal auf Wandertouren gehen werde, wollte ich mit der Ausüstung auf der sicheren Seite sein. Es musste also eine wasser- und winddichte jacke her. Ausserdem auch die passenden Wanderschuhe. Letztendlich ist meine Wahl bei der Jacke auf die "Elements Nano-Tex Men" gefallen. Diese Jack von JackWolfskin ist speziell für Trekkingtouren gedacht und wird mit asoluter Wasser- und Winddichtigkeit, sowie hoher Atmungsaktivität beworben. Ich denke diese Eingenschaften können auf einer Wanderung nie schaden!
Über das Internet bestellt kam die Jacke ein paar Tage später an. Einen ersten Test hat die Jacke auch schon bestanden, Regen perlt wie beschrieben einfach an der Jacke ab - gefällt mir echt ganz gut! Passende zu der Jacke habe ich mir gleich einen Fleecepullover dazu bestellt. Dieser Pullover kann mittels eines speziellen Reißverschlusssystems in die Jacke hineingeknüpft werden, sodass die Jacke auch an kälteren Tagen ihren Dienst erledigt. Diese variable Lösung gefällt mir sehr gut, das ich als Backpacker ja auch ein wenig auf das Gewicht achten muss.

Bei den Schuhen habe ich mich schlußendlich für den Hanwag "Arrow XCR Men" Halbschuh ist ein Wanderschuh und durch integrierte Goretexmembran zudem wasserdicht. Vorraussichtlich werde ich nur diesen Schuh nach Neuseeland mitnehmen und dann erst in Neuseeland noch leichtes, sommerliches Schuhwerk kaufen. Die Schuhe werden bei der Einreise nach Neuseeland kontrolliert bzw. müssen desinfiziert werden. Ich hatte noch nicht die Gelegenheit die Schuhe auf Wasserdichtigkeit zu testen, aber das wird sich in Neuseeland herausstellen. ;-)

Freitag, 18. April 2008

Des Backpackers Rückgrat

Was macht eigentlich einen Backpacker zum Backpacker? Richtig! - Es ist der Rucksack auf dem Rücken. Ohne Rucksack ist ein Backpacker also nicht mehr ein solcher, weshalb auch kein Backpacker auf seinen Namensgeber verzichten darf!^^
Während meiner Reise werde ich voraussichtlich nur das mitnehmen, was in meinen Rucksack passt (für den Flug bin ich ausserdem auf 20 Kilo limitiert). Um jedoch nicht auf alles verzichten zu müssen, habe ich mir einen recht geräumigen Trekkingrucksack gekauft. Der Rucksack ist ein Modell von Deuter und nennt sich "Aircontact pro 60+15". Bereits bei meinen Recherchen im Internet blieb ich bei diesem Modell hängen. Als ich dann jedoch noch die Möglichkeit hatte den Rucksack "live" zu sehen, war mir klar, dass dies mein Reiseutensil nummer eins sein wird.

Ich bestellte also den Rucksack über Ebay und es gelang mir den Händler noch um knapp 20,00 Euro im Preis zu drücken. Für 200,00 Euro wechselte der Rucksack in meinen Besitz. Ich denke dieses Geld ist gut angelegt, denn hier passt meiner Meinung nach alles zusammen. Verarbeitung, Design, Qualität, Materialien usw. erscheinen mir bei diesem Rucksack absolut top! Der Härtetest wird allerdings erst noch kommen. ;)

Sonntag, 6. April 2008

Reisepass, Kreditkarte und Visum...

Der Entschluss stand also fest: 1 Jahr nach Neuseeland mit der Organisation "travel&work"

Alles begann mit der Anmeldung bei der Organisation. Der Prozess ist denkbar einfach. Man sucht sich einfach auf der Webseite Das gewünschte Land und die gewünschte Flugroute (Datum und Ort) aus und meldet sich per Internet an. Nun ist man schonmal vorgemerkt.
In den nächsten Tagen erhält man dann per Post die ersten Unterlagen. Hier muss nun ein weiteres Formular ausgefüllt und entweder per Fax oder als Brief an die Organisation zurückgesendet werden. Die ersten Rechnungen erhält man auch schon und muss zumindest eine Anzahlung von 10% direkt überweisen. Der restlicher Betrag kann dann später überwiesen werden.

Nun beginnt die eigentliche "Arbeit". Mit den Unterlagen, kann man sich schonmal ein wenig einlesen und man bekommt nützliche Tips und Infos zur weiteren Vorgehensweise. Ganz oben auf der Liste steht das Beantragen des Visums.
Ohne das Visum läuft im Grunde garnichts! Das Visum um das es sich hier handelt ist ein sogenanntes "working holiday visum". Dieses Visum berechtigt mich, mich ab dem Einreisedatum ein Jahr lang in Neuseeland aufzuhalten und, ganz wichtig!!!, dabei auch Jobs anzunehmen. Als normaler Tourist darf man nicht arbeiten. Das Visum bekommt man nur bis zu einem Alter von maximal 30 Jahren ausgestellt und auch nur einmal im Leben.

Auch die Beantragung des Visums ist eigentlich ganz einfach. Allerdings braucht man zuerst einige Dinge um mit der Beantragung beginnen zu können.
Dies sind ist zum einen ein gültiger Reisepass und zum anderen eine Kreditkarte um das Visum zu bezahlen. Das Visum kann leider NUR per Kreditkarte bezahlt werden.
Vor der Beantragung des Visums bin ich daher zu meiner Bank gegangen und habe mir eine Visacard geholt. Die Kreditkarte ist in Neuseeland als Zahlungsmittel äußerst verbreitet, daher lohnt sich eine Visa- oder Mastercard nicht nur zum bezahlen des Visums, sondern erleichtert auch später das Leben in Neuseeland sehr.
Nun noch der Reisepass. Dieser erfordert mittlerweile ein biometrisches Foto und auch Fingerabdrücke werden in diesem gespeichert. Ich habe mir den Reisepass also beantragt und nach ca. 3 Wochen war er fertig. Eine Expressbestellung wäre auch möglich gewesen, hätte allerdings einen Batzen mehr Geld gekostet. Da ich Zeit hatte, hab ich darauf verzichtet.

Mit Reisepass und Kreditkarte ausgerüstet habe ich mich dann an die Beantragung des Visums gemacht. Das ist ganz einfach und ist nur per Internet möglich. Man meldet sich bei der neuseeländischen Seite www.immigration.govt.nz an und füllt dort einen umfassenden Fragebogen zur eigenen Person aus. Hilfestellung hierzu ist in den Unterlagen enthalten. Wenn alles ausgefüllt ist, muss noch eine Gebühr (ca. 65 Euro) bezahlt werden.
Nach ca. 2 Tagen kam bei mir eine E-Mail reingeflattert, dass mein Visum genehmigt sei. Hier ist die Besonderheit, dass man das Visum erstmal noch garnicht bekommt, sondern es muss eine Seite ausgedruckt werden. Erst bei der Einreise nach Neuseeland wird das Visum gegen vorlage der ausgedruckten Seite ausgehändigt und ist ab diesem Zeitpunkt für 1 Jahr gültig.

Die erste Hürde ist hiermit genommen....

Sonntag, 9. März 2008

Rückblick - wie alles begann...

Es ist Sommer 2006. Ganz langsam rücken die Gedanken an das bevorstehende Abitur immer näher. Es ist mir schon klar, dass ich nach der Schule für 9 Monate den Zivildienst ableisten werde, was danach kommt ist allerdings noch ungewiss.

In dieser Zeit wurde ich auch zum ersten mal mit der Idee des travel&works Programms konfrontiert. Ein Freund erzählte bei einem Grillabend von seinen Plänen, dass er nach dem Zivildienst für ein Jahr als "Travelworker" ins Ausland gehen werde. Auch ich hatte zuvor schon einmal daran gedacht nach der Schule ins Ausland zu gehen, doch dieses Vorhaben schnell wieder verworfen. Bei den Erzählungen meines Freundes wurde mir allerdings sehr schnell klar, dass es ein risieger Spaß und auch Vorteil wäre eine Auslandserfahrung zu machen. Da ich ja eh noch nicht wusste, was ich nach dem Zivildienst machen möchte, fastte ich kurzer Hand den Entschluss mich zumindest näher zu dem "travel&work" Programm zu informieren. "Was mein Freund kann, das kann ich doch auch", dachte ich mir.

Ich informierte mich also über das "travel&works" Programm im Internet und begann unterschiedliche Szenarien durchzuspielen. Immer wieder ging ich die ganze Sache durch und stellte fest, dass es mich nicht mehr loslies.
Da ich allerdings nicht im Zeitdruck war,(Schule war ja noch nicht zuende und danach kam erstmal der Zivildienst) machte ich die ganze Sache noch nicht fest.
Zwischenzeitlich verwarf ich so meinen Auslandsplan wieder, doch nur um ihn bald darauf wieder hervorzuholen.
Je mehr Zeit verging, desto klarer wurde mir: Ich werde nach dem Zivildienst für ein Jahr im Ausland leben! Und das ganze im Rahmen des "travel&works" Programms und vermutlich in Neuseeland.

Die Zeit verging. 2006 war um und für 2007 stand erstmal das Abitur auf dem Plan. Auch das klappte, das Abitur war in der Tasche und auch der Zivildienstplatz war bald darauf gefunden.
Das war so Anfang Sommer 2007.

Bis zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand von meinen Auslandsplänen!